„Wir müssen hier sofort weg!" George zeigte unauffällig in eine Richtung, damit nur wir es sehen konnten mit der Hoffnung, unser Angreifer nicht.
„Auf drei"Rief ich lautstark.
„Eins" kam es von Weasley.
„Zwei" Malfoy sah mich an und nickte mir zu. Ein weiterer Zauber verfehlte ihn knapp.
„Drei!" Schrie ich und wir flogen alle gemeinsam nach unten. Kurz vor dem Boden zogen wir eine scharfe Linkskurve und flogen in einen Wald hinein. In einen kleinen, doch ziemlich bewachsenen Wald. Wir wichen Bäumen und Ästen, so wie einigen Tieren aus, die sich in unseren Weg stellten und panisch davon sprangen. Doch wir schienen ihm nicht entkommen zu sein;
„Avada Kedavra!" Der Zauber verfehlte dieses mal mich. Mein Herz schlug wie wild. Hätte mich der Zauber getroffen.. - Darüber wollte und darüber konnte ich in jenem Moment nicht nachdenken.
„Fliegt vor! Rief ich den beiden zu.
„Nein!" Draco sah mich ernst an und schüttelte den Kopf. Was hatte ich anderes erwartet? Niemals würde er mich freiwillig alleine lassen. Eine Liebe, die gefährlich werden konnte, für jeden von uns.
„Tut was ich euch sage! Wir müssen uns aufteilen!"
Sein sturer Blick durchbohrte mich, wieder schüttelte er den Kopf als Zeichen des Verneinen.
„Draco! Bitte" rief ich und wich einem weiteren Ast aus, haarscharf „Wir müssen uns aufteilen bevor er einen von uns ernsthaft verletzt. Vertrau mir."
Seine Miene verdüsterte sich sichtlich, doch dann nickte er schließlich, offenbar höchst widerwillig.
„Wir Drei sehen uns in zehn Minuten in Hogwarts! Wenn nicht, dann..-"
„Denk nicht mal an sowas" mischte George sich ein „Denk nicht mal ansatzweise daran!" - Er hatte recht gehabt. Ich durfte nicht von dem Schlechtesten ausgehen, musste meinen Kopf oben halten um der Sache zu entkommen. Lebend zu entkommen.
Ein weiterer Zauber verfehlte dieses mal George. Er zuckte zusammen und flog ein Stück nach unten. Und trotzdem flogen wir noch eine kleine Weile zusammen, dann teilten wir uns urplötzlich auf, nachdem Draco uns ein kaum sichtbares Handzeichen gegeben hatte. Es war perfekt gewesen, vermutlich hatten wir ihn getäuscht gehabt. Zumindest hoffe ich das. Nun war nur die Frage gewesen, wem von uns Dreien er folgen würde. Ich flog wieder nach oben über den Wald und sah mich um. Es war nichts zu sehen und außergewöhnlich still. Ob das ein gutes Zeichen gewesen war?
„Avada Kedavra!" Plötzlich tauchte jemand neben mir auf. Ich konnte die Person nicht erkennen, da sie einen schwarzen Mantel und eine ebenfalls schwarze Maske trug. Die vollkommene Dunkelheit ohne Gesicht. Natürlich. Es war keine Frage- Er gehörte zu Ihnen, den letzten, lebenden Anhängern von ihm.
Sofort wich ich aus, es war ziemlich knapp gewesen. Zu knapp. Es bedarf einiges an Konzentration, um mein Gleichgewicht halten zu können. Der Angriff hatte mich ein wenig aus der Fassung gebracht, kam zu überraschen. Doch schließlich schafft ich es.
Wenige Minuten später drehte ich mich um und rief;„Stupor!"
Auch mein Gegenüber wich allerdings gekonnt aus. Natürlich tat er das. Und so zog ich einige Kurven in der Luft mit der Hoffnung, ihn ein für alle Mal abzuhängen oder wenigstens seinen Zaubern auszuweichen.
„Expelliarmus" hörte ich als nächstes.
Doch diesmal traf der Zauber meinen Besen. Es knackte und ich konnte sehen, wie sich ein kleiner Riss bildete. Sofort wurde das fliegen um einiges schwerer. Zu meinem Glück jedoch war Hogwarts nicht mehr wirklich weit von uns entfernt.
Jetzt oder nie D/N; Ich zog erneute Kurven, mit großer Anstrengung, dann drehte ich mich um und rief „Septum Sempra!" Und dieses mal traf ich- Ich traf perfekt, zu meinem Glück. Mein Angreifer wurde bewusstlos und fiel langsam zu Boden. Endlich. Doch meine Freude hielt nicht wirklich lange an, denn ich hatte große Mühe gehabt mich weiter zu halten und wenigstens etwas vernünftig zu fliegen. Das letzte was jetzt passieren durfte; Ich durfte meine Nerven nicht verlieren. Das hätte mir in jener Situation noch gefehlt gehabt.
Zitternd streute ich auf das Tor zu und flog hindurch. Unten standen Draco und Geroge, doch ich konnte nicht anhalten, mein Besen reagierte einfach nicht. Er flog genau auf die Mauern zu. „Scheiße!" Hörte ich die Jungs hinter mir.
Meine Möglichkeiten zogen durch meinen Kopf; Aufprallen oder springen? Ich entschied mich dazu, zu springen. Langsam ließ ich mich vom Besen gleiten und hing nun unter ihm. Mit einer Hand hielt ich mich krampfhaft fest. Er ging dadurch tatsächlich ein wenig runter. Schätzungsweise waren es noch vier oder fünf Meter bis zum Boden. Zumindest konnte man springen, ohne dabei zu sterben. Höchstens würde man verletzt werden. Ich schloss die Augen und ließ los, kurz bevor mein Besen die Wand traf.
„Nein, D/N!" Hörte ich Malfoy's Stimme.
Dann wurde alles schwarz.
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Draco Malfoy- Der Junge der mich mehr liebte, als er zugab
RomanceWie weit wirst du für deine Liebe gehen..
