90.) "Skepsis oder Vorfreude

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(Renesmees Sicht)

„Bringt bitte alle Unterlagen bis Ende der Woche ausgefüllt wieder mit.“, verkündete Mrs. Banner, die bei uns Französisch unterrichtete, und begann dann mit der Stunde. Ich betrachtete kurz die Zettel, auf die alle persönlichen Informationen für die Fahrt eingetragen werden sollten, bevor ich sie in meinen Block schob. Als wir dann selbstständig ein paar Aufgaben erledigen sollten, da Mrs. Banner ein Telefongespräch entgegen nehmen musste, drifteten meine Gedanken schnell wieder zum kommenden Wochenende ab. Ich dachte darüber nach, was ich wirklich tun wollte oder sollte, wenn mein Plan aufging und ob ich überhaupt wusste, dass es das richtige war.

„Hey.“, zischte Jake neben mir und ich schreckte hoch. Seine dunklen Augen musterten mich lange und er legte schließlich lässig einen Arm um meine Taille.

„Was ist denn los mit dir?“, fragte er flüsternd und ich zuckte nur mit den Schultern.

„Ach ich war nur mit den Gedanken woanders.“, murmelte ich und wollte meinen Blick schon wieder auf das Buch vor mir richten, als er seine Finger vorsichtig an mein Kinn legte und mir in die Augen sah.

„Und wo? Ness, du bist schon seit gestern so komisch.“, sagte er und ich unterdrückte ein Seufzen.

„Es ist wirklich nichts … ich … denke nur ziemlich viel über das Wochenende nach.“, gestand ich und hoffte, jetzt keinen Verdacht bei ihm geschürt zu haben. Er sah mich an und ich konnte deutlich die Skepsis in seinen Augen erkennen, er wollte Antworten von mir, die ich ihm nicht geben würde – das wussten wir beide.

„Hoffentlich sind es gute Gedanken oder machst du dir wieder Sorgen?“, fragte er, als Mrs. Banner den Raum wieder betrat und ich schüttelte unmerklich den Kopf.

„Nein, ich mache mir keine Sorgen. Ich freue mich auf das Wochenende und möchte einfach, dass alles schön wird.“, sagte ich und er seufzte erleichtert leise .

„Es wird schön, weil wir endlich etwas Zeit nur für uns haben also mach dir nicht so viele Gedanken.“, sagte er und streichelte kurz meine Hüfte, bevor er seinen Arm wieder zu sich zog.

„Also, was meint ihr?“, fragte Megan aufgeregt, kaum, dass die Stunde beendet war.

„Wozu?“, fragten Jake und ich verwirrt und sie rollte kurz mit den Augen.

„Na dazu, dass wir alle ein Zimmer zusammen nehmen.“, erklärte sie und ich nickte langsam.

„Kein schlechter Plan.“, murmelte ich und sah Jake an, der eine Augenbraue in die Höhe zog. Er sah mich vielsagend an und ich schnappte nach Luft. Schnell sagte ich Megan zu, während ich meine Hand auf seine legte und so meine Gedanken an ihn sandte.

>>Jacob Black, ich hoffe wirklich, du denkst nicht, was ich denke, dass du denkst!<<, fuhr ich ihn an und er grinste nur. Ich konnte kaum fassen, dass er ein Zimmer für uns allein wollte, nur, damit wir intim werden konnten.

>>Du bist wirklich manchmal unmöglich. Glaub bloß nicht, dass ich so was auf einer Klassenfahrt mache!<<, beschwerte ich mich und ließ seine Hand dann los. Er legte einen Arm um meine Schuler und zog mich an sich, denn er wusste sicherlich, dass ich nicht wirklich sauer auf ihn war.

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„Jetzt schmoll doch nicht, ich habe nie ein Wort gesagt.“, verteidigte er sich, als wir nach dem Unterricht nach Hause fuhren. Ich verschränkte nur die Arme vor der Brust und sah aus dem Fenster.

„Ich sollte mir vielleicht noch einmal überlegen, ob ich dir zeige, was ich dir mitgebracht habe.“, murmelte ich und er lachte laut und zog mich mit einem Arm an sich.

Biss - die nächste GenerationGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt