Es hatte einige Zeit gedauert bis ich mich wieder endgültig beruhigt und unter Kontrolle hatte. Wir standen die ganze Zeit, festumschlungen, vor der mittlerweile geschlossenen Zimmertür. Es benötigte nicht viel, nur seinen Herzschlag und seinen Geruch und es ging mir augenblicklich besser.
Langsam löste ich mich aus seinen Armen und taumelte schließlich auf unser Bett zu, um mich hinzusetzen. Er schmiss seine Jacke in eine Zimmerecke und setzte sich neben mich. Seine Hand lag auf meinem Bein als er vorsichtig fragte;„Prinzessin, was ist passiert?"
Ohne ihm irgendetwas zu antworten kramte ich in meiner Hosentasche und hielt ihm den Zettel vor die Nase, den mir Professorin Mcgonagall zurückgeben hatte kurz bevor ich ihr Büro verlassen hatte. Er nahm ihn mir vorsichtig aus meiner Hand. Dann trat Stille ein. Mein Blick ruhte auf dem Boden, doch aus dem Augenwinkel konnte ich deutlich wahrnehmen wie Draco den Zettel zerknüllte und ziemlich aufgebracht aussah. Dann sprang er auf, schlug gegen den Pfosten des Bettes und rief; „Verdammt."
„Lass es. Das bringt uns auch nicht wirklich weiter." Stammelte ich und spürte dabei, wie sein Blick auf mir lag, also sah ich zu ihm auf.
„Ich weiß.." nuschelte er kaum hörbar „Tut mir leid." Langsam stand ich auf und fing an die Sachen zurück zu räumen, die überall verteilt lagen. Das Zimmer sah aus wie ein Schlachtfeld. Und das war es in jenem Moment für mich gewesen; Ein Schlachtfeld an dessen ich all meine Wut ausließ.
„Lass mich dir helfen." Mein Freund beugte sich zu mir hinunter und hob ein paar Bücher auf, um sie anschließend zurück auf den Tisch zu räumen.
„Glaubst du- Glaubst du, es ist möglich?" Sprach ich die Frage aus, die mir schon die ganze Zeit auf der Seele gelegen hatte. Die mich bedrückt hatte.
„Ich weiß es nicht. Ich weiß nicht einmal, was ich überhaupt noch denken soll. Aber eines ist sicher; Wir müssen die Teile von hier wegbringen und verstecken. In Hogwarts sind sie nicht mehr sicher." Zustimmend nickte ich; „Das sollte ich dir noch mitteilen. Professorin Mcgonagall erwartet uns samt Hermine, Ron und Harry Morgen Früh in ihrem Büro. Wir werden eine Art Plan ausarbeiten um sie zu verstecken. Jedes einzelne Teil; Den Umhangfetzen, das einzig übrig gebliebene Stück vom Zauberstab und .." ich schluckte „Das einzige übrige Teil von Voldemort- Seine Rippe."
Der nächste Tag war angebrochen und wir standen in aller Frühe im Büro der Professorin, wie wir es besprochen hatten. Es war viel zu früh gewesen, um einen klaren Gedanken fassen zu können.
„Der Umhangfetzen ist bereits in sicheren Händen. Wortwörtlich-" erklärte uns Mcgonagall „Professor Dumbledore trägt ihn mit sich in seinem Siegelring. Dort wird man ihn am wenigsten vermuten und dort ist er vermutlich auch am sichersten. Nun zum letzten Stück des Zauberstabes. Wer von Ihnen erklärt sich freiwillig dazu bereit, ihn zum See der Elfen zu bringen?" Ohne zu zögern meldete ich mich und stupste Draco an. „In Ordnung, Mrs D/N/N und Mr Malfoy. Ab diesem Moment an ist dies allein ihre Aufgabe" sie überreichte uns das Teil, eingewickelt in einem Samttuch „Verwahren Sie es sicher. Sie werden heute Nachmittag gemeinsam mit George Weasley aufbrechen."
„Entschuldigen Sie Madame, sagten Sie gerade; Mit George Weasley?" Malfoy sah fassungslos und genervt zugleich aus.
Die Professorin nickte; „Sie haben richtig gehört. Ich lasse Sie alle nur in dreier Teams los und Mr Weasley scheint mir mehr als nur vertrauenswürdig zu sein."
Es bedarf noch einiges an Mühe, doch ich musste mir ein Lachen verkneifen. Mir war es an sich egal gewesen, doch Draco's Eifersucht machte ihm das Ganze noch schwerer als sowieso schon gewesen war. Es war kein Geheimnis gewesen, wie sehr er George Fabian Weasley momentan verabscheute.
„Nun zu ihnen Dreien. Sie werden Morgen die Rippe in die Mugglewelt bringen. Am besten verstecken sie es im Pica Deli Circus."
„Mitten in London? Mitten in der U-Bahn Station?" Fragte Hermine unglaubwürdig. Ihrer Mimik konnte man entziehen, dass sie dies nicht wirklich für eine gute Idee hielt. Dass sie etwas dagegen gehabt hatte.
„In der Tat."
„Ist das nicht etwas zu offensichtlich?" Ron sah Hermine an und schien ihrer Meinung zu sein.
„Da wird es am wenigsten erwartet. Es wäre einfach zu offensichtlich und zu einfach. Ein perfekt geeigneter Ort."
Harry stimmte ihr zu; „Professorin Mcgonagall hat Recht. Lasst es uns Morgen einfach so schnell wie möglich hinter uns bringen."
„In Ordnung. Dann wäre somit ja alles geklärt. Wenn ich mich recht erinnere haben Sie alle nun Unterricht. Hopp Hopp!"
„Wir sehen uns um vierzehn Uhr am großen Baum, Prinzessin." Draco gab mir einen Kuss auf die Stirn. Schmollend sah ich ihn an. Es war jedes mal aufs Neue eine Qual gewesen, getrennte Wege zu gehen. Auch wenn es nur für ein paar Stunden gewesen war.
„Was denn?" Fragte er und sah irritiert aus.
„Mh" ich schmollte weiter.
„Alles gut?"
Als Antwort schüttelte ich den Kopf.
„Was ist denn?"
„Küss mich!"
Er grinste.
„Küss mich!" Wiederholte ich mich, als er es immer noch nicht getan hatte, nachdem ich darum bat.
Malfoy kam auf mich zu und strich meine Haare auf die linke Seite, dann flüsterte er mir ins Ohr;
„Was, wenn ich dann nicht aufhören kann?"
Spielerisch biss ich mir auf die Lippe.
„Du willst es doch nicht etwa darauf anlegen, oder Prinzessin?"
Ohne im zu antworten nahm ich seinen Kopf in meine Hände und küsste ihn. Seine Hand fuhr zu meiner Taille. Wären wir nicht in aller Öffentlichkeit gewesen, dann wäre das Ganze intim geworden.
„Ich störe euch zwei Süßen ja wirklich nur ungerne" tauchte Tammas Stimme hinter uns auf „Aber D/N. Ich habe dich schon überall gesucht."
Schweren Herzens löste ich mich von Draco und sah Diggory an. Er strahlte wieder einmal, wie er es immer tat. Und wie immer war er gut gelaunt.
„Wir sehen uns dann später" Malfoy ging zu seinem bevorstehenden Unterricht.
„Guten Morgen Tammas" ich lächelte ihn an „Ich denke, wir sollten die Anderen einsammeln und dann gemeinsam zum Unterricht gehen."
„Das hört sich doch nach einem Plan an."
Wie er es immer tat, hielt er mir seinen Arm hin und so liefen wir durch die steinernen, endlosen Gänge.
„Lass das bloß nicht Draco sehen" kicherte Hermine als sie und Ron Händchen haltend neben uns auftauchten. Sie sahen glücklich zusammen aus.
„Oh, dass hat er bereits" antwortete ich ihr „Aber er hat keinerlei Probleme damit."
„Wie kommt das denn? Malfoy ist doch schon unbegründet eifersüchtig, wenn du bloß mit Harry unterwegs bist und der ist schließlich mit Ginny zusammen." Kam es von Ron.
„Das könnte daran liegen, dass ich auf Jungs stehe" erklärte sich Tammas wieder einmal.
„Oh-" Ron sah total baff aus. Hermine lächelte ihn an; „Wir werden uns wohl bestens verstehen!"
„Das hoffe ich sehr" auch er lächelte.
Wir kamen im Unterricht an und setzten uns auf unsere Plätze, die Stunde konnte beginnen.
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Draco Malfoy- Der Junge der mich mehr liebte, als er zugab
RomanceWie weit wirst du für deine Liebe gehen..
