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Nach einigen Minuten löste er sich wieder von mir und hing seine Garderobe auf den Stuhl. Dann ging er zum Kleiderschrank hinüber und zog sich eine Jogginghose an und sein T-Shirt aus. Aus welchem Grund auch immer: Es war mir danach, ihn etwas zur provozieren. Vielleicht war es Langweile, vielleicht lag es auch einfach daran, dass ich ihn so sehr vermisst hatte. So zog ich langsam mein T-Shirt aus und schmiss es auf den Schreibtisch.Wenig später setzte ich mich zurück auf unser Bett. Draco zog eine Augenbraue nach oben und warf mir einen fragenden Blick zu als er sich umgedreht hatte.
„Was?" Lächelnd zuckte ich mit den Schultern „Mir ist nunmal warm."
„Dir ist warm?"
„Warm."
Mit einem Finger deutete er auf die Decke „War dir nicht vor ein paar Minuten noch kalt?"
„Gut möglich. Aber jetzt ist mir eben warm."
Er nickte bloß und setzte sich dann an den Schreibtisch, holte seine Sachen aus seiner Tasche und fing an etwas nieder zu schreiben.
„Was machst du da?"
„Hausaufgaben" nuschelte er und blätterte einige Seiten um „Haben eine Menge aufbekommen."
Das war nicht mein Plan gewesen. Also musste ein neuer Plan her- Ich lief leise zu ihm hinüber und legte meine Arme um seine nackten Schultern, dann küsste ich seinen Rücken entlang. Zärtlich.
„Was soll das werden?" Er ließ nicht von seinem Blatt Pergament ab. Und es nervte mich tierisch.
„Was meinst du?"
„Du weißt ganz genau was ich meine, Prinzessin." Ohne von seinem Pergament aufzusehen strich er meine Arme weg „Ich muss wirklich lernen."
„Also interessiert es dich gar nicht, dass ich dich einfach vermisst habe und deine Nähe will?" Das konnte nicht sein ernst gewesen sein. Was war los mit ihm? Wieso verhielt er sich so? Er wusste, dass mir Nähe wichtig war. Vor allem in meinem aktuellen Zustand bedeutete es mir mehr als sonst.
„Ich bin doch hier, ist das nicht Nähe genug?"
Wow- Er meinte es tatsächlich ernst. Klasse.
„Nein. Das ist nicht genug." Genervt verschränkte ich die Arme vor meiner Brust und blieb genau hinter ihm stehen- Wartend auf Beachtung.
Doch vermutlich konnte ich darauf lange warten;
„Schatz.." für einen kurzen Augenblick sah er zu mir auf „Was soll das? Sind das irgendwelche typischen Hormone deiner Schwangerschaft?"
Hormone?" Fuhr ich ihn an „Das Einzige was ich gerade möchte und brauche ist Liebe von meinem Mann. Jetzt und nicht erst in ein paar Minuten. Du weißt, dass mir das wichtig ist. Also sag mir; Was ist daran so schwer, mir Liebe und Nähe zu geben?"
„Die bekommst du doch, nachdem ich hier fertig bin." Er wandte sich wieder seinem Buch zu.
„Nachdem du fertig bist?" Spöttisch lachte ich „Ich erinnere mich daran, dass ich dir vor wenigen Sekunden gesagt habe, dass ich das jetzt brauche."
„Dann musst du dich wohl oder übel noch etwas gedulden." -Autsch.
„Und wenn ich das nicht will?"
Er atmete laut auf und schlug mit der Faust auf den Tisch „D/N! Kannst du bitte aufhören dich wie ein Kind zu benehmen, dich einfach aufs Bett setzen und irgendetwas machen, solange bis ich hier fertig bin?"
Das war es gewesen- Das war definitiv zu viel gewesen. Ich hatte keine Ahnung was mit ihm los war, doch es interessierte mich nach dieser Aussage auch nicht weiter. So schnappte ich mir mein T-Shirt und zog es mir über den Kopf, rutschte ich in meine Schuhe und öffnete die Tür; „Dann lern mal schön." Bevor er etwas antworten konnte knallte ich sie zu und lief durch den Gemeinschaftsraum hinaus auf den Schulhof. Alles was ich getagt brauchte war Ruhe. Vor ihm. Vor der Situation. Auch wenn ich wusste, dass ich momentan nicht gerade leicht gewesen war- Ihn Nachts oft wegen Hunger weckte, mehr Nähe verlangte und öfter anhänglich war, so wusste er dass es an meinen Hormonen lag. Und trotzdem verhielt er sich so? Wie ein Arsch?

„D/N!" Blaise tauchte plötzlich neben mir auf „Was machst du hier Draußen so alleine?"
„Luft holen" grummelte ich genervt. Der hatte mir gerade noch gefehlt gehabt. Ich wollte Ruhe. Niemanden der mich zusätzlich zuredete.
„Ist alles in Ordnung?" Er hielt mich am Arm fest sodass ich stehen blieb und zog mich zu einer Bank.
„Geht schon." Was wollte er von mir?
„Nein. So sieht es nicht aus. Rede mit mir." Warum interessierte er sich so plötzlich für mich?
„Blaise es ist-"
„Du redest jetzt mit mir"unterbrach er mich und sah dabei ziemlich ernst aus. Hatte ich eine Wahl?
„Draco. Wir hatten bloß eine kleine Auseinandersetzung.." stammelte ich schließlich „Ich wollte einfach Liebe und Aufmerksamkeit, er wollte lieber lernen. Vielleicht habe ich auch einfach übertrieben wegen meinem Hormonen. Es ist nur so; Ich habe ihn den ganzen Tag lang so vermisst und wollte bloß etwas mehr Zuneigung."
„Du hast nicht übertrieben, D/N. Ich kenne mich zwar nicht unbedingt mit Schwangerschaften und deren Symptomen aus, aber ich bin mir sicher, dass es nicht so einfach ist. Gerade in so einer Zeit sollte er doch eigentlich für dich da sein, ist es nicht so?" Er legte seine Hand auf mein Knie „Bist du dir sicher, dass er mit dir und dem Kind glücklich ist?"

Draco Malfoy- Der Junge der mich mehr liebte, als er zugab Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt