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Harry Potter töten, bereits vor dem Kampf?
Ich war total verwirrt über diese Aussage gewesen. Eigentlich war alles ganz anders geplant gewesen. Mein Herz rast wie wild.
Sollte das etwa heißen, Draco und ich mussten unseren gesamten Plan neu ausarbeiten?
Jede Winzigkeit neu umschreiben?

Ein komisches Geräusch riss mich aus meinen Gedanken- Es hörte sich nach einem qualvollen, elendigen, hilfesuchendem Schrei an. „Wurmschwanz!" Schrie Voldemort „Du sollst unseren Gast ruhig stellen! Habe ich mich da klar ausgedrückt!"" Sein Diener zuckte zusammen; „Nein. N-nein, überhaupt nicht Herr. Wird gemacht. Sofort Herr" stammelte er und lief in Windeseile los.
Der dunkle Lord wandte sich wieder Bellatrix zu „So anregend ich deinen Blutdurst auch finde, Bellatrix.. Niemand außer mir selbst tötet Harry Potter."
Ein stechender Schmerz zog durch meine Brust als er diese Worte ausgesprochen hatte, doch ließ ich mir nichts anmerken. Stattdessen drückte ich Draco's Hand noch fester als zuvor, suchend nach Sicherheit. Sicherheit, die ich dringend brauchte. Bellatrix nickte nur und lehnte sich dann zurück gegen ihren Stuhl, den Kopf hatte sie dabei gesenkt. „Aber.." Voldemort stand nun von seinem Stuhl auf „Es ergibt sich die unglückliche Komplikation, dass sich mein Zauberstab und der von Potter, den selben Kern teilen" er ging auf unsere Seite zu „Sie sind, gewissermaßen, Zwillinge. So können wir uns zwar gegenseitig verletzen aber nicht töten." Seinen Zauberstab hatte er auf den Tisch gelegt und fuhr fort „Wenn ich ihn vernichten will, dann brauche ich dafür den Zauberstab eines Anderen." Er war nun bei uns angekommen, was mir ganz und gar nicht gefiel. Seine kalte Aura umhüllte mich.
Draco sah angestrengt auf den Tisch und umklammerte meine Hand panisch.
„Na? Will denn keiner von euch diese Ehre für sich?" Fragte er und ging, zu unserem großen Glück, an uns vorbei „Wie steht es mit deinem Zauberstab" er lief wieder zu uns zurück und umklammerte den Stuhl von Draco's Vater „Lucius."
Der drehte sich zu Voldemort um, der von oben verachtend auf ihn herab sah „M-Meinem Herr?"
Meinem Herr?" Äffte der dunkle Lord ihn nach „Ich befehle dir, ihn mir auszuhändigen!"
Lucius Malfoy hob seinen Gehstock an und entfernte die obere Spitze. Zum Vorschein kam sein über alles geliebter, schwarzer Zauberstab. Bis jetzt hatte ich weder gewusst, dass er so aussah noch, dass er so gut versteckt gewesen war. Generell hatte ich ihn noch nie zu Gesicht bekommen gehabt.
Er überreichte ihn mit zitternden Händen an Voldemort. Dieser nahm ihn stumpf entgegen; „Erkenne ich da, Ulme?"
„Ja wohl Herr" stimmte Lucius ihm zu.
„Ah" seine Hände glitten gierig über den Stab. Es sah eklig aus, denn seine Fingernägel waren endlos lang und ekelhaft gelb gewesen. Und Plötzlich brach er das eiserne Ende ab vom Stab ab. Wir zuckten auf Grund des Geräusches merklich zusammen.
„Und der Kern?"
Lucius räusperte sich „D-Drachenherzfaser."
„Drachenherzfaser" er warf das abgebrochene Ende lieblos und mit voller Wicht auf den Tisch. Als ich es ansah erkannte ich, das Snape's Blick mir galt. Er sah aus irgendeinem Grund besorgt aus. Auch Malfoy schien das gemerkt zu haben, denn er löste seine Hand von meiner, strich mir vorsichtig eine Haarsträhne hinters Ohr und legte seine Hand dann auf mein Bein. Severus wandte seinen Blick daraufhin augenblicklich ab.

Voldemort probierte den Zauberstab gleich aus, indem er die Professorin weiter auf den Tisch holte. Sie gab ein qualvolles Geräusch von sich und ich blickte wieder zu Boden- Traurig und mitfühlend. „Falls es jemand noch nicht weiß; Wir haben Heute Abend Mrs Charity Burbage zu Gast, die bis vor kurzem an der Hogwartsschule für Hexerei und Zauberrei unterrichtet hat" er ging wieder auf seinen Platz zurück und seine Schlange folgte ihm, dann fuhr er fort „Ihr Fachgebiet waren Muggelstudien." Ein Lachen ging durch den Raum und ich erinnerte mich an die Worte von Hermine, als sie mir einiges über sie erhält hatte. „Sie vertritt die Überzeugung, dass wir und Muggel uns kaum voneinander unterscheiden. Sie würde uns, wenn man Sie nur ließe, gerne mit ihnen paaren wollen." Sein Blick wurde verachten und angeekelt und von Bellatrix hörte man eine Art Würgegeräusch. „Für Sie ist die Vermischung von magischen und Muggelblut keineswegs abscheulich sondern viel mehr wünschenswert."
„S-Severus, bitte" nuschelte die Professorin „Wir sind doch Freunde!"
Tränen stiegen in meine Augen und ich schluckte. Snape wandte seinen Blick nicht von ihr ab, sagte jedoch auch nichts weiter dazu- Wie sollte er auch?Voldemort sah zwischen den beiden hin und her, dann rief er „Avada Kedavra!" Ein grünes Licht leuchtete auf und traf die Professorin- Sie fiel geräuschvoll auf den Tisch. Draco und ich sahen gleichzeitig auf. Sein Blick war schockiert und angeekelt zugleich. Er drückte mein Bein und ich legte meine Hand auf seine, damit keiner von uns beiden losschrie, denn diese Gefahr bestand definitiv. Er schluckte und sah direkt in die offenen, leblosen Augen der Professorin aus der eine einzige, winzige Träne lief. Dann sah er mich an. Und ich? Ich konnte sehen wie rot seine Augen wieder einmal gewesen waren doch schüttelte ich langsam den Kopf, sodass es niemand wahrnahm. Sein Blick wanderte erneut nach unten. Mein Herz zerbrach.
„Nargini" der dunkle Lord streichelte seine Schlange „Essen!" Und die Schlange schlängelt sich langsam zu Professorin. Alle nahmen ihre Hände vom Tisch. Sie öffnete ihr Maul und schnappte zu. Vor unser alle Augen. Vor unserer aller Augen fraß sie die Professorin. Eine Übelkeit überkam mich, wie ich sie noch nie zuvor in meinem gesamten Leben verspürt hatte. Augenblicklich wollte ich mich übergeben und auch Malfoy hatte offensichtlich große Mühe gehabt, nicht einfach auf zu stoßen. Das Treffen war somit beendet. Alle standen auf. Keiner wirkte sonderlich glücklich und zufrieden. Doch wen wunderte das?

Als wir gerade aus der Tür hinaus wollten rief Voldemort; „D/N! Draco! Kommt doch noch einen Moment lang zu mir. An die Anderen; Geht eurem Plan, dem Angriff, nach. Sofort!"
Der Angriff, mein gefürchtetster Moment. Er war Teil des Plans gewesen. Mittlerweile wussten sie, dass Harry und die anderen, unter anderem einige Professoren, Heute zu den zu Weasley's flogen um Potter dort in Sicherheit abzusetzen. Sie wollten einen Angriff starten und ich betete, dass dabei niemand umkam. Doch mehr als beten konnte ich nicht. Hoffentlich würde das ausreichen.

Draco Malfoy- Der Junge der mich mehr liebte, als er zugab Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt