Kapitel 73

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Boah, das Kapitel hat einfach über 7000 Wörter... Ich will euch wieder alle Voten sehen👀

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Mit rasendem Herzen schlug ich die Augen auf, mein Brustkorb hob und senkte sich schwer, während die Luft knapp wurde. Alles um mich herum war verschwommen, die weiße Decke über mir flimmerte wie in einem Traum. Ich wollte mich bewegen, wollte atmen, doch es war, als würde mein Körper nicht mehr auf mich hören. Eine lähmende Panik breitete sich in meinem Inneren aus, und Adrenalin schoss durch meine Adern.

Ich versuchte, meinen Kopf zu drehen, nach Luft zu schnappen, doch etwas hielt mich fest. Es war fest, stark, und es schnürte mir die Kehle zu. Mein Herz raste noch schneller, und ich begann unkontrolliert zu zittern. Dann, wie ein Schlag ins Bewusstsein, realisierte ich, was los war – Enzos Arm war wie ein Würgegriff um meinen Hals geschlungen, sein ganzer Körper drückte schwer auf mich, als wollte er mich vor etwas abschirmen.

„Enzo!" keuchte ich, meine Stimme war ein ersticktes Flüstern. Doch als keine Reaktion kam und die Enge um meinen Hals sich nicht löste, schrie ich lauter: „Enzo! Ich bekomme keine Luft!"

Meine Worte schienen ihn wie ein elektrischer Schlag zu treffen. Sein Körper spannte sich noch mehr an, und dann, so schnell, dass ich kaum reagieren konnte, sprang er vom Bett. Mit einem Ausdruck purer Alarmbereitschaft in den Augen war er plötzlich in Bewegung, seine Haltung zeigte sofort, dass er  ein Soldat war.

„Was ist los?!" rief ich panisch, während ich mich hustend aufsetzte und nach Luft schnappte, doch Enzo antwortete nicht. Stattdessen beugte er sich hinunter, griff nach seiner Hose, die auf dem Boden lag, und zog in einer einzigen, fließenden Bewegung eine Waffe heraus.

Sein Gesicht war angespannt, seine Kiefer mahlten, und seine Augen durchsuchten den Raum, als würde er jeden Moment einen Feind erwarten. Seine Bewegungen waren präzise und kontrolliert, wie eine Maschine, die auf Autopilot lief. Es war, als wäre er wieder im Einsatz, inmitten einer gefährlichen Mission.

„Enzo... was tust du?" fragte ich leise, meine Stimme zitterte, doch er schien mich nicht zu hören. Sein Blick wanderte zur Tür, dann zu den Fenstern, während er mit der Waffe in der Hand das Schlafzimmer absicherte.

„Bleib hier," befahl er scharf, seine Stimme war kalt und voller Autorität. Ich sah ihn an, noch immer nach Luft ringend, und mein Körper zitterte unkontrolliert. Da war ein Funken von etwas, das ich nicht ganz greifen konnte – Furcht, Wut, Schutzinstinkt? Alles zugleich?

Enzo ging zur Tür, die Waffe fest im Griff, und schob sich leise, aber entschlossen hinaus in den Flur. Ich blieb regungslos sitzen, mein Herz hämmerte noch immer, während ich versuchte, das Chaos in meinem Kopf zu ordnen. Was war hier gerade passiert? Hatte er gedacht, wir wären in Gefahr? Hatte er... im Schlaf reagiert?

Immer noch benommen und von der Sorge getrieben, was gerade passiert war, stand ich vom Bett auf. Mein Kopf schwirrte, mein Herz schlug unregelmäßig, doch ich folgte instinktiv dem Drang, Enzo zu finden. Barfuß lief ich in den Flur, wo ich ihn schließlich entdeckte.

Enzo stand mit dem Rücken zur Wand gelehnt, seine Brust hob und senkte sich schwer, sein Oberkörper war schweißüberströmt, als hätte er gerade einen Albtraum durchlebt. Seine dunklen Haare klebten leicht an seiner Stirn, und seine Hände, die immer so kontrolliert waren, zitterten.

„Alles gut?" fragte ich leise, fast vorsichtig, und trat langsam näher. Mein Blick suchte seinen, doch er wirkte, als wäre er mit seinen Gedanken noch in einer anderen Welt. Behutsam strich ich mit meiner Hand über seinen Arm, versuchte, ihn zurückzuholen, doch die Berührung ließ ihn abrupt hochschrecken.

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