Alle bitte kräftig Voten🤍
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A u r o r a
„Enzo!" Mein ersticktes Keuchen hallte durch den Raum, mein Atem setzte aus, als der ohrenbetäubende Knall die Luft zerriss.
Mein Herz raste, mein Blick flog panisch umher, suchte verzweifelt nach ihm, nach seiner Präsenz, nach der einzigen Person, die mich aus dieser Hölle retten konnte. Doch er war nicht da.
Stattdessen sah ich etwas anderes—etwas, das mich wie ein Schlag in die Magengrube traf. Montesa. Mit einer Waffe in der Hand. Sein Blick kalt und unbarmherzig, während er vor dem Mann stand, dessen ekelerregende Finger noch vor wenigen Augenblicken meinen Körper entehrt hatten. Mein Magen drehte sich um, meine Haut brannte an den Stellen, an denen mich der fremde Mann berührt hatte. Ich fühlte mich dreckig, benutzt, zerbrochen.
Enzo hat mich nicht gefunden.
Die Erkenntnis war wie ein Dolch in meine Brust. All meine Hoffnung, all mein verzweifeltes Flehen, dass Enzo durch diese Tür stürmen und mich aus diesem Albtraum reißen würde, verpuffte in Luft. Mein Körper zitterte unkontrolliert, mein Atem ging stoßweise, doch ich hatte keine Zeit, um meiner Angst nachzugeben.
Ein Chaos brach aus.
Wütendes Gebrüll erfüllte den Raum, als die fünf Männer, die mich gierig beobachtet hatten, plötzlich aus ihrer Trance gerissen wurden. Ich sah, wie sie erschrocken zurückwichen, ihre Gesichter eine Mischung aus Wut und Verwirrung, bevor sie hektisch in ihre gläsernen Kammern verschwanden, als hätten sie Angst, selbst ins Visier zu geraten.
„Die Show ist beendet."
Montesas Stimme durchschnitt die Luft wie eine Klinge. „Ich habe es mir anders überlegt. Sie steht nicht mehr zum Verkauf."
Ein Aufruhr brach los. Empörte Stimmen drangen aus den Glaskammern, laute Beschwerden von Männern, die nicht fassen konnten, dass ihnen gerade ihre Beute entrissen wurde. Ich konnte nicht glauben, was ich hörte.
Plötzlich wandte sich Montesa zu seinen beiden Handlangern, gab ihnen ein knappes Nicken – und in der nächsten Sekunde spürte ich, wie mich starke Arme brutal nach oben zogen.
Ein dunkler Stoff wurde über meinen geschundenen Körper geworfen, ein billiger Versuch, meine Blöße zu verdecken. Doch es war nicht der Stoff, der mich beunruhigte, sondern die absolute Orientierungslosigkeit, die mich überkam. Ich verstand nichts mehr. Wieso hatte er sich umentschieden? Waren meine Worte zu ihm durchgedrungen? Wollte er mich freilassen? Oder hatte ich ihn so sehr provoziert, dass er mich lieber selbst töten würde, als mich zu verkaufen?
Ich konnte nicht einmal mehr den Gedanken zu Ende denken, als meine Beine nachgaben. Zu schwach, zu erschöpft. Ich fühlte mich, als würde mein Körper mich im Stich lassen. Doch die beiden Männer zogen mich unerbittlich weiter, schleiften mich durch dunkle, kalte Gänge. Meine bloßen Füße schlitterten über den harten Betonboden, meine Knie stießen schmerzhaft gegen die Kanten der Stufen.
Jede Faser in mir wollte kämpfen.
Doch mein Körper gehorchte nicht mehr.
Ein lähmender Schwindel überkam mich, während meine Sicht verschwamm und dunkle Schatten über mein Bewusstsein krochen. Mein Körper fühlte sich schwer und taub an, jede Bewegung war eine Qual. Tagelang ohne Wasser, ohne Essen – meine Kräfte waren längst am Ende. Doch es war nicht nur der physische Verfall, der mich niederdrückte.
Der psychische Schmerz, die endlose Demütigung, das Grauen, das sie mir angetan hatten, nagten an meinem Verstand und zogen mich tiefer in eine Dunkelheit, aus der ich keinen Ausweg mehr sah. Mein Atem wurde flacher, mein Kopf sank nach hinten, während mein Geist langsam in die Schwärze abdriftete.
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Dark Passion
RomanceEnzo Henington ist der beste Soldat seiner Delta Force-Einheit. Mit 28 Jahren hat er sich durch seine außergewöhnlichen Fähigkeiten im Kampf und seine unerschütterliche Disziplin den Respekt aller erarbeitet. Eiskalt, unberechenbar und ernst - so ke...
