Die nächsten Tage vergingen ziemlich ruhig, doch wir konnten unser Glück immer noch nicht fassen; Die Horkruxe waren dabei zerstört zu werden und so wurde Voldemort schließlich immer schwächer. Bis er irgendwann sterblich war, wie jeder normale Mensch. Das ganze verschaffte uns ein ungemeinen, riesigen Vorteil.
Die Todesser planten bereits seit Tagen ihren endgültigen Angriff an Hogwarts. Wir nahmen an jeder einzelnen Besprechung teil- Ohne Ausnahme. Natürlich, um unseren eigenen Plan dadurch zu präzisieren. Doch bei jeder Besprechung die es gab zerriss mein Herz in ein weiteres Teil. Die Pläne, Hogwarts zu zerstören, gefielen mir ganz und gar nicht. Ich hatte das Gefühl, dass ihre Vorschläge von mal zu mal brutaler und herzloser wurden. Wie konnte man nur daran denken so einen schönen Ort zu zerstören? Es war doch Draco's und mein Zuhause gewesen. Und nicht nur unseres; Auch das von Harry, Hermine, Ron, Ginny, Neville und das von tausenden anderen Schülern.
Der Kampf rückte immer näher was nicht nur an der Stimmung deutlich zu erkennen war, sondern auch an den verschiedensten Ideen, Änderungen und Verfeinerungen, die die Todesser an ihrem Plan vornahmen, jeden einzelnen Tag. Draco und ich schlugen uns teilweise die Nächte um die Ohren, um unseren Plan immer wieder dem anzupassen, den unsere Feinde hatten. Feinde mit denen wir unter einem Dach schliefen und aßen. Feinde mit denen wir unsere Zeit verbrachten. Feinde, die jede Sekunde um uns herum gewesen waren. Aber es durften einfach keine Fehler passieren. Nicht die kleinste Kleinigkeit durfte schief gehen. Alles musste perfekt laufen. So perfekt, als hätten wir es einstudiert gehabt. So perfekt, dass es nicht ein einziges Schlupfloch bei der Sache gab. Doch bis jetzt verliefen unsere Pläne ganz gut. Es gab nichts zu meckern und auch unser vorgetäuschte, böse Art verlief makellos. Wir funktionieren jeden Tag ein wenig besser. Niemand schien in irgendeiner Art und Weise Verdacht geschöpft zu haben.
Es war, wenn alles nach Plan lief, unser letzter gemeinsamer Abend vor dem Kampf gewesen. Auch, wenn es mir damit alles andere als gut ging ließ ich mir das keineswegs anmerken. Die letzten Stunden wollte ich in Ruhe mit Draco verbringen und sein Gedanke sah anscheinend ähnlich wie meiner aus;
Es war spät Abends, die letzten Sonnenstrahlen des Tages kitzelten uns wach. Wir hatten offensichtlich den ganzen Tag geschlafen gehabt, was nicht wirklich ein Wunder gewesen war, denn die Nächte davor kamen wir kaum zur Ruhe. Nicht eine Sekunde lang hatten wir geschlafen gehabt. In diesem Moment, als ich langsam wach wurde, schien alles harmonischer als es eigentlich hätte sein dürfen, nachdem was wir die letzten Tage alles durchgemacht hatten. Vorsichtig öffnete ich meine Augen, setzte mich gerade auf und blinzelte ein paar mal. Ich war noch nicht ganz wach, da spürte ich schon einen Blick auf mir denn ich nur all zu sehr liebte; „Guten Morgen, Prinzessin. Hast du gut geschlafen?" Draco sah mich verschlafen an und gähnte herzhaft. Sofort musste ich lächeln. Er sah einfach zu gut aus; Seine hellblonden Haare verwuschelt. Seine hellgrauen Augen strahlend. Seine Haut blass und makellos. Seine rosa Lippen locker aufeinander liegend mit einem kleinen, frechen Grinsen belegt. Sein nackter, freier, trainierter Oberkörper war sichtbar bis zu seiner V-Linie. Die letzten Sonnenstrahlen fielen auf ihn und ließen ihn noch besser aussehen als er es sowieso schon tat. Und er sah verdammt gut aus.
„Den Umständen entsprechend und du?"
„Auch nicht viel besser. Steht heute eigentlich etwas an, der letzte Feinschliff oder Ähnliches?"
„Nicht, dass ich wüsste." Stellte ich fest.
„Perfekt" er zog mich an sich und nahm mich in seinen Arm „Dann kann der Morgen ja entspannt beginnen, indem wir einfach kuscheln."
Etwas was ich so sehr liebte. Meinen Kopf auf seiner Brust. Sein Herzschlag in meinem Ohr. Sein Geruch in meiner Nase. Es gab nichts schöneres auf der Welt. So sollte meine Zukunft aussehen. Eine ganze Weile blieben wir so liegen. Es war so entspannt und nichts hätte in diesem Moment schöner sein können als das. Bis auf- Mein Magen grummelt leicht.
„Hunger?" Fragte er mich, etwas belustigt.
„Ein wenig vielleicht."
Schweren Herzens löste ich mich nach einigen Minuten wieder aus seinen Armen und setzte mich erneut auf während ich meine Augen rieb.
„Ich werde uns dann mal etwas zu frühstücken holen" er sah aus dem Fenster nach Draußen
„Oder besser gesagt, zum Abendessen." Malfoy stand auf und zog sich ein T-shirt über. Bevor er los ging kam er noch einmal auf mich zu und küsste mich liebevoll und zugleich aggressiv.
„Ich liebe dich, D/N. Und das werde ich immer tun."
„Ich dich auch."
„Versprichst du es mir?" Er sah mir tief in die Augen, wartend auf eine Antwort.
„Ja, dass verspreche ich dir."
Er lächelte zufrieden, dann stapfte er los. Aufatmend ließ ich mich auf seine Seite des Bettes fallen um mich noch einmal hinzulegen und für einen kurzen Moment meine Augen zuschließen. Doch ich schoss direkt wieder in die Höhe, denn als mein Kopf auf sein Kopfkissen traf spürte ich etwas ziemlich hartes darunter liegen. Meine Hand schob sich automatisch darunter, um den Gegenstand ans Licht zu holen. Es war ein schwarzes Notizbuch gewesen und so sehr ich mich auch dagegen wehren wollte, meine Neugierde war geweckt gewesen. Nach längerem zögern schlug ich das Buch letztendlich doch auf.
Auf den ersten Seiten fand ich nur ein paar Kritzeleien. Vermutlich besaß Draco das Buch schon länger und es war einfach Gekritzel aus dem Unterricht. Ich blättere weiter. Das Buch zeigte ein paar Zeichnungen die sich hin und her bewegten;
Von dem großen Baum aus Hogwarts, einem Quidditchspiel und einem Zaubertrank. Dadurch war ich mir endgültig sicher gewesen, dass es schon etwas älter gewesen war. Denn im dritten Jahr hatte er Harry so eine ähnliche Zeichnung zukommen lassen; Sie zeigte Potter wie er während eines Spiels vom Ball getroffen wurde und bewusstlos auf dem Quiddetchfeld gelegen hatte.
In der Mitte des Buches fand ich schließlich nicht nur ein paar Notizen sondern einen ganzen Text,
der sich über mehr als nur eine Seite zog. Ich wollte es nicht lesen. Es war seine Privatsphäre gewesen und vielleicht standen da Sachen drin, die ich gar nicht erst wissen wollte. Doch ich musste es einfach tun. Die Neugierde siegte.
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Draco Malfoy- Der Junge der mich mehr liebte, als er zugab
RomanceWie weit wirst du für deine Liebe gehen..
