„D/N!" Hermine rannte durch den Gang der großen Halle, gefolgt von Harry, Tammas, Ron und Ginny, auf mich zu „Wie geht es dir? Wir haben uns alle solche Sorgen gemacht! Draco hat uns erzählt, was du durchmachen musstest und-"
„Nun lass sie doch erst einmal Luft holen" lachte Diggory und nahm mich in den Arm „Schön dich wieder bei uns zu haben, D/N. In alter Frische."
Auch Harry und Ginny fielen mir gefolgt von Ron um den Hals, bevor ich überhaupt realisieren konnte, was gerade genau geschah. Doch ich genoß es bei meinen Freunden zu sein und ihre besorgten Gesichter zu sehen- Das war mein zu Hause. Sie waren ein Teil meines zu Hauses gewesen.
„Wie geht es dir und wie geht es eurem Kind? Was genau ist passiert? Du musst uns unbedingt alles erzählen!" Ginny strich eine lose Haarsträhne hinter mein Ohr und lächelte mich schwach an bevor sie sich wieder zwischen Harry und Ron stellte.
„Das werde ich" lächelte ich „Aber dafür sollten wir uns erst einmal hinsetzen." Ich griff nach Malfoy's Hand und lief gemeinsam mit ihm zum Tisch.
Die anderen verteilten sich um uns herum und sahen mich, mit erwartungsvollen Gesichtern, an. Als könnten sie es kaum erwarten, alles zu erfahren.
„Um euch schon einmal zu beruhigen; D/N und unserem Kind geht es gut, zum unserem großen Glück" klärte mein Mann sie auf „Trotzdem sollte sie sich noch ein wenig schonen. D/N hat ziemlich viel durchgemacht in den letzten Stunden." Er gab mir einen Kuss auf den Hinterkopf und ich lehnte mich gegen ihn, dann fing ich an zu erzählen;
„Also gut, passt auf. Das Ganze war so.."
„Das..-" stammelte Ron, nachdem ich ihnen detailreich alles über den Überfall und die schlimmste Nacht meines Lebens erzählt hatte.
„Das ist grausam" beendete Potter seinen Satz und sah ziemlich fassungslos dabei aus- Kein Wunder. Würde mir jemand so etwas erzählen, wäre auch ich mehr als geschockt gewesen. So wie auch er es war.
Ginny schlug ihm auf die Schulter; „Etwas einfühlsamer bitte. Was deine beste Freundin durchgemacht hat ist..-"
„Was dein Freund sicherlich sagen wollte; Es ist schrecklich, was du die letzten Tage durchmachen musstest. Kaum in Worte zu fassen." Fiel Tammas ihr ins Wort und ich bemerkte, dass er kreidebleich gewesen war. Er wirkte nicht strahlend wie sonst, eher leblos und ziemlich fertig. Was war los?
„Aber immerhin geht es mir jetzt besser und ich bin wieder ganz ich selbst, ohne irgendwelche schwarze Magie. Achten wir doch auf das Positive.." ich warf Hermine einen strahlenden Blick zu „Und dafür muss ich dir danken. Ohne dich wäre das Ganze vermutlich niemals ans Licht gekommen und wahlmöglich hätte ich deshalb in einigen Wochen garnicht mehr hier bei euch gesessen.."
„Sag so etwas nicht!" Fuhr sie mich erschrocken an.
„Es ist aber so, Hermine. Ich verdanke dir sozusagen mein Leben. Und nicht nur meins, auch das von unserem Kind. Wenn du nicht gewesen wärst.."
„Halb so wild" unterbrach sie mich grinsend „Lernen und lesen bringt tatsächlich mehr als man denkt" sie rammte ihren Ellenbogen in Ron's Seite. Typisch, dass sie diesen Moment dafür ausnutzen musste.
Er sah erschrocken von seinem Teller auf und wurde augenblicklich rot.
„Wie auch immer. Auch ich muss dir danken" nuschelte Malfoy und legte meine Hand in seine um mit meinem Ehering zu spielen „Wenn du sie nicht in den Krankenflügel gebracht hättest- Ich will mir gar nicht ausmalen was dann passiert wäre. Allein der Gedanke daran meine Frau verlieren zu können durchbohrt mein Herz. Diese Frau ist mein Ein und Alles. Der Grund weshalb ich jeden Morgen mit einem Lächeln aufstehe und glücklich einschlafe."
Stille trat ein. Keiner von uns sagte etwas. Harry sah Ginny an und Ron legte seinen Arm um Hermine. Es schien mir, als würde ihnen auffallen, dass es ihnen mit ihren Freundinnen ähnlich ging. Tammas sah zu George hinüber, der einige Tische weiter gesessen und sich mit einigen Mitschülern unterhalten hatte. Er meidete uns- War mittlerweile jedoch mit Diggory zusammen was mich ziemlich stutzig machte. Hatte er nicht behauptet, dass er genau das nicht wollte? Doch es war nun einmal wie es war und ich konnte es nicht ändern- Wollte es nicht ändern. Das Wichtigste war, dass die beiden glücklich waren.
Ginny hob ihrem Becher an; „Auf unsere glücklichen Beziehungen und darauf, dass sie halten werden."
Alle stießen mit ihr an. Es war ein besonderer Moment gewesen, in denen uns allen einiges durch den Kopf ging. Das merkte man nicht nur an der Stille, die sich zwischen uns breit gemacht hatte; Die meisten von uns sahen nachdenklich und mit starrem Blick auf den Boden- So wie auch ich. Draco's Ansprache darüber, dass man den Menschen den man liebte nicht verlieren wollte hatte definitiv einiges in mir ausgelöst. Denn alleine die Vorstellung, dass ich ihn verlieren könnte brachte mich fast um den Verstand. Er war alles für mich und noch viel mehr. Ein Leben ohne ihn an meiner Seite schien mir mehr als nur unmöglich.
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Draco Malfoy- Der Junge der mich mehr liebte, als er zugab
RomanceWie weit wirst du für deine Liebe gehen..
