Renesmees Sicht
Ich hörte, wie Jake hinaus auf den Balkon ging und dann auf den Rasen hinuter sprang. Ich lauschte noch seinen Schritten, als er in den Wald rannte und einen Bogen um das Haus machte, dann wandte ich mich wieder meinem Kleiderschrank zu. Ohne Eile suchte ich mir heraus, was ich tragen wollte, denn Jake würde so bald nicht zurück sein. Schließlich musste er sich noch ein Alibi überlegen und dann musste er es damit an meinem Dad vorbei schaffen. Nicht umsonst hatten wir beide versucht, so wenig wie Möglich zu denken und so leise wie Möglich zu sein.
Als ich fertig war, ging ich wieder in mein Badezimmer und föhnte meine Haare. Ich ließ sie offen und hielt sie nur mit einem Haarband aus meinem Gesicht.
Dann setzte ich mich an meinen Schreibtisch und checkte meine E-Mails. Wie ich es mir gedacht hatte, erwartete mich eine Mail von Opa Charlie. Sie war ziemlich lang und beim Gedanken daran, wie er sie schrieb, eine Taste nach der anderen suchend, musste ich lächeln. Es war schon ein ganzes Stück Arbeit gewesen, ihm den Umgang mir dem Laptop beizubringen, doch er wollte unbedingt mit uns in Kontakt bleiben und strengte sich wirklich an, die neue Technik zu verstehen. Und vor ein paar Monaten erst hatte er erfolgreich sein erstes Videotelefonat geführt.
Ich machte mich sofort an die Arbeit, berichtete ihm über unsere Ankunft und beantwortete seine Fragen. Als ich damit fertig war, schickte ich die Mail ab und klappte den Laptop wieder zu. Im selben Moment klopfte es an der Tür.
„Herein!", rief ich und war schon sicher, wer vor der Tür wartete. Erfreut wandte ich mich mit meinem Bürostuhl um, doch statt Jake betrat meine Mutter das Zimmer.
„Oh, hi Mom.", sagte ich und mir wurde etwas unwohl. Ich konnte mir schon denken, warum sie hier war, aber ich hütete mich natürlich, anzufangen, als sie ins Zimmer kam.
Sie setzte sich auf mein Bett und klopfte auf dem Platz neben sich.
„Schatz ich .... Ich möchte mit dir reden, ich denke, du weißt, warum.", begann sie.
„Ja.", sagte ich leise und setzte mich neben sie. „Über ...... mich und Jake."
„Ja.", murmelte sie und senkte den Blick. Ich hätte wetten können, wenn es irgendwie möglich wäre, wäre sie rot geworden.
„Liebling, ich weiß, wie sehr du ihn liebst und ich vertraue Jake auch wirklich aber .... Ich möchte trotzdem dass du ... na ja du weißt schon ... vorsichtig bist."
„Mom, so ... ist es noch nicht ... zwischen uns.", stotterte ich verlegen und wünschte mir, sie würde dieses Gespräch einfach sein lassen.
„Glaub mir, so etwas geht schneller, als du denkst.", murmelte sie und sah mich bittend an.
„Versprich mir einfach, dass du .... auf dich aufpasst okay?", fragte sie dann und legte mir einen Arm um die Schultern.
„Versprochen Mom.", antwortete ich und lächelte sie an.
Sie erwiderte mein Lächeln und drückte meine Hand. Dann wollte sie aufstehen, doch ich hielt sie fest.
„Mom?", fragte ich zaghaft und gab mir dann einen Ruck.
„Ja?"
„Könnte Jake .... heute bei mir schlafen?", bat ich dann und sah sie flehend an, denn wenigstens einen schönen Augang sollte das Gespräch haben.
Sie sah mich nachdenklich an und ich spürte, wie ich langsam rot wurde.
„Wir werden nichts Schlimmes tun, ich verspreche es. Es ist nur .... ich möchte ihn bei mir haben .... nur für eine Nacht. Bitte." Gegen Ende des Satzes wurde meine Stimme immer leiser, bis ich schließlich nur noch flüsterte.
Nach einer unendlich langen Minute gab meine Mutter schließlich nach.
„Also gut.", sagte sie und stand dann auf.
„Danke Mom, du bist die beste!!", rief ich und drückte sie.
„Ich weiß.", kicherte sie und wuschelte mir durch das Haar. Dann sah sie mich lächelnd an und ging wieder, jedoch nicht, ohne mich noch einmal versprechen, auf mich acht zu geben.
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Als Jake nach einiger Zeit wieder in mein Zimmer kam, war er noch in einem Stück und somit heil an meinen Eltern vorbei gekommen. Und er brachte er uns Pizza mit, die Esme für uns frisch gebacken hatte. Das konnte sie wirklich gut, denn es schmeckte tausendmal besser, als von einem Lieferservice.
Während wir aßen, hatten wir es uns auf meinem Bett bequem gemacht und sahen nebenbei etwas fern. Jake hatte wie immer mit den Augen gerollt, als ich darauf bestand, statt irgendeinem Baseballspiel eine Soap zu gucken. Aber ich sah nicht ein, wieso ich eine Folge verpassen sollte.
„Du kannst übrigens heute hier bleiben.", sagte ich leise, als er wegen des verpassten Spiels schmollte. Ich versuchte, es beiläufig klingen zu lassen, doch durch das Schmunzeln auf meinen Lippen gelang mir das nicht.
„Was soll das bedeuten?", wollte er wissen und hatte vor lauter erstaunen noch etwas Käse am Mundwinkel.
„Na, du kannst heute bei mir schlafen. Ich habe meine Mom schon gefragt und sie hatte nichts dagegen. Freust du dich?", fragte ich vorsichtig und lächelte kurz darauf, als sich ein breites Grinsen auf seinem Gesicht zeigte.
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Biss - die nächste Generation
FanfictionIn dieser Geschichte geht es um Renesmee und Jacob. Nessie ist mittlerweile schon fast Erwachsen. Früher war Jake für sie wie ein Bruder und ein bester Freund. Doch mittlerweile Empfindet sie doch mehr als nur brüderliche liebe für ihn. Wenn ihr...
