Renesmees Sicht
Gerade hatte sich alles zum Guten gewandt und es sollte sogar noch besser werden, wie Alice mir trällernd verkündete, gerade, als ich mit Jake in mein Zimmer gehen wollte.
Schule! Bei der Aussicht vergaß ich auch für einen Moment meine Probleme. Stundenlang diskutierte ich mir Alice und Esme über die Zimmeraufteilung und die Schule.
Dann gingen die anderen jagen oder nach Hause und Jake und ich hörten meinem Dad beim Klavierspielen zu. Ich schloss die Augen und lehnte mich an Jakes Schulter.
Nach einigen Minuten, die ich in der Musik geschwelgt hatte, fiel mir wieder ein, was ich eigentlich in der Küche von Jake gewollt hatte. Aufgeregt grinste ich ihm an und nahm seine Hand.
„Lass uns auch ein bisschen üben gehen.", hauchte ich in sein Ohr und er sprang sofort auf.
Als wir in meinem Zimmer waren, war ich plötzlich nicht mehr so mutig. Eigentlich wollte ich ja so schnell wie möglich Fortschritte machen, doch das würde so viel Arbeit mit sich bringen und erst jetzt erkannte ich wirklich, wie viel es war.
Was, wenn ich ihn nicht vielleicht doch biss? Wenn ich mich nicht unter Kontrolle hatte? Ich fühlte mich zwar nicht durstig, aber das konnte ja noch kommen. Ich hatte zwar viel mehr zu mir genommen, als ich brauchte, doch ich wusste noch zu gut, wie stark mein Körper auf ihn reagierte.
„Hey, hör auf zu grübeln.", sagte Jake und strich über die kleine Falte zwischen meinen Augenbrauen, die ich immer bekam, wenn ich nachdachte. Schuldbewusst senkte ich den Blick und biss mir auf die Lippe.
„Ich hab eben Angst.", murmelte ich und setzte mich auf mein Bett.
Er setzte sich zum mir und nahm mich in den Arm. Dann ließ er sich nach hinten fallen und zog mich auf seine Brust.
„Wann hast du am meisten Angst?", fragte er dann neugierig und ich dachte kurz nach.
„In Situationen wie dieser hier zum Beispiel.", antwortete ich. „Es wird schwerer, je näher du mir bist. Und je weniger ich mich selbst unter Kontrolle habe.", erklärte ich leise und seufzte leise, denn das klang wirklich schrecklich.
„Und wie geht es dir jetzt?", hakte er nach und sah zu mir herunter.
„Gut. Ich habe heute so viel getrunken, du könntest mir einen Puma vor sie Nase halten und ich könnte nicht einen Schluck nehmen.", sagte ich zufrieden und kuschelte mich an ihn.
Er legte meine Hand an seinen Hals und rollte uns herum, sodass er auf mir lag.
„Dann lass uns mal üben ...", murmelte er und küsste mich plötzlich, dass ich überrascht die Augen aufriss.
Ich versuchte, mich etwas zu entspannen und legte meine Hand in seinen Nacken.
„Sag aber rechtzeitig Bescheid, wenn du die Kontrolle verlierst, ja?", fragte er, seine Lippen nur Zentimeter von meinen entfernt und ein leichtes Lächeln auf ihnen.
„Ja.", flüsterte ich und legte meine Lippen wieder auf seine.
Eine Zeit lang konnte ich mich ganz gut beherrschen und seine sanften Liebkosungen genießen. Seine Küsse allerdings sollten verboten werden, sie raubten einem ja allen Sinn und Verstand. Langsam wanderte das Kribbeln von meinem Bauch hinauf in meinen Hals und ich wurde etwas unruhig, hielt ihn aber noch nicht auf.
Ich sollte meine Grenzen kennen lernen und die hatten wir noch nicht erreicht. Allerdings verspürte ich ein unangenehmes Ziehen in der Magengegend, als ich daran dachte, was passieren könnte, wenn wir sie erreichten.
Als seine Finger vorsichtig über meinen Bauch glitten, wurde ich aus meinen düsteren Gedanken gerissen. Langsam wanderte Jakes Hand unter mein Shirt und dann auf meinen Rücken. Ich bekam eine Gänsehaut an ganzen Körper und konnte sein leises, etwas nervös klingendes Lachen kaum hören durch unser beider Herzschlag, der in meinen Ohren dröhnte. Er zog mich fester an sich und das Kribbeln in meiner Kehle nahm schlagartig zu. Mein Atem beschleunigte sich und ich bekam langsam Angst, was Jacob nicht entging.
„Alles okay?", murmelte er und sein heißer Atem kitzelte meine Schulter.
„J-ja ...", hauchte ich und umarmte ihn, doch er schien mir nicht zu glauben.
„Denk nicht zu viel nach.", flüsterte er und ließ dann kurz von mir ab, um sein T-Shirt auszuziehen. Ich starrte mit offenem Mund auf seinen durchtrainierten Oberkörper und mein Herz begann, schon fast schmerzhaft gegen meinen Brustkorb zu schlagen. Durch die Hitze, die sich in meinem Gesicht ausbreitete, merkte ich deutlich, dass ich rot wurde.
Jake lächelte mich liebevoll an und streckte dann seine Hände nach mir aus, um mir mein Shirt auszuziehen. Als ich dann seine Haut auf meiner spürte, fühlte ich mich, als wäre ich in Brand gesteckt worden und drückte gierig meine Lippen auf seine.
Ich vergaß alles um mich herum, meine Angst und meine Sorgen. In meinem Kopf war nur noch Platz für mein Verlangen und meine Liebe für ihn.
Dass seine Bewegungen immer defensiver wurden, bemerkte ich kaum. Erst, als ein gefährliches Knurren in meiner Kehle ertönte hielt ich inne, doch es war fast schon zu spät.
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Biss - die nächste Generation
FanfictionIn dieser Geschichte geht es um Renesmee und Jacob. Nessie ist mittlerweile schon fast Erwachsen. Früher war Jake für sie wie ein Bruder und ein bester Freund. Doch mittlerweile Empfindet sie doch mehr als nur brüderliche liebe für ihn. Wenn ihr...
