Jakes Sicht
Endlich mal wieder zu Hause bei meinem Rudel.
Ich war heilfroh, mal aus Dartmouth raus zu kommen, denn zwischen den ganzen Vampiren und scheinbar superintelligenten Menschen fiel ich immer auf, wie ein bunter Hund. Schließlich sah ich nicht nur komplett anders aus, als der Rest meiner Familie, sondern konnte mit meinem nicht ganz geschafften Highschool-Abschluss auch nicht wirklich die besten Konversationen führen.
Zum Glück hatten Bella und Edward Erbarmen mit mir gehabt, was die Schule anging. Nessie brauchte ja auch jemanden, mit dem sie spielen konnte, während alle anderen Arbeiten oder eben in der Uni waren. So blieb ich einfach als ihr Babysitter Zuhause und konnte den lieben langen Tag mit ihr genießen. Aber natürlich waren wir dabei fast nie allein, denn Esme arbeitete von Zuhause aus uns auch Rosalie schaute hin und wieder vorbei, was sicher niemals nur zufällig war.
Den Zeltausflug hatten wir schon seit Monaten geplant, seitdem wir wussten, dass wir wieder einmal nach Forks gehen würden. Zwar konnte Alice uns nicht sehen, aber sie hatte uns den einzigen Tag vorausgesagt, an dem es mal nicht in Strömen regnen würde, was wir natürlich sofort genutzt hatten.
Am Abend dann saßen wir die ganze Zeit zusammen und redeten über alles Mögliche. Ich staunte nicht schlecht, als Bella auf einmal meinte, sie wolle doch lieber in ihrem Haus übernachten. Dann sah ich Sues erleichterten Blick und verzog das Gesicht.
Niemand hatte ein Problem mit den beiden außer ihr. Obwohl Seth ihr den ganzen Tag lang gut zuredete, wagte sie sich nicht in die Nähe von Bella oder Edward.
Und sobald Claire zu ihnen ging sah sie aus, als würde sie jeden Moment umfallen, so kreidebleich wurde sie. Es war lächerlich.
„Wir holen euch dann Morgen ab.", hatte Bella gesagt.
Es klang freundlich aber ihren warnenden Blick bemerkte ich schon. Dabei hatte ich zu allen ihren strengen Punkten zugestimmt, damit ich wenigstens hin und wieder bei Nessie bleiben konnte.
Na wenigstens vertraute sie mir schon so weit, dass sie Nessie bei mir ließ, wenn auch nur zum Zelten. Seit Monaten schon hatte sie mir jeden noch so kleinen Ausflug mit ihr verboten, obwohl sie genauso gut wusste, wie ich, dass Nessie nie weiter raus kam, als in den Wald vor unserem Haus.
Als sie weg waren, konnte ich die Augen kaum von ihr lassen. Normalerweise hielt ich mich so weit es ging zurück, aber hier ging es ja nicht nur mir so. Paul schrieb unentwegt SMS mit meiner Schwester, wobei er alle Funktionen seines Brandneuen Handys außergewöhnlich schnell in den Griff gekriegt hatte, wie ich fand. Jared hatte natürlich Kim mitgebracht und wenn die beiden sich nicht verliebte Blicke zuwarfen, flüsterten sie oder knutschten einfach Hemmungslos herum, wenn Emily auch versuchte, die beiden hin und wieder zu ermahnen. Schließlich hatte Nessie ausnahmsweise eine Spielkameradin in ihrem richtigen Alter, denn Quils große Liebe Claire war inzwischen acht Jahre alt, doch sie interessierte sich wohl mehr für die Puppe, die er ihr heute geschenkt hatte, als für alle anderen.
Doch auch, wenn sie alle es nicht zu bemerken schienen, hatte ich nur Augen für meine kleine Schönheit.
In Gedanken schwärmte ich über ihre wunderschönen lockigen Haare, die ihr bis zur Hüfte hingen. Es waren kaum sechs Jahre vergangen und sie war schon fast erwachsen. Jeden Tag zog sie mich mehr an, was mir ganz schön zu schaffen machte.
Was, wenn sie nicht dasselbe fühlte, wenn sie mich nur als einen guten Freund oder Bruder sah? Ich wollte sie nur zu gern danach fragen, aber ich traute mich nicht.
Wie würde sie denn auf so etwas reagieren?
Und sie schien momentan auch ihre eigenen Sorgen zu haben. Immer wieder wirkte sie nachdenklich, verträumt manchmal, und sie „zeigte" mir auch nicht mehr so oft ihre Gedanken, wie früher.
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Biss - die nächste Generation
FanficIn dieser Geschichte geht es um Renesmee und Jacob. Nessie ist mittlerweile schon fast Erwachsen. Früher war Jake für sie wie ein Bruder und ein bester Freund. Doch mittlerweile Empfindet sie doch mehr als nur brüderliche liebe für ihn. Wenn ihr...
