Der Himmel wurde düster.
Die Luft war wie geladen.
Donner grollte über Hogwarts und Blitze schossen aus den riesigen Wolken.
Etwas Böses lag in der Luft.
Wir liefen zum Raum der Wünsche um das Verschwindekabinett für die Ankunft der Todesser vorzubereiten- Um das böse hereinzulassen.
„Bist du bereit?" Draco sah mich ziemlich ernst an.
Stumm schüttelte ich den Kopf. Wie konnte man für so etwas bereit gewesen sein? Wie sollte das gehen?
„Gut. Ich auch nicht."
„Du weißt, dass wir keine andere Wahl haben." Ein schwaches Lächeln betrat meine Lippen. Er nickte und atmete noch einmal tief durch. Dann murmelte er seinen Zauberspruch. Wenige Sekunden später sahen wir, wie dunkler Nebel empor stieg und sich in alle Richtungen ausdehnte. Nervosität machte sich in mir breit. Es war wie in einem Horrorfilm gewesen, welche die Muggel guckten. Bloß war das hier real gewesen. Wir erwarteten das Böse. Die Tür des Kabinettes öffnete sich langsam und mit einem ohrenbetäubenden Quietschen. Dann standen sie vor uns- Das personifizierte Grauen, direkt vor uns;
Bellatrix und einige andere, mir bekannte Todesser.
„Gut gemacht" sie sah uns an und lächelte spöttisch. Eine unangenehme Gänsehaut überkam mich - Oh, wie sehr ich diese Frau doch hasste.
„Wir müssen auf den Turm zurück. Jetzt." Malfoy nahm meine Hand und zog mich hinter sich her „Ich kann das nicht." Stammelte er immer wieder auf dem Weg „Ich kann das einfach nicht, D/N."
„Doch. Wir beide können das, Draco."
Kurz vor dem Eingang zum Turm blieb ich stehen und küsste ihn noch ein letztes mal. Es beruhigte mich ein wenig, doch nur für den Bruchteil einer winzigen Sekunde. Und dann sprinteten wir die Treppenstufen hinauf.
Dumbledore stand lau atmend vor uns. Seine grauen Haare wehten im Wind der Nacht. Er sah so geschwächt aus, wie noch nie zuvor. Mein Herz schlug wie wild. Langsam nährten wir uns ihm. Unter unseren Füßen knarrten Dielen. Ich konnte spüren, dass Draco das ganze ziemlich schwer fiel also drückte ich seine Hand, die meine immer noch fest umschlungen hielt. Mit der anderen Hand erhob er seinen Zauberstab, zitternd und ziemlich nervös.
„Guten Abend, Draco. Guten Abend, D/N. Was führt Sie an diesem wunderschönen Frühlingsabend her?" Die Stimme des Professors klang beruhigend. Zu beruhigend. Tränen schossen in meine Augen da ich wusste, was in einigen Minuten passieren würde.
„Wer ist noch hier" stammelte Malfoy und seine Hand, in der er den Zauberstab hielt, zitterte immer doller „Ich habe Sie reden hören!"
„Ich führe oft Selbstgespräche. Ich finde das außerordentlich hilfreich" lautete die Antwort. Seine Stimme klang immer noch freundlich und das obwohl auch er wusste, was ihm blühte „Haben Sie beiden mal in sich hinein gehorcht" fuhr er fort „Draco, D/N" seine Stimme wurde noch sanfter als sie es zuvor gewesen war. Liebevoll sah er uns an. Mein Blick wanderte einen Augenblick lang zu meinem Freund; Seine Augen waren rot und eine kleine Träne kullerte über seine Wange.
„Sie sind keine Mörder. Lassen sie es."
Malfoy blieb ruhig. Er sagte kein einziges Wort. Ein Gefühl kam in mir auf welches mir sagte, dass er gerade darüber nachdachte alles hinzuwerfen. Alles aufzugeben. Alles fallen zu lassen. Doch das durfte nicht passieren und so übernahm ich das Reden. Unsere Rolle musste perfekt gespielt werden, denn wir standen unter genauster Beobachtung;
„Sie ahnen nicht, wozu wir fähig sind! Sie wären schockiert, wenn Sie es wüssten."
„Sie haben Kati Bell verhext damit sie ein, mit einem Fluch belegtes, Amulett zu mir bringt. Sie haben eine Flasche Met mit einer vergifteten vertauscht. Verzeihen Sie mir, D/N, aber Sie beiden können wohl kaum mit ganzem Herzen dabei gewesen sein, angesichts dieser schwachen Versuche." Dumbledore wusste, dass er Recht hatte. Draco schien immer noch verunsichert gewesen zu sein, erneut drückte ich seine Hand. Zu meinem Glück schien er vermerkt zu haben, dass er gerade aus seiner Rolle fiel also entgegnete er „Er vertraut uns! Wir wurden auserwählt!" Und ehe ich mich versehen konnte nahm er meinen und seinen Arm und zeigte ihm das Mal der Todesser. Dumbledores Blick wirkte nicht sehr überrascht. Im Gegenteil-
„Dann will ich es Ihnen leicht machen." Der Professor erhob seine Hand mit seinem Stab.
Sofort ließ Malfoy meinen Arm los, schwang seinen Zauberstab und rief „Expelliarmus!"
Dumbledores Stab flog nach hinten.
„Sehr gut" flüsterte er „Sehr gut!"
Unter uns öffnete sich quietschend eine Tür. Sie kamen- Alle von ihnen. Mir wurde sofort übel.
„Es kommen also noch andere. Sie beiden sind nicht allein" stellte er im selben Moment fest „Wie haben Sie das gemacht? Lassen Sie hören."
„Das Verschwindekabinett im Raum der Wünsche" presste ich hervor „Draco hat es repariert und erlernt, wie man es benutzt."
„Ahh" kam es nun wieder von ihm „Verstehe. Es gibt ein zweites Stück, ein Gegenstück."
„Bei Borgin und Burkes.." antwortete Draco ihm „Sie bilden einen Übergang."
„Genial!" Albus Dumbledore's Blick wanderte zwischen uns beiden hin und her, dann richtete er sein Wort erneut an meinen Freund „Draco. Ich kannte ein Jungen, vor sehr langer Zeit, vor vielen Jahren, der ein vollkommen falschen Weg eingeschlagen hat. Bitte lassen Sie mich Ihnen und D/N helfen." Erneute Stille. Es sah so als, als würde mein Freund tatsächlich über dieses Angebot nachdenken, als wäre er wirklich dazu breit gewesen, dass alles aufzugeben und den leichten Weg zu wählen. Wie vor einigen Minuten. Verdammt-
„Wir wollen ihre Hilfe nicht" kam es von mir um zu verhindern, dass er einen Fehler begann „Wollen Sie das nicht verstehen?" Tränen liefen nun auch über meine Wangen. Malfoy hatte sich offensichtlich wieder gefangen gehabt und beendet mit zitternder Stimme meinen Satz „Wir haben keine Wahl! Wir müssen Sie töten. Sonst tötet er uns." Dabei zittert seine Hand stärker als zuvor. Es tat mir unfassbar weh ihn so zu sehen. Mein Herz brach. Es brach in tausende Teile. Schritte nährten sich uns. Die anderen Todesser kamen die Treppe hinauf. Die Zeit war gekommen. Was vorerst nur ein Plan durch Worte gewesen war, wurde nun Realität durch unser Handeln. Worauf hatte ich mich nur eingelassen gehabt? Warum hatte ich mich darauf eingelassen gehabt? Wie weit konnte man für die Liebe schon gehen? ..
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Draco Malfoy- Der Junge der mich mehr liebte, als er zugab
RomanceWie weit wirst du für deine Liebe gehen..
