Müde setzte ich mich zu Hermine und den anderen. „Guten Morgen" sie lächelte mich an und schien ziemlich gut gelaunt zu sein. Typisch für sie.
„Morgen" nuschelte ich noch halb verschlafen.
Sie kicherte nur; „Was ist los?"
„Hatte etwas wenig Schlaf diese Nacht."
„Wieso das? Wir sind doch alle extra früh schlafen gegangen, oder nicht?" Doch an ihrem verschwörerischen Grinsen und der Art, wie sie mich ansah während sie von ihrer Tafel Schokolade abbiss wusste ich, was sie andeuten wollte.
„Warum wohl" Ron grinste vor sich hin „Sieht man doch an ihrem hübsch, kleinen Knutschfleck."
„Knutschfleck? Was? Wo?" Hektisch tastete ich jede mögliche Fläche meinen Hals ab.
„Genau-" Harry, der neben mir daß kreiste mit seinem Finger, dann „Da!" Und faste direkt auf die Stelle. Ein leichter Schmerz überkam mich.
„Wenn ich den in die Finger kriege" mein Blick wanderte zum Feld.: Malfoy schien ebenfalls ziemlich müde zu sein denn er gähnte und kassierte dafür einen Schlag in die Seite von Blaise. Das Spiel wurde angepfiffen und ging somit los.
„Sag mal Harry, wie war es eigentlich Gestern bei Mcgonagall?"
„Ganz in Ordnung. Sie hat die Prophezeiung oder besser gesagt, das Auge aus seinen Sachen geholt. Aber wir werden erst nachher probieren diese zu offenbaren."
Meine Antwort war ein Nicken gewesen und so wandte meine Konzentration zurück zum Spiel. Slytherin gegen Ravenclaw. Es stand zehn zu null für mein Haus. Wir jubelten los und auch wenn die anderen nicht direkt zu uns gehörten waren sie trotzdem für unser Team gewesen. Wahre Freunde eben. Die Bälle flogen hin und her. Es war aufregend und spannen zugleich. Mein Herz hüpfte bei jedem Schuss auf und ab. Vor allem wenn der Schuss durch meinen Freund kam. Gelegentlich sah Malfoy mich an, dann lächelte ich ihm zu. Ich liebte seine Uniform an ihm und seine Art Quidditch zu spielen. Es machte ihn noch attraktiver, als er in meinen Augen sowieso schon gewesen war. Ein Mann in Uniform- Was wollte man mehr, als das?
Nach einiger Zeit war das Spiel vorbei. Es stand unentschieden, daher verabredeten sie ein weiteres Turnier in genau einer Woche.
„Sehen wir uns nachher?" Frage Hermine mich „Wir wollten noch zur Bibliothek, ein paar Recherchen über Prophezeiungen machen." - Natürlich.
Lächeln nickte ich; „Klar. Macht das. Bis später."
Die Anderen standen somit auf und gingen zurück in die Schule nachdem sie noch einige Minuten mit mir gewartet hatten. Ich dagegen wartete weiter auf Malfoy, der sich gerade von Blaise und den anderen verabschiedet hatte. Dann kam er auf mich zu.
„Ich wusste gar nicht, dass du so gut Quidditch spielen kannst, mein Schatz" begrüßte ich ihn grinsend. Irritiert sah er mich an. „Ist was?"
„Was hast du gerade gesagt?"
„Ich wusste gar nicht, dass du so gut Quiddetch spielen kannst, mein Schatz" wiederholte ich mich. „Sag das nochmal.."
„Was- Wieso?" Stammelte ich unsicher, planlos wieso er das so oft von mir hören wollte.
„Ist dir das nicht aufgefallen?"
„Nein?"
„Du hast gerade Mein Schatz gesagt."
„Und?" Was wollte er mir damit sagen?
„Seit dem wir zusammen sind, seit vier ganzen Jahren, hast du mir nicht einmal einen Kosenamen gegeben. Entweder hast du mich beim Namen oder beim Nachnamen genannt, Prinzessin."
„Findest du das jetzt schlimm?" Hakte ich vorsichtig nach, unsicher was ich davon halten sollte.
Er schüttelte sofort den Kopf und legte eine Hand auf meine Wange; „Im Gegenteil. Daran könnte ich mich definitiv gewöhnen."
„In Ordnung, Schatz."
Er küsste mich. „Du bist wirklich das Beste, was mir jemals hätte passieren können" nuschelte er ziemlich verliebt, nachdem er sich von mir gelöst hatte.
Und ich konnte spüren, wie ich rot wurde. Wieder einmal durchzog ein Kribbeln meinen Bauch. Dieses Kribbeln welches ich immer bei und mit ihm hatte.
„Ich liebe dich" flüsterte ich.
„Und ich dich erst!"
Wieder küsste er mich. Und wieder fühlte es sich unfassbar gut an. Er und ich- Auf ewig.
„Aber ernsthaft, du hast richtig gut gespielt! Ich wusste tatsächlich nicht, dass du Quidditch so gut beherrschst" lobte ich ihn erneut, als wir durch die steinernen Gänge zu unserem Zimmer liefen.
„Das ist alles nur Training" antwortete er mir bescheiden. Draco Malfoy war bescheiden gewesen.
„Das denke ich nicht. Ich meine im ersten Jahr hast du doch schonmal gegen Potter als Sucher gespielt und da warst du auch ziemlich gut."
„Apropos Potter. Hat er etwas über die Prophezeiung herausgefunden?" Wechselte er das Thema.
„Nein. Mcgonagall und er versuchen es nachher nochmal. Bis jetzt gibt es keine Neuigkeiten." Ich öffnete unsere Zimmertür und wir traten ein. Auf dem Tisch lagen Batzen an goldenen Umschlägen und bereits angefertigten Einladungen. Ich nahm eine von ihnen vom Tisch und laß sie mir durch, während er sich ein frisches Shirt überzog;
„Einladung zu unserer Hochzeit.
Dieses Wochenende in der großen Halle in Hogwarts um 13 Uhr.
Nach all den gemeinsamen Jahren wissen wir, dass wir noch ganz am Ende glücklich in unseren Schaukelstühlen nebeneinander sitzen wollen.
Gemeinsam mit euch möchten wir also unsere Trauung feiern und uns das Jawort geben.
Wir freuen uns über jeden der kommt!
D/N D/N/N & Draco Malfoy"
Lächelnd legte ich sie zurück auf den Stapel.
„Alles in Ordnung?" Malfoy umarmte mich von hinten und hab mir einen Kuss auf die Schulter. „Mehr als nur in Ordnung. Ich kann es immer noch nicht fassen. Wir werden heiraten!" Noch immer lächelnd drehte mich zu ihm um und fiel ihm um den Hals. Das pure Glück überkam mich.
„Bald wirst du meinen Nachnamen tragen und das allein wird mich zum glücklichsten Mann der ganzen weiten Welt machen. Ich hoffe, das weißt du."
„Aber vorher müssen diese Einladungen verschickt werden" ich stöhnte auf. „Wohl oder übel. Und das an ganz Hogwarts." Auch wenn ich es liebte, eine Hochzeit so planen- So war es doch anstrengender gewesen, als ich es jemals vermutet hatte. Doch die Arbeit lohnte sich. Alles lohnte sich für ihn. Für uns.
„Na dann sollten wir uns an die Arbeit machen." Er hob mein Kinn an und gab mir einen letzten Kuss, bevor wir uns an den Schreibtisch setzten und mit der endlos scheinenden Arbeit begannen.
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Draco Malfoy- Der Junge der mich mehr liebte, als er zugab
RomanceWie weit wirst du für deine Liebe gehen..
