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Ein heftiges Klopfen, holte Severus Snape aus seinem leichten Schlaf und mit Müden Augen trat er an die Tür, bereit den Störenfried die Meinung zu sagen, doch als er das blasse Gesicht von Sienna Clarke vor sich erblickte, hielt er inne.

,,Was machen Sie hier? Es ist verdammt früh!"

Sie warf einen Blick auf die große Standuhr und zuckte mit den Schultern.

,,Ich habe sowieso nicht geschlafen."

Der Professor zog eine Augenbraue in die Höhe.

,,Sie vielleicht nicht."

Ungeduldig wippte Sie auf den Zehenspitzen hin und her und wartete auf Reaktion.

,,Kommen Sie rein."

Er öffnete die Tür ein Stück weiter und während die blonde Frau neugierig in das Büro eintrat, rieb er sich erneut die Augen.
Erst als Sie erneut einen Blick auf Ihn warf, bemerkte Sienna, dass Sie Ihn zum ersten Mal ohne seine schwarze Robe gesehen hatte.

Er zog sich stumm zurück und Sie blickte durch das geräumige Büro. Aus irgendeinem Grund, hatte Sie sich seine Einrichtung genauso vorgestellt, wie Sie jetzt hier vor Ihr lag.

,,Sie sehen überrascht aus."

Er stand direkt hinter ihr und erschrocken wirbelte Sie herum und musste den Kopf in den Nacken legen, um in sein Gesicht zu blicken.

,,Eigentlich überhaupt nicht."

Ihr Blick wanderte an Ihm herunter und ruhte auf seiner schwarzen Robe, die er in aller Eile übergeworfen haben musste und von der einige Knöpfe in der falschen Position geknöpft waren.

,,Obwohl, darüber, bin ich überrascht!"

Sie deutete auf die Knopfleiste und sein Blick folgte Ihren Fingern.
Ein leichtes Lächeln huschte über Sein Gesicht und Sienna blickte Ihn verschmitzt an.
Zur Antwort erhielt Sie nur eine Verständnislose Augenbewegungen.

,,Sie sollten öfters mal Lächeln. Vielleicht wirken Sie dann weniger Angsteinflößend."

Seine Augenbraue zuckte in die Höhe.

,,Ich wirke Angsteinflößend?"

Unschuldig zuckte Sienna mit den Schultern und Ihr Blick ruhte erneut auf der unsauber geknöpften Robe. Sie hatte das Gefühl, dass er Sie durch Ihre Schicksale ein Stück weit näher an Sich heran ließ, denn er wirkte seit dem vorherigen Abend offener und fast schon wie ein Vertrauter. Doch seine Mauer, die Ihn vor jeglicher Verletzung schützen sollte, war noch immer massiv.

Snape fummelte in seiner Innentasche nach seinem Zauberstab, musste aber seufzend feststellen, dass dieser sich nicht an Ort und Stelle befand und begann, mit müden Augen an den Knöpfen herumzufummeln. Seine Finger zitterten und bereits als er Ihr die Tür geöffnet hatte, stach Ihr der Geruch von Alkohol entgegen.

Erfolglos versuchte er, die Knöpfe in die Ösen einzuführen, doch scheiterte kläglich. Genervt ließ er von Ihnen ab und blickte mit leeren Blick auf Sie hinab.

,,Darf ich?"

Er hob beide Hände in die Höhe und starrte in Richtung Decke. Kopfschüttelnd griff Sie nach dem festen Stoff und begann, jeden Knopf an seine ursprüngliche Position zu bringen.
Sie zweifelte an seinem plötzlichen Wandel.
Lag es am Alkohol, dass er Sie an sich heran lies, sich wie ein verletzlicher Mensch verhielt, oder bemerkte er endlich, dass er nicht der einzige mit einer beschissenen Vergangenheit auf dieser Welt war?

Auch nachdem Sie Ihre Arbeit bereits beendet hatte, blickte Sie weiter zu Boden und versuchte Ihre Gedanken zu sortieren, sich klar zu werden, in wie weit Sie ihm vertrauen konnte und wie viel Sie von sich selbst preisgeben konnte, ohne erneut enttäuscht zu werden.

Better in Black  ( Part 1 )Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt