Kapitel 35
~Katherine's Sicht~
"Heute machen wir einen Versuch zur Wärmeleitung. Ihr dürftet diesen Versuch schonmal gemacht oder zumindest etwas davon gehört haben.", sagte Mr. Clint und fing an uns in Gruppen einzuteilen. Ich war in einer Gruppe Idioten gelandet, von denen ich nicht einmal wusste wie sie hießen.
Wir bekamen die Blätter mit dem Arbeitsauftrag und bauten alles auf. Ich schaltete den Bunsenbrenner an, während die zwei Idioten mit denen ich arbeiten musste nur rumalberten. "Wollt ihr mir vielleicht mal helfen?", fragte ich genervt und stellte die richtige Flamme ein.
Ich hatte gerade den Bimetallstreifen mit der Zange genommen und hielt sie über den Brenner, als Idiot 1 Idiot 2 schubste. Idiot 2 knallte voll gegen mich, sodass meine Hand genau in der Flamme hing. "Au!", schrie ich, als ich es bemerkte und ließ die Zange mit dem Metallstreifen fallen. "Habt ihr sie noch alle?", schrie ich und rannte zum Waschbecken.
Keine zehn Sekunden später stand Henri neben mir und begutachtete meine Hand. "Alles okay?", fragte er besorgt. "Bis auf meine angekokelte Hand ja.", antwortete ich und hielt sie wieder unters Wasser.
"Was ist da hinten los?", fragte Mr. Clint und ging zu unseren Tisch. Idiot 1 und Idiot 2 schwiegen. Nun kam unser Lehrer zu mir und fragte mich was passiert war. "Idio... äh, einer hat den anderen geschubst, der ist dann gegen mich geknallt und meine Hand ist in die Flamme gekommen.", erzählte ich.
"Sam, Will? Was soll das?", fragte Mr. Clint sauer. Sie schauten beschämt zur Seite. "Macht den Bunsenbrenner aus und entschuldigt euch gefälligst.", befahl er. "Und du gehts dann besser zu den Schulsanitätern.", sagte er freundlich zu mir.
Im ganzen Saal herrschte Stille. "Ihr könnt jetzt alle weiter arbeiten.", meinte unser Lehrer und klatschte in die Hände. Die zwei Idioten, von denen ich nun wusste wie sie hießen, kamen auf mich zu und entschuldigten sich. "Wer begleitet Ms. Moore ins Krankenzimmer?", fragte Mr. Clint.
"Ich kann das machen.", meinte Henri, der immer noch neben mir stand. Der Lehrer nickte und wir machten uns auf den Weg zum Krankenzimmer.
"Sowas passiert auch nur dir.", sagte Henri lachend, als wir den Flur entlang liefen. "Das war nicht meine Schuld!", rief ich und verzog das Gesicht, da plötzlich der Schmerz durch meine Hand zuckte.
"Alles in Ordnung?", fragte Henri besorgt und verlangsamte den Schritt. "Jaja.", sagte ich wenig überzeugend. "Ich glaube dir kein Wort.", antwortete er mit misstrauischem Blick.
Er legte seinen Arm um meine Hüfte und stützte mich, damit wir schneller voran kamen. Die Schmerzen wurden immer schlimmer und es tanzten immer mehr schwarze Punkte vor meinen Augen.
"Da wären wir.", sagte Henri und ging an den Tresen, hinter dem eine kleine Frau saß. "Wir bräuchten einen Sanitäter.", sagte Henri zu ihr. "Name, Verletzung, Unterricht und Lehrer bei dem es passiert ist?", fragte sie gelangweilt. "Katherine Moore, Verbrennung, Physik bei Mr. Clint.", ratterte er runter. Durch die schwarzen Punkte, die vor meinen Augen tanzten erkannte ich, dass sie von ihrem Ordner aufschaute.
Der Schmerz wurde immer schlimmer und die Punkte vor meinen Augen wurden immer mehr, bis sie sich zu einem kompletten schwarzen Bild zusammengefügt hatten. "Henri.", flüsterte ich, da mir schwindelig wurde.
Ich spürte, dass er mich hochhob. Ich lag in seinen Armen und trotz der wahnsinnigen Schmerzen fing meine Herz an zu klopfen wie wild, sodass ich das Gefühl hatte es würde jeden Moment aus meiner Brust springen.
Einen Moment später lag ich auf einer Liege. Mein Kreislauf war immer noch nicht richtig in Schwung. "Was ist passiert?", fragte der als Sanitäter ausgebildete Schüler, der mittlerweile eingetroffen war. "Sie hat sich am Bunsenbrenner verbrannt.", erklärte Henri und ich murmelte: "Aber nur weil ich geschubst wurde."
Der Sanitäter begutachtete meine Hand. "Ich mache die Wunde erst einmal sauber.", sagte er und ein paar Sekunden später spürte ich, wie meine Hand in Feuer aufging. Mit meiner gesunden Hand griff ich nach Henris Hand und drückte sie so fest ich konnte.
Ich biss die Zähne zusammen und wurde von dem Schmerz überwältigt. Plötzlich war alles um mich herum schwarz und gedämpft. Es fühlte sich an, als würde mich jemand unter Wasser drücken und ich versuchte krampfhaft wieder an die Oberfläche zu gelange, um Luft zu holen. Doch ich erreichte die Oberfläche nicht.
Alles was ich hörte waren gedämpfte Stimmen um mich herum. Eine unter ihnen klang verzweifelt. Das war Henri. Eine andere Stimme versuchte ihn zu beruhigen, was ihr anscheinend jedoch nicht gelang. Ich wollte auftauchen und Henri sagen, dass er sich keine Sorgen machen sollte und dass es mir gut ging, doch ich konnte die Oberfläche nicht erreichen.
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Shut up and kiss me
RomansaKatherine ist liebevoll, verrückt und in der ganzen Schule als "die Hübsche" bekannt. Einen Freund will sie nicht. Sie denkt, dass Jungs sowieso nur Probleme machen. Katherine verbringt ihre Winterferien mit ihrer Familie in der Ferienhütte ihrer El...
