Kapitel 55
~Katherine's Sicht~
Das klingeln meines Handyweckers weckte mich auf. Ich befreite einen Arm aus Henris Umarmung und tippte auf meinem Handy rum, bis das Klingeln aufhörte.
Hinter mir brummte Henri irgendetwas und zog mich näher an sich. "Henri, ich muss aufstehen.", murmelte ich und versuchte mich aus seinen Armen zu befreien, doch er drückte mich fester an seine Brust und drückte mir sanfte Küsse in den Nacken.
"Du kannst mich doch jetzt nicht einfach so alleine hier liegen lassen.", flüsterte er mit einer rauen, verdammt heißen Stimme, während er weiter Küsse in meinem Nacken verteilte. Ich hatte immer gedacht, dass das mit dieser Morgenstimme überdramatisiert wurde und eine Stimme ja wohl kaum so sexy sein konnte, doch Henri überzeugte mich in diesem Moment vom Gegenteil.
"Und wenn doch?", fragte ich und drehte mich dabei geschickt um, sodass ich auf ihm saß. "Das willst du eigentlich gar nicht. Eigentlich willst du den ganzen Tag neben mir liegen bleiben und mich küssen."
"Hmmm.", brummte ich und fing an, sein Schlüsselbein zu küssen. Langsam wanderte ich nach oben. Als ich fast seine Lippen erreicht hatte formte ich kurz meine Augen zu kleinen Schlitzen und sah, dass Henri seine Augen geschlossen hatte und nur darauf wartete, dass ich ihn küsste.
Ich nutzte die Gelegenheit und sprang auf. Er öffnete die Augen und funkelte mich an. "Das war gemein.", sagte er mit zusammengekniffenen Augen, während ich meine Klamotten aus dem Koffer holte.
Als ich alles hatte, ging ich zu ihm zurück ans Bett und gab ihm einen kurzen Kuss auf den Mund. "Sorry.", meinte ich mit einem frechen Lächeln im Gesicht und verschwand anschließend im Bad.
Ich zog Henris T-Shirt und meine Unterwäsche aus und stellte mich unter die Dusche. Das warme Wasser prasselte auf mich und meine Gedanken kreisten einzig und allein um Henri.
Nach ein paar Minuten stellte ich das Wasser ab und stieg aus der Dusche. Ich stellte mich vor den Spiegel, der über dem Waschbecken hing und betrachtete mein Gesicht. Ich hatte das Gefühl, dass meine Augen irgendwie strahlten und mein Gesicht frischer aussah.
Mein Spiegelbild schenkte mir ein strahlendes Lächeln, bevor ich mich umdrehte und mich mit einem fetten Grinsen im Gesicht fertig machte.
Eine halbe Stunde später ging ich zurück ins Zimmer, wo Henri im Bett lag und schlief. Er war tatsächlich einfach wieder eingeschlafen.
Ich tapste zum Bett, setzte mich auf ihn und beugte mich zu ihm runter. "Du solltest aufstehen.", flüsterte ich. Er brummte und ich überlegte einen Moment, wie ich ihm aus dem Bett bekommen konnte.
Ich stand auf und zog ihm die Decke weg. "Och man, Kat!", beschwerte er sich, doch ich erwiderte nur: "Aufstehen." "Ist ja gut. Ich will ja nicht, dass mein Schatz sich aufregen muss.", sagte er und kletterte aus dem Bett.
Doch plötzlich war mein Hirn mit etwas ganz anderem beschäftigt, als Henri aus dem Bett zu bekommen, was ich ja geschafft hatte. Meine Gedanken drehten sich einzig und allein um das Wort, das er eben zu mir gesagt hatte. Er hatte mich tatsächlich Schatz genannt und damit hatte ich wirklich absolut nicht gerechnet.
Henri hatte in der Zwischenzeit, in der ich in Gedanken versunken war, seine Sachen aus dem Rucksack geholt und kam auf mich zu.
"Bin gleich wieder da.", hauchte er an mein Ohr und gab mir dann noch einen kurzen Kuss, bevor er durch die Tür verschwand. Ich setzte mich aufs Bett und nahm mein Handy vom Nachttisch. Ich hatte eine Nachricht von Sky.
'Hey. Wie ist England? Hast du Internet? Wenn ja, wollen wir dann heute Abend skypen?'
Ich antwortete: 'Hi. Hier isses mega cool und ja ich habe Internet. Ich ruf dich heute Abend auf Skype an.'
Ein Blick auf die Uhr verriet mir, dass wir nur noch eine Viertelstunde Zeit hatten, also packte ich meine Tasche und wartete auf Henri.
"Komm. Wir müssen los.", sagte Henri, als er das Zimmer betrat. "Ich habe nur auf dich gewartet.", erwiderte ich und lief mit meiner Tasche in der Hand an ihm vorbei.
Wir liefen zu unserem Treffpunkt. Nach ein paar Minuten waren wir vollzählig und starteten unseren Trip zum Big Ben.
Vor dem Big Ben stand eine Frau. Unsere Lehrer begrüßten sie und anschließen meinte Mrs. Harrison: "Das ist Sara. Sie wird euch jetzt ein bisschen etwas über den Big Ben erzählen und anschließend gehen wir zusammen mit ihr zu noch ein paar anderen Sehenswürdigkeiten."
Sara erzählte ein paar Sachen, die wirklich interessant waren und nachdem sie fertig war machten wir noch ein Gruppenfoto. Ich war sowieso die ganze Zeit nur am fotografieren, da ich meine Kamera wieder dabei hatte.
"Wir fahren jetzt mit dem Bus zur Tower Bridge. Bitte bleibt zusammen.", meinte Sara und lief los. Wir folgten ihr und blieben schließlich an einer Bushaltestelle stehen, wo wir ein paar Minuten warten mussten.
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Shut up and kiss me
Roman d'amourKatherine ist liebevoll, verrückt und in der ganzen Schule als "die Hübsche" bekannt. Einen Freund will sie nicht. Sie denkt, dass Jungs sowieso nur Probleme machen. Katherine verbringt ihre Winterferien mit ihrer Familie in der Ferienhütte ihrer El...
