Kapitel 72

27.1K 1.9K 675
                                        



Will euch ALLE voten sehen! Ich seh, wer nicht votet👀 🎀 🥰

-

Mein Atem setzte aus. Die Welt schien für einen Moment stillzustehen, als ich sah, wer vor der Tür stand.

„Enzo..." hauchte ich, mein Körper wie erstarrt, während sein Name kaum hörbar über meine Lippen kam. Er stand da, sein mächtiger Körper füllte den Türrahmen aus, und sein Blick – dieser intensive, unnachgiebige Blick – glitt sofort zu mir. Meine Haut prickelte, eine Gänsehaut breitete sich über meinen ganzen Körper aus, als sich unsere Augen trafen.

Ich musste unwillkürlich schlucken, als ich die Szene vor mir in ihrer vollen Bedeutung begriff. In seiner rechten Hand hielt er ein riesiges Teddybären-Kuscheltier, so groß, dass es fast grotesk wirkte in seinen starken Armen. An der Pfote des Bären baumelte ein kleines Bündel Gänseblümchen – meine Lieblingsblumen. In der anderen Hand trug er mehrere Schachteln mit Schokoladenpralinen, die so sorgfältig ausgewählt schienen, dass sie gar nicht zu ihm passten.

Er sagte nichts. Er sah mich nur an, stumm, doch seine Augen hielten meinen Blick fest, als wollten sie jedes Wort aus meinem Inneren herausziehen. Die Stille zwischen uns war überwältigend, voller unausgesprochener Emotionen, die mir den Atem raubten.

„Ich lass euch mal alleine," Lucias Stimme durchbrach die Spannung und riss mich aus meiner Starre. Sie grinste breit, als sie mich ansah, bevor sie zwinkernd an mir vorbeiging. Doch sie ging nicht einfach nur – nein, sie schubste mich leicht aus der Ecke, in der ich Schutz gesucht hatte, und ließ mich direkt vor Enzo stehen.

Jetzt war nichts mehr zwischen uns. Nur ich, Enzo und diese erdrückende Nähe.

„Was... was tust du hier?" fragte ich schließlich, meine Stimme war ein Flüstern, das kaum über den Kloß in meinem Hals hinwegkam. Mein Blick wanderte immer wieder zu dem riesigen Kuscheltier, den Pralinen und den Gänseblümchen, während mein Verstand versuchte, dieses Bild zu verarbeiten. Es passte so wenig zu ihm, und doch fühlte es sich an, als hätte es genau das sein müssen.

Enzos Kiefer mahlte, bevor er tief einatmete. Seine tiefe, raue Stimme durchbrach die Spannung: „Ich habe dich nicht absichtlich ohne Kondom gefickt."

Meine Brust hob und senkte sich schneller, mein Atem wurde flach, während seine Worte mich wie ein Schlag trafen. Die Direktheit ließ keine Missverständnisse zu, und die Art, wie er mich ansah – ohne eine Spur von Reue oder Unsicherheit – raubte mir den Boden unter den Füßen.

„Hier." Er reichte mir das riesige Teddybären-Kuscheltier, und ich musste die Arme ausstrecken, um es überhaupt halten zu können. Der Bär war größer als ich, und die Schokoladenschachteln, die er mir gleichzeitig in die Hand drückte, drohten mir fast aus den Fingern zu rutschen. „Sollen laut der Verkäuferin die besten Pralinen New Yorks sein. Ich habe alle Sorten gekauft, weil ich nicht wusste, welche dir schmeckt", fügte er hinzu, seine Stimme immer noch tief, doch ein Hauch von Nervosität schwang darin mit.

Ich sah ihn an, sprachlos, während mein Herz wild gegen meine Brust hämmerte. Der Duft der Gänseblümchen stieg in meine Nase, ein Kontrast zu der überwältigenden Präsenz des Mannes vor mir.

„D-danke," stammelte ich schließlich, meine Stimme kaum hörbar. Ich fühlte, wie mir die Tränen in die Augen stiegen, und ich kämpfte verzweifelt, sie zurückzuhalten. „Ich weiß echt nicht, was ich sagen soll..." murmelte ich schüchtern und senkte den Blick, während mein Herz sich schmerzhaft zusammenzog.

„Du sollst nichts sagen." Seine Stimme schnitt durch die Luft, fest und bestimmt, während er einen Schritt näher trat. „Du sollst einfach mit mir zurück nach Hause kommen."

Dark PassionWo Geschichten leben. Entdecke jetzt