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"Können Sie schon sagen was passiert ist?"

Dumbledore marschierte mit den Händen hinter dem Rücken verschränkt vor dem Krankenbett hin und her.

"Bis jetzt weiß ich nur, das Sie schwer gestürzt sein muss, denn Sie hat einige Knochenbrüche und vermutlich eine starke Gehirnerschütterung."

Die Oberschwester beugte sich über Ihre Patientin und tauschte den Lappen aus, den Sie über die Stirn ausgebreitet hatte. Das Blut war mittlerweile getrocknet und ein strahlend weißer Verband umrahmte Ihren Kopf.

"Halten Sie es für möglich, das Sie gestoßen wurde?"

Überrascht blickte Dumbledore zu Snape, der die ganze Zeit über schweigend in der Ecke gestanden hatte.

"Wie kommen Sie zu der Annahme, Severus?"

Er zuckte mit den Schultern und faltete die Hände, die er unter seinem Mantel versteckte, vor der Brust.

"Wenn ich recht sehe, besitzt die junge Dame zwei gesunde Augen und wie oft kommt es vor, das jemand die riesige Treppe übersieht, geschweige denn herunter fällt?"

Nachdenklich kratzte sich der Schulleiter seinen Bart und blickte Hilfesuchend zu Poppy.

"Ich kann leider nur sagen, was ich anhand der Verletzungen sehen kann. Beides wäre möglich."

Dumbledore nickte Ihr dankend zu und lies sich neben dem Krankenbett nieder.

"Wie lange wird Sie schlafen?"

Die Oberschwester trat näher heran und blickte mit prüfenden Blick über den geschundenen Körper.

"Hoffen wir für Sie, das Sie lange schlafen kann. Die Schmerzen, während die Knochen heilen, wären sonst unerträglich."

Snape starrte immer noch stumm in Richtung Bett und hatte Mühe, den Blick abzuwenden.

"Haben Sie Ihren Zauberstab gefunden?"

Poppy's Frage Riss ihn aus seiner Starre.

"In Ihrer Nähe lag nichts auf der Treppe. Trägt Sie ihn nicht in Ihrem Mantel?"

Kopfschüttelnd überprüfte die Hexe noch einmal alle Taschen, fand jedoch nichts.

"Severus, ich möchte, das du ein Auge auf Sie hast. Wir müssen herausfinden was passiert ist. "

Er riss die Augen auf.

"Warum ausgerechnet ich?"

Empört stützte er die Hände in die Hüfte und funkelte Dumbledore aus dunklen Augen an.

"Weil Sie zu deinem Haus gehört und du Sie gefunden hast!"

Die Stimme des alten Mannes wurde lauter und der griesgrämige Hauslehrer von Slytherin wusste, wie ernst es nun war und verkniff sich den gehässigen Kommentar.
Stattdessen stöhnte er einmal auf und Rieb sich über den Nasenrücken.

"Ich werde mich nun mit Minerva beraten und werde später noch einmal nach Ihr sehen. Der Unterricht wird wohl erstmal ausfallen müssen."

Er ging mit einem Dankbaren Blick an Poppy vorbei, legte ihr kurz eine Hand auf die Schulter und ließ den noch immer fassungslosen Snape mitten im Raum stehen.

"Ich habe Sie im Auge, Severus!"

Mit einer eindeutigen Handbewegung, unterstrich die Hexe Ihre Drohung und verließ dann für einige Augenblicke den Raum.

Er trat ein Stück näher an das Bett heran, stützte sich am Fußende ab und legte den Kopf in den Nacken.

"Wenn Sie wüssten, in welche Situation Sie mich mit Ihrer Tollpatschigkeit gebracht haben. Jetzt spiele ich auch noch Babysitter."

Ein quengeln entfloh aus Ihrem Mund und erschrocken trat er noch ein Stück näher an Sie heran.

"Sie kommen.."

Severus musste mit seinem Ohr fast ganz an ihr Gesicht herantreten, um zu verstehen, was sie da herauspresste.

"Sie haben mich gefunden..."

"Was soll das werden, Severus?"

Die Stimme von Poppy übertönte das Geflüster der jungen Professorin.

"Seien Sie mal Still! Miss Thompson redet!"

Die Oberschwester  stellte das Tablett mit einigen Violen auf einen Tisch ab, eilte zum Bett und stieß den angestrengt lauschenden Professor unsanft zur Seite. Sie hielt ebenfalls Ihr Ohr, nur wenige Zentimeter über die Lippen und kniff die Augen zusammen.

"..ist..tot..."

Erschrocken hob Poppy den Kopf und blickte nun zu Snape, dessen Blick förmlich zu funkeln schien.

"Sie scheint zu Träumen. Eine häufige Nebenwirkung des Heiltrankes."

Das Gesicht der schlafenden verzog sich schmerzerfüllt und einige Schweißperlen bildeten sich auf Ihrer Stirn.

"Können Sie ihr nicht helfen? Sie sieht nicht unbedingt entspannt aus."

Mit hochgezogener Augenbraue ging Sie zurück zu Ihren Tränken, drehte die Violen herum, bis Sie die richtige gefunden zu haben schien und kehrte zurück ans Krankenbett.

"Seit wann interessieren Sie sich für das Wohl der anderen?"

Ihre Stimme klang ernst und während Sie die blaue Flüssigkeit mit etwas Mühe in den leicht geöffneten Mund kippte, verließ Severus schnaubend und mit schnellen Schritten den Krankenflügel.

Better in Black  ( Part 1 )Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt