„Seit Wann kannst du apparieren?" Fragte ich ihn während wir durch die steinernen Gänge liefen.
„Pscht" zischte er „Sonst weckst du noch alle.."
„Nächste Frage, wieso laufen wir um Mitternacht durch die Gänge? Wenn Filch uns erwischt-.."
„Das wird er nicht und selbst wenn, was denkst du wird er machen? Die besten Schüler aus Hogwarts verbannen?" Er zog mich noch schneller hinter sich her, unsere Schritte halten von den Wänden wieder.
„Und was genau willst du hier bitte? Es ist mitten in der Nacht, ich bin müde und-"
„Tanzen" fiel er mir ins Wort und blieb vor dem Ausgang des Flures stehen.
„Tanzen?" Fragend zog ich eine Augenbraue nach oben, ungläubig darüber was er gesagt hatte. Breit grinsend nickte er und deutete mit dem Kopf nach Draußen auf den Schulhof. „A-Aber es regnet und-" bevor ich meinen Satz weiterführen konnte standen wir schon unter dem großen Baum.
„Und genau das ist der Punkt" entgegnete er und zog mich an sich, eine Hand legte er dabei um meine Hüfte, die andere in meine, schwebend in der angenehm warmen Herbstluft. Und schon tanzten wir, ehe ich mich versehen konnte, über die breite Rasenfläche. Der Mond spendete uns ein wenig Licht. Über uns funkelten tausende Sterne im dunkeln der Nacht. Ein Windstoß strich durch meine Haare und ließ sie herumwirbeln, zog weiter über meinen Körper und verlieh mir eine zärtlich prickelnde Gänsehaut. Kleine Regentropfen durchnässten allmählich meine Kleidung und rannten über meine Stirn, Schultern und Beine. Auch Draco's Haare trieften langsam vor sich hin. Doch keinen von uns Beiden störte das, im Gegenteil. Die Situation war perfekt so wie sie war.
„Um das apparieren zu lernen habe viel recherchiert und einige Bücher gelesen.." nuschelte Malfoy von oben herab in meine Haare „Als ich vor einiger Zeit bei Aberforth im Unterricht saß, laß ich weiter in einem ausgeliehenen Buch da mich dieses Thema so sehr gefesselt hat und Dumbledore sprach mich darauf an. Er fand mein Interesse dafür lobenswert, auch meine Idee es mir selbst beizubringen. Er meinte dass mich dies unter anderem zum Slytherin machen würde; Ehrgeiz, Willensstärke und Fleiß. Er hatte mir vorgeschlagen, mich darin zu lehren und ich habe sein Angebot angenommen. Während der Stunden sind wir dann auch auf das Thema gekommen, wo wir Beide leben würden und was wir uns für unsere Zukunft vorstellen würden."
„Und wann wolltest du mir das erzählen?" Ich schmiegte meine Wange noch doller an seine Brust und lauschte seinem gleichmäßigem Herzschlag.
„Ich wollte dich damit überraschen" erklärte er „Es dir erst sagen oder besser gesagt zeigen, wenn ich es tatsächlich beherrschen würde. Und dieser Tag war genau Heute."
„Das habe ich gesehen. Und wieso wolltest du es unbedingt lernen? Was bringt dir das?"
„Ich kann uns Beide im Bruchteil einer Sekunde von einem Ort zu einem anderen bringen. So etwas ist sinnvoll, vor allem nachdem was wir erlebt haben."
Müde nickte ich, denn damit hatte er definitiv recht. So etwas konnte wirklich Leben retten und brachte eine gewisse Sicherheit mit sich, für uns Beide.
„Und außerdem hat es dich somit von Snape fern gehalten.." grummelt er kaum hörbar.
„Das war vermutlich auch besser so, die Situation war irgendwie komisch.." Bilder von Saphir tauchten vor meinem inneren Auge auf, volle schwarze Haare, tiefe dunkle Augen..
„Was wollte er denn?"
„Mich fragen, ob ich einen kleinen Spaziergang mit ihm unternehmen wollen würde, nach dem Unterricht.."
„Was?" Draco blieb augenblicklich stehen und sah mich fassungslos an „Hat er das wirklich so gesagt?" Erschöpft gähnte ich und nickte zaghaft als Antwort. „Er fragt dich so etwas, obwohl er weiß das du verheiratet bist und ein Kind von deinem Mann erwartest?"
„Sieht wohl ganz so aus" ich zuckte mit den Schultern.
„Und wirst du es machen?"
Erneut zog ich eine Augenbraue nach oben.
„Wirst du dich auf dieses Treffen einlassen?"
„Vielleicht" gestand ich ihm woraufhin er mich noch irritierter ansah „Ich meine, es ist nur ein Spaziergang, Schatz. Die perfekte Möglichkeit etwas mehr über ihn herauszufinden."
„Auch wenn es nur ein Spaziergang sein sollte, die Vorstellung daran, dass-" Doch ich unterbrach ihn indem ich ihn küsste. Er zog mich an sich und ich konnte deutlich spüren, dass er in den Kuss hinein lächelte. Ich wollte einfach nicht, dass er sich sorgte.
„Draco Lucius Malfoy" setzte ich wenige Minuten später zu einer Frage an „Bist du etwa immer noch eifersüchtig, nach all den Jahren?"
„Das werde ich immer sein, auch noch in zwanzig oder dreißig Jahren."
„Das brauchst du aber nicht zu sein" meine Hand wanderte an seine Wange „Mein Herz schlägt nur für dich und das wird es auch immer tun. Für dich und niemand anderen. So, wie wir es und besprochen haben; Für immer und ewig."
DU LIEST GERADE
Draco Malfoy- Der Junge der mich mehr liebte, als er zugab
RomanceWie weit wirst du für deine Liebe gehen..
