Sechs Jahre später
Jamie stand vor einem großen Panorama Fenster und beobachtete vom zweiten Stockwerk aus, wie seine Gäste in den Hof hinein gingen, um sich auf die vielen weißen Stühle zu setzen. Jemand schlug ihm auf die rechte Schulter.
„Na, kalte Füße?"
„Etwas."
„Ich glaube dir nicht."
Jamie lachte und drehte sich zu Will und Sebastian um, die ihn angrinsten. Sebastian saß auf einem Sessel und Will stellte sich neben ihm am Fenster, um ebenfalls seine Gäste zu beobachten.
„Ihr heiratet früh, Jamie."
„Du heiratest in einem Monat."
Will lachte.
„Ja, wozu warten?"
„Richtig."
„Ich verstehe euch gar nicht. Wollt ihr das Leben nicht genießen? Ihr seid erst fünfundzwanzig.", sagte Sebastian.
„Sebastian, wenn du die Richtige gefunden hast, willst du auch nicht warten.", sagte Jamie lächelnd und Sebastian seufzte.
„Ich glaube, das werde ich nicht. Das ist schon in Ordnung. Ich finde, wie es so ist, nicht schlecht."
„Erspar mir die Details von deinen endlosen Frauen und Nächten.", sagte Annes Stimme, die gerade die Tür zu Jamies Zimmer geöffnet hatte.
„Schwesterherz, was machst du denn hier? Solltest du nicht bei der Braut sein."
„Ich bin hier um dir, Jamie, zu sagen, dass du sie sofort zu ihr schicken sollst, sobald sie ankommt."
Jamie lachte und Anne verließ wieder den Raum.
„Ich will sie eigentlich auch sehen.", murmelte Sebastian.
„Nicht, dass du sie vorher verschreckst und sie doch abhaut.", sagte Will.
„Nein, wir haben sie gezwungen. Immerhin hat sie das alles bezahlt."
„Wie reich ist sie jetzt nochmal?", fragte Sebastian.
„Frag sie das doch heute selbst.", sagte Jamie.
„Ich weiß nicht, ob ich dazu kommen werde. Sie wird wahrscheinlich von einem anderen Deppen eingenommen werden."
„Wer hat nochmal auf was gewettet?", fragte Will grinsend.
„Anne hat auf ihre Augen und Poppy ihr Gesicht getippt.", antwortete Sebastian.
„Und du?"
„Ihre Lache.", antwortete Sebastian.
„Ich sage auch, ihr Gesicht. Und du, Jamie?"
„Ihr Geruch.", antwortete Jamie.
„Das klingt so schräg.", sagte Sebastian und sie lachten.
Nun beobachtete Jamie, wie eine bildhübsche schwarzhaarige Frau in einem dunkelblauen langen Kleid den Hof betrat.
„Ah, wenn man vom Teufel spricht. Sie ist da.", sagte Jamie lächelnd.
Dann wurden Jamie und Will zur Seite geschubst, weil Sebastian sich an das Fenster drängte. Er fing an, zu pfeifen.
„Ich habe es nicht geglaubt, als du sagtest, dass sie NOCH hübscher geworden ist. Man. Wieso bin ich denn so loyal? Ich würde am liebsten auch-"
Jamie und Will schlugen ihn am Kopf.
„Hey!"
„Sie ist trotzdem nicht zu haben. Egal, was andere vielleicht dazu sagen.", sagte Jamie entschlossen.
„Ja ja, ist gut. Und wer ist dieser Mistkerl neben ihr?"
Neben Amelia lief ein großer schwarzhaariger Mann, bei dem sie ihren Arm eingehakt hatte und er sie zu den Stühlen führte. Jamie wusste, wer das war und schwieg. So war es lustiger, wenn sie spekulierten.
„Seht euch das mal an, wie jeder seinen Kopf zu ihnen gewandt hat."
„Ja, ein wirklich hübsches Pärchen. Pass auf, dass deine Verlobte sich nicht an ihm heranschmeißt, Will.", sagte Sebastian lachend und Will stöhnte genervt auf. „Ich muss zugeben, da muss ich mich auch schon zurückhalten nicht hinzustarren. Ich habe lange nicht mehr so einen gut aussehenden Kerl getroffen."
„Danke, man.", sagten Will und Jamie gleichzeitig und sie lachten.
„Natürlich ist mein Junge viel attraktiver, ganz klar."
„Wenn man nicht wüsste, von wem du da sprichst und man euch beiden nicht kennt, klingt das schon beinahe pervers, Sebastian.", sagte Jamie und lachte.
„Es klingt auch so pervers.", bemerkte Will und grinste.
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Magic Is Might (A Hogwarts Legacy Story)
FanfictionAmelia führte eigentlich ein friedliches und zurückhaltendes Schulleben mit ihrem allerbesten Freund, Ominis Gaunt. Aber davon musste sie sich leider verabschieden, als sie die Aufmerksamkeit des beliebtesten Jungen der Schule bekam. Unerwünschte Au...
