Kapitel 74

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Die Worte hallten im Raum wider, wie eine plötzliche Explosion in der Stille. Mein Atem stockte, als ich realisierte, was ich gerade gesagt hatte. Die Zeit schien stillzustehen, während ich in sein Gesicht sah, doch anstatt einer Reaktion war da nichts. Kein Zucken seiner Lippen, kein Zungenschnalzen – nur dieses kühle, undurchdringliche Funkeln, das mich durchbohrte.

„Enzo...?" Meine Stimme war ein unsicheres Flüstern, das kaum mehr als ein Hauch war.

Er schnalzte mit der Zunge, ein leises, unruhiges Geräusch, das mir mehr sagte, als Worte es hätten tun können. Seine Hände verharrten an meiner Taille, aber sein Griff war fester geworden, und ich bemerkte, wie sein Kiefer mahlte.

Sein Gesicht verhärtete sich, seine Augen flackerten, als ob meine Worte ihn gleichzeitig provoziert und verunsichert hätten. „Du bist naiv" knurrte er, seine Hände drückten sich stärker in meine Haut, doch seine Stimme war brüchig, als würde er jeden Moment die Kontrolle verlieren. Seine Augen brannten vor Zorn und etwas, das ich nicht genau deuten konnte – Schmerz, Verzweiflung, vielleicht sogar Angst. Er trat einen Schritt auf mich zu, seine Bewegungen kontrolliert, aber ich konnte sehen, wie seine Hände zu Fäusten geballt waren, als versuche er, sich selbst zurückzuhalten.

„Wie kann man nur so verdammt naiv sein wie du, huh?" Seine Worte schnitten wie scharfe Messer, und ich konnte fühlen, wie jede Silbe mein Herz ein Stück weiter zerriss. „Du lebst in deiner verfickten Traumwelt, in der du glaubst, du könntest mich ändern." Seine Augen fixierten mich, und ich sah, wie sein Kiefer mahlte, als ob er versuchte, einen Sturm in sich zu bändigen. „Einmal im Leben fickt dich ein Mann und gibt dir ein bisschen Aufmerksamkeit, und schon denkst du, dass es Liebe ist?"

Ich konnte fühlen, wie mein Atem stockte, meine Brust zog sich zusammen, doch ich ließ ihn ausreden. Seine Stimme wurde lauter, seine Worte härter, fast so, als ob er mich wegstoßen wollte, um sich selbst zu schützen.

„Nur weil du nie Liebe von deinem Vater bekommen hast, glaubst du, dass ich dir das geben kann?" Seine Worte waren wie ein Schlag in die Magengrube, und ich spürte, wie meine Beine unter mir wackelten. Seine Augen waren dunkel, voller Wut, aber ich sah das Flackern dahinter, die Schwäche, die er so verzweifelt zu verstecken versuchte.

„Enzo..." begann ich, doch er hob eine Hand, um mich zum Schweigen zu bringen.

„Sei still, Aurora!" zischte er, und seine Stimme brach fast, als er mich erneut anblickte. „Ich habe dir von Anfang an gesagt, dass ich nicht so bin, wie du dir deinen Traummann vorstellst. Ich möchte nur Kontrolle und Besitz. Und dafür hast du dich auch entschieden als du dich von mir ficken lassen hast. Ich werde mich niemals ändern, also hör auf, mir zu sagen, dass du mich lieben würdest."

Seine Worte hallten im Raum wider, doch ich konnte die Wut in seiner Stimme spüren, die nicht wirklich gegen mich gerichtet war. Es war, als würde er gegen sich selbst kämpfen, gegen etwas, das er nicht verstehen konnte.

„Ich weiß, wofür ich mich entschieden habe, Enzo," flüsterte ich schließlich, meine Stimme war kaum mehr als ein Hauch, zitternd, aber dennoch bestimmt. Sein Blick war unerbittlich, bohrte sich in mich wie eine unausgesprochene Warnung, doch ich hielt ihm stand. Mein Herz pochte unaufhörlich in meiner Brust, jeder Schlag ein Kampf gegen die Furcht, die sich in mir breitmachen wollte.

„Ich habe dir nur gesagt, dass ich mich in dich verliebt habe, nicht, dass ich dich ändern möchte," fuhr ich fort, meine Worte waren vorsichtig gewählt, wie ein Weg durch ein Minenfeld.

Sein Gesicht blieb ausdruckslos, aber ich konnte sehen, wie seine Kiefermuskeln mahlten, seine Hände zu Fäusten geballt waren, als würde er mit aller Kraft verhindern, etwas zu sagen, das er später bereuen würde.

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