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Maisie hatte sichtlich Mühe, den Mann, der nun im Türrahmen erschienen war, nicht anzustarren, denn er war so riesig, das er sich bücken musste, um hindurch zu passen.
Überrascht über den Besuch, blickte er abwechselnd auf Luna und dann auf Mai.

"Ich bringe dir eine neue Freundin mit, Hagrid. Ihr Name ist Maisie."

Der Halbriese trat noch einen Schritt aus seiner Hütte heraus und betrachtete die junge Dame genauer, ging dann ein Stück in die Hocke und schüttelte Ihr so kräftig die Hand, dass Luna Sorge hatte, er würde die zierliche Person gleich durch ganz Hogwarts schleudern.

"Dann also, Willkommen in Hogwarts!"

Mai war froh, das Sie so herzlich aufgenommen wurde und strahlte über das ganze Gesicht.

"Könne wir zu Seidenschnabel?", bettelte Luna und sah Hagrid mit ihren großen runden, blauen Augen an.

"Natürlich, er vermisst dich sicherlich schon."

Zu dritt stiefelten Sie ein Stück in den finsteren Wald hinein und erst als sie an einer großen Lichtung angekommen waren, blieb Hagrid abrupt stehen und bedeutete uns, hinter ihm stehen zu bleiben. Er trat nun alleine auf die freie Fläche und blickte mit schützender Hand vor den Augen in den Himmel, griff in seinen Beutel und stieß mit einer Pfeife einen so hohen Ton aus, dass er für niemanden mehr hörbar war.

"Was ist Seidenschnabel für ein Wesen?"

Luna wandte den Blick von Hagrid ab und blickte amüsiert in Maisis Gesicht.

"Ein Hippogreif.", flüsterte Sie und blickte wieder zurück auf die Lichtung.

"Ein Hippogreif?"

Sie trat panisch einen Schritt zurück und starrte Luna verständnislos an, während der Wildhüter ein totes Frettchen von seinem Gürtel zog und damit in der Luft herum wedelte. Bevor Mai reagieren konnte, legte sich ein gewaltiger Schatten über die Gruppe und mit einem enormen Luftstoß, senkte sich ein majestätische Tier unweit von Hagrid ab und schnaubte laut auf.

"Fang mein Junge!"

Das Frettchen landete in seinem Schnabel und mit zufriedener Miene wurde es innerhalb weniger Augenblicke verschlungen.

"Ihr könnt nun näher treten!"

Luna war nun nicht mehr zu halten und ging erst mit schnellen Schritten, dann immer langsamer auf das Tier zu und streckte vorsichtig die Hand nach ihm aus.
Der Kopf stieß gegen ihre Handfläche und stupste Sie förmlich an, bis Sie ihn endlich den Kopf kraulte.

"Komm doch rüber."

Mai haderte mit sich und trat nur zögerlich ein Stück vor, doch Luna griff nach ihrer Hand und  zog sie so dicht heran, das sie den Atem des Greifes in ihrem Gesicht spüren konnte.
Wie in Zeitlupe hob Sie die Hand und berührte mit zusammengekniffenen Augen die Stelle, an der Eben noch Lunas Finger gelegen hatten.

Die Federn fühlten sich viel weicher an, als Sie erwartet hatte und Sie griff noch ein bisschen beherzter zu.

"Er ist ganz zahm.", hauchte Sie und strich nun leicht über den Bereich, kurz über der Nase.

"Er mag dich sehr."

Hagrid stemmte die Hände in die Hüfte und beobachtete die Szene amüsiert und tauschte vielsagende Blicke mit Luna aus, als Mai garnicht mehr von Seidenschnabel ablassen wollte.

"Es wird langsam dunkel und es ist Zeit für das Abendessen!"

Als würde Sie aus einer anderen Welt erwachen, trat die Hexe einen Schritt zurück und blickte nun mit etwas Abstand in die glänzenden Augen und es schien, als würden die beiden miteinander Kommunizieren.
Nur schwer konnte Sie sich lösen, folgte Luna schließlich doch, jedoch nicht ohne noch einen Blick zurück zu werfen.

"Ihr seit ja schon richtig gute Freunde!"

Luna stieß ihr vergnügt in die Seite und die beiden brachen in Gelächter aus.

"Wirst du morgen schon deinen ersten Unterricht geben?"

Bestätigend zog Mia ihren Stundenplan aus der Manteltasche und hielt ihn ihrer Kollegin unter die Nase.

"Direkt mit Slytherin und Gryffindor. Du arme."

"So schlimm?"

"Die Slytherins sind fast alle wie Ihr Hauslehrer Severus Snape."

Mai's Blick schnellte zur Seite.

"Was ist er für ein Mensch? Albus und McGonagall erwähnten Ihn kurz, sind aber nicht weiter darauf eingegangen."

Luna kniff die Lippen zusammen und suchte nach den richtigen Worten.

"Du solltest dir am besten selbst ein Bild von ihm machen. Aber keine Sorge, du bist nun eine Slytherin."

Sie zwinkerte Ihr zu und endlich betraten Sie durch das schwere Eingangstor das Schloss und gingen ohne weitere Umwege zur großen Halle, um das Abendessen bloß nicht zu verpassen, denn die frische Luft hatte die beiden Junghexen hungrig gemacht.
Am Lehrertisch trennten sich Ihre Wege und mit einem freundlichen Nicken, begrüßte Maisie die restlichen Professoren und ließ sich neben McGonagoll auf Ihren Stuhl nieder, während diese bereits die Hälfte Ihres Tellers verspeist hatte.

Die Geräuschkulisse war wie bereits beim Mittagessen recht hoch, doch als sich die hohe Tür zum Saal mit einem quietschen öffnete und eine große, schwarze Gestalt mit schnellen Schritten und flatterndem Umhang durch die Reihen schritt, wurde es schlagartig Still im Saal und nur wenige Schüler wagten es, aufgeregt zu tuscheln.

Better in Black  ( Part 1 )Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt