86.) " Nähe und ein Plan "

110 2 0
                                        

(Renesmees Sicht)

„Alles okay?", fragte Jake, als ich ihm Bryan gab und er sich in meinem Zimmer auf das Bett setzte. Ich nickte nur.

„Ich ... brauche einen Moment alleine ...... eine Dusche.", murmelte ich und Jake nickte.

„Okay, ich bin hier und pass auf den Kleinen auf.", sagte er sanft und ich sah die Liebe in seinen dunklen Augen, als er mich ansah. Ich nickte nur und ging ins Badezimmer, wo ich so schnell wie möglich aus meiner Kleidung schlüpfte. Lange stand ich einfach nur unter dem heißen Strahl der Dusche und ließ die Wassertropfen meine Demütigung wegwaschen und meinen angespannten Körper lockern.

Als ich wieder in mein Zimmer kam, nur mit einem Bademantel bekleidet, sah ich Jake, der ausgestreckt auf meinem Bett lag. Er hatte sich sein Hemd abgestreift und sah auf, denn er hatte Bryan dabei beobachtet, wie er auf dem Boden mit seinen Spielzeugen kabbelte. Jake sagte nichts, als ich mich in seine Arme schmiegte und die Beine anzog, mich zu einer Kugel zusammenrollte.

„Etwas besser?", fragte er zögerlich und streichelte mein nasses Haar, als ich nickte. Er hielt mich eine Zeit lang still in seinen Armen und ich lauschte dem gleichmäßigen Schlagen seines Herzens, bis sich die Matratze ein wenig bewegte und ich ein leises Winseln hörte. Ich öffnete meine Augen gerade, als Jake seinen Arm auf das Kissen legte, damit Bryan mich sehen konnte. Er sah mich lange an, dann kam er mit gesenktem Kopf näher und stupste mit seiner kalten Nase an meine Wange. Ich lächelte leicht und zog ihn vorsichtig zu mir. Er legte sich auf Jakes Brust und ließ seinen Kopf in meiner Halsbeuge ruhen.

Ich seufzte leise, als ich ihn beobachtete und mir bewusst wurde, wie viel ich jetzt zu verlieren hatte.

„Es ist schon richtig, dass wir nicht kämpfen.", murmelte ich leise und streichelte Bryans Kopf, der mir ins Ohr schnaufte.

„Ihm würde schon nichts passieren.", sagte Jake und legte seinen Arm wieder auf meine Schulter. Wieder einmal wusste er genau, was ich dachte und ich ahnte, dass ihm das gleiche durch den Kopf gehen musste.

„Das kannst du nicht wissen.", bemerkte ich ernst und er musste mir zustimmen.

„Trotzdem würde ich diesem Schwein gern eins reinwürgen.", knurrte er und ich nickte. Ich konnte mir denken, was er fühlte, denn mir ging es nicht anders. Mich fröstelte, als ich versuchte, die Gedanken daran zu verscheuchen, was Alan mit diesem Video - oder waren es sogar mehrere? - wollte.

„Vielleicht solltest du dir etwas anziehen.", sagte Jake und löste seinen Griff um mich. Obwohl es das nicht war, was mich schauderte, stand ich trotzdem auf und zog mir ein paar Shorts und Jakes Hemd über, was auf dem Drehstuhl bei meinem Schreibtisch lag. Er lächelte, als er mich sah und schob sich auf den Laken etwas höher, sodass er am Kopf des Bettes lehnen konnte. Ich schmiegte mich wieder an ihn, als er seinen Arm um mich legte. Bryan war inzwischen wieder auf den Boden gesprungen und hatte sich in sein Körbchen gelegt. Als Jakes Hand über meinen nackten Oberschenkel glitt, lächelte ich leicht, schob sie aber trotzdem wieder höher auf meine Hüfte. Inzwischen war es schon Mitternacht und ich hatte keinerlei Einwände, als Jake das Licht löschte und wir uns unter die Decke kuschelten. Doch kaum, dass ich lag, sprang ich wieder auf und ging zum Fenster. Dann zog ich die Rollläden richtig herunter und stellte sicher, dass sie auch auf dem Fensterbrett auflagen und schloss danach die dicken Übergardinen. Nun fiel wirklich kein einziger Lichtstrahl mehr in dem Raum, der vorher noch vom subtilen Schein des Mondes erleuchtet wurde. Als ich damit fertig war, kletterte ich wieder zu Jake ins Bett und ließ mich von ihm in seine Arme ziehen. Ich spürte seinen Herzschlag an meinem Rücken, den ich ihm zugewandt hatte. Seine Hand suchte meine für einen Moment, dann strich sie über meinen Arm und meine Seite bis zu meiner Hüfte.

Biss - die nächste GenerationGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt