64.) " eine ungewöhnliche Entdeckung "

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(Jakes Sicht)

Gleich nach dem Frühstück verließen wir das Haus zu einem langen Spaziergang. Der Wald war immer noch nass von dem Sturm, der erst in der letzten Nacht aufgehört hatte. Wir wanderten ziellos herum und ich beobachtete, wie das wenige Licht, dass durch die Baumkronen fiel, sich in Nessies Haaren brach.

Sie bemerkte meinen Blick und lächelte mich liebevoll an. Ich verlor mich im Anblick ihrer strahlenden Augen und hätte am liebsten laut aufgelacht vor Freude darüber, dass dieses wundervolle Wesen mich liebte. Sanft legte ich meinen Arm um ihre schmalen Hüften und zog sie enger an mich.

„Also, was genau habt ihr beiden denn heute mit mir vor?", fragte sie und sah kurz nach Bryan, der vor uns durch das Gebüsch lief. Kurz stellte sie seine Leine fest, damit er nicht zu weit abhauen konnte, und sah mich dann wieder mit ihren wunderschönen Augen an.

„Alles, was du willst.", antwortete ich leichthin und lächelte sie an.

„Du darfst dir wünschen, was immer du willst. Heute Mittag werde ich für dich kochen und dann bringen wir Bryan am Abend zu Sam und Emily und fahren in die Stadt.", erklärte ich und freute mich schon darauf, ihr Gesicht zu sehen, wenn sie erfuhr, was uns dort erwartete.

„Das klingt ganz nach meinem Geschmack.", sagte sie und küsste mich kurz. In diesem Moment hätte ich sie am liebsten an mich gerissen. Schon die kleinste Berührung von ihr reichte aus, um mich wahnsinnig zu machen, nach ihrem Körper.

„Hey, lass uns mal nach unserem Haus schauen!", rief sie plötzlich begeistert und schlug einen anderen Weg durch den Wald ein. Ich folgte ihr nickend und beugte mich zu einem flüchtigen Kuss auf ihr weiches Haar hinunter. Sie schmiegte sich an mich und seufzte kaum hörbar.

„Was ist?", fragte ich, denn ich konnte deutlich spüren, dass sie bedrückt war, sie hob den Kopf und lächelte mich entschuldigend an.

„Ich dachte nur gerade, wie schade es ist, dass wir nur zwei Wochen hier bleiben.", antwortete sie und bog in die lange Einfahrt zu unserer ehemaligen Heimat ein. Ich schwieg, denn ich wusste nichts darauf zu erwidern. Schon als sie heute Morgen gesagt hatte, dass sie für immer mit mir hier bleiben wollte, hatte es mir beinahe die Sprache verschlagen. Wie gern ich es doch wollte, wie gern ich sie einfach für immer an mich binden würde. Ein paar Worte würden genügen, doch jetzt war noch nicht der richtige Zeitpunkt. Sie war noch viel zu jung und wir waren gerade in eine neue Stadt gezogen, hatten einen neuen Abschnitt begonnen in unserer Beziehung.

Und außerdem hatten wir ja noch die Ewigkeit für uns.

Nessie blieb abrupt neben mir stehen und im selben Moment wusste ich, was sie ins stocken brachte. Wir hatten unser Haus fast erreicht, als uns der leichte Vampirgestank in die Nase wehte. Schnell zog ich sie beschützend an mich und sie rief Bryan leise zu sich.

„Was ist hier los?", wollte sie leise wissen und ich konnte die Angst in ihrer Stimme hören. Ich konzentrierte mich und atmete noch einmal tief ein.

„Ich bin mir nicht sicher.", murmelte ich schließlich und sah in den Wald hinein, da das schwer schlagende Geräusch von Pfoten auf uns zukam. Kurz darauf stand auch schon Seth in Wolfsgestalt vor uns. Nessie entspannte sich augenblicklich, als er sie vorsichtig mit der Schnauze anstupste.

„Schon etwas länger her, oder?", vermutete ich und er nickte langsam.

„Weiß Sam schon davon?", fragte ich und wieder nickte er. Nun entspannte auch ich mich. Es schien keine akute Bedrohung zu sein, doch es machte mich schon etwas nervös, dass vor kurzem ein fremder Vampir in der Nähe unseres alten Hauses war. An seiner Haltung bemerkte ich, dass Seth auf einem normalen Rundgang hier oben war und ihn nicht der Geruch hierher geführt hatte. Er nickte uns zu und deutete dann mit den Kopf in Richtung La Push.

Biss - die nächste GenerationGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt