48.) " Die Wahrheit "

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(Renesmees Sicht)

Jake ließ seine Hand sinken und legte sie stattdessen auf meine Hände, die ich Halt suchend ineinander verschränkt hatte, um mich für das zu stärken.

„Ich ... es tut mir so leid, Jake .... ich - ich kann keine Kinder bekommen.", stammelte ich und bei den letzten Worten brach meine Stimme.

Er blieb stumm und schließlich sah ich auf. Sein Gesichtsausdruck war unergründlich und er sagte auch weiterhin nichts, sodass ich wieder das Wort ergriff.

„Ich ... habe mit Carlisle gesprochen, wegen ... - ach ist ja auch egal, warum ... er meinte, da sich mein Körper nicht mehr verändert, wäre es theoretisch nicht möglich, ein -", ich stockte und musste ein weiteres Schluchzen unterdrücken.

Wieder senkte ich den Blick und meine Tränen tropften auf Jakes Hand.

„Es tut mir so leid.", flüsterte ich und versuchte mühsam, meinen Atem wieder unter Kontrolle zu bringen.

Jetzt endlich bewegte Jake sich wieder. Er streckte die Hände nach mir aus und zog mich in seine Arme.
„Wofür entschuldigst du dich?", fragte er mit heiserer Stimme, seine Arme um mich angespannt.

Fragend blickte ich zu ihm auf und sah in seine Augen. Sie glänzten von den Tränen, die sich darin sammelten.

„Du kannst doch am wenigsten dafür. Du musst dich für nichts entschuldigen.", flüsterte er und drückte mich an sich.

„Ich ... dachte du willst .... Kinder.", stammelte ich.

„Das ist doch alles nicht wichtig. Das einzige, was für mich zählt ist, dass du gesund und glücklich bist.", hauchte er und legte dann seine Wange an meine Stirn.

Er sagte es mit einer solchen Überzeugung, dass mir wieder ein Schluchzen entwich.

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Bis spät in die Nacht waren wir auf und unterhielten uns oder genossen einfach nur die Nähe des anderen, die wir wohl beide mehr als nötig hatten.

Jake versicherte mir mehrmals, dass es ihm nichts ausmachte, auf Nachwuchs zu verzichten, solange ich nur gesund und an seiner Seite wäre, doch konnte ich deutlich erkennen, dass es doch nicht so spurlos an ihm vorbeiging, wie er mir glauben machen wollte.

Von der winzigen Chance, die wir nach Carlisles und meiner Meinung hatten, erwähnte ich nichts. Er sollte sich keine falschen Hoffnungen machen. Es würde ihn zu sehr verletzen, wenn ich trotz allem keinen dicken Bauch bekäme und das könnte ich nicht ertragen.

Nach einer kurzen Nacht standen wir kurz nach zwölf Uhr mittags auf und riefen gleich Billy an, um ihm für die Ferien zuzusagen.

Meine Eltern hatten nichts dagegen, dass wir die Ferien allein in La Push verbrachten, wussten sie doch schon seit gestern davon. Unser Gespräch hatten sie höchstwahrscheinlich auch mitbekommen, doch keiner von ihnen verlor auch nur ein Wort darüber, wofür ich ihnen sehr dankbar war.

„Wollt ihr denn wirklich die ganzen zwei Wochen bleiben?", fragte meine Mutter besorgt, als Jake aufgelegt hatte.

„Mach dir mal keine Sorgen um Nessie, in La Push ist die gut aufgehoben.", antwortete Jake selbstsicher und sie seufzte.

„Das weiß ich doch. Aber es ist das erste Mal seit ihrer Geburt, dass sie so weit weg ist.", murmelte sie und sah mich an.

„Ich werde auch jeden Tag anrufen.", versprach ich, als mein Vater unsere Teller auf den Tisch stellte.

„Und wenn du es mal vergisst, werde ich persönlich sicherstellen, dass deine Mutter dich anruft.", sagte er grinsend und meine Mom lachte.

„Schon gut, ich sag nichts mehr.", meinte sie schließlich und wir begannen zu essen.

Biss - die nächste GenerationGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt