Kapitel 37
~Katherine's Sicht~
Ich öffnete die Augen und fühlte mich, wie in einem schlechten Film, indem die Hauptperson aufwacht und im ersten Moment nicht weiß wo sie ist. Von wegen umgebeben von grellen Lichtern und so.
"Kat?", fragte jemand neben mir. Henri. Plötzlich fiel mir alles wieder ein. Mein Puls stieg. Er war die ganze Zeit bei mir. Das spürte ich und es war ein wundervolles Gefühl. Ich lächelte ihn an und er grinste zurück. Seine eisblauen Augen musterten mich, während wir nur wenige Zentimeter voneinander entfernt lagen.
Doch plötzlich verzog er das Gesicht, als hätte ihm jemand ein Messer in den Bauch gerammt. Und das bereitete mir irgendwie Sorgen. "Kat, Mach das nie wieder! Ich bin fast gestorben vor Angst, als du einfach bewusstlos geworden bist!", sagte er mit verzerrtem Gesicht. Er hatte sich Sorgen um mich gemacht. Um MICH!
"Okay. Mir geht es ja gut.", flüsterte ich. "Ja, zum Glück.", murmelte Henri und legte den Arm um mich. Ich hoffte, dass ich an kein Gerät angeschlossen war, dass meine Herztöne kontrollierte. Denn dann würde im nächsten Moment eine Krankenschwester neben mir stehen und sich Sorgen um mein Herz machen. Henri zog mich näher zu sich und so lang ich an ihn gekuschelt wie ein kleines Baby.
Nach ein paar Minuten bat ich Henri um etwas zu trinken. Er stand auf und holte ein Glas Wasser, das auf einem kleinen Tisch in der Ecke stand. Das nannte ich Timing. Meine Mutter kam nämlich genau in diesem Moment in das Zimmer gestürmt. Eine Minute früher und sie hätte mich mit Fragen gelöchert. Außerdem hätte ich mir den restlichen Tag irgendwelche Sprüche anhören können.
"Um Gottes Willen, Katherine! Was machst du für Sachen?", rief sie und ich hörte die Sorge in ihrer Stimme. Henri gab mir das Wasserglas und ich nahm einen großen Schluck, bevor ich ihr antwortete. "Das war alles nur, weil ich geschubst wurde. Dann ist halt meine Hand in die Flamme gekommen und, warum auch immer, bin ich dann bewusstlos geworden.", verteidigte ich mich. "Sie hatte noch nichts gegessen und getrunken, deshalb ist ihr Kreislauf zusammengebrochen.", erklärte Henri meiner Mutter.
"So was passiert aber auch wirklich nur dir!", meinte meine Mutter und strich mir übers Gesicht. "Als ob ich was dafür könnte.", murmelte ich.
"Ich kümmere mich um deine Abmeldung und informiere mich, was wir mit deiner Hand beachten müssen.", sagte meine Mutter und gab mir einen Kuss auf die Stirn, bevor sie das Zimmer verließ.
"Vorhin war ein Arzt da. Er meinte ich soll mit dir eine Runde über den Flur laufen, damit dein Kreislauf wieder in Schwung kommt.", meinte Henri und kommt auf mich zu.
Er drückte den Knopf hinter meinem Kopf und kurze Zeit später kam eine Krankenschwester ins Zimmer, die mich von den Kabeln befreite. Sie erkundigte sich kurz nach meinem Befinden und verschwand wieder.
Ich setzte mich vorsichtig auf. Die schwarzen Punkte tauchten wieder auf. Ich schloss die Augen und so schnell sie gekommen waren, waren sie auch wieder verschwunden.
"Alles in Ordnung?", fragte Henri. "Mhm.", antwortete ich und stand vorsichtig auf. Henri stützte mich, doch als ich bis zur Tür gelaufen war, merkte ich, dass ich seine Hilfe gar nicht mehr brauchte.
Langsam löste ich mich von Henri und lief den Flur hoch und runter. "Alles gut.", sagte ich. Ich fühlte mich von jetzt auf hier wieder top fit. "Ich hab' Hunger.", sagte ich zu Henri, als ich wieder neben ihm stand. "Kein Wunder.", lachte er.
Drei Minuten später standen wir in der Cafeteria. "Was möchtest du?", fragte Henri mich und ich schaute mich um. "Nur so ein belegtes Käsebrötchen.", antwortete ich. Einen Moment später drückte Henri mir das Brötchen in die Hand. "Danke.", sagte ich und biss in das Brötchen.
Als wir wieder in dem Zimmer waren kam die Krankenschwester und befreite mich noch von dem restlichen Zeus, wie der Kanüle in meinem Arm.
"Wo wart ihr?", fragte meine Mutter, die in der Empfangshalle auf uns wartete. "In der Cafeteria. Ich hatte Hunger.", erklärte ich. Sie nickte und fragte dann: "Können wir los?" "Ja.", sagte ich und folgte meiner Mutter zum Auto.
"Wir müssen noch in die Apotheke und die Salbe für deine Hand holen. Danach fahren wir erst einmal nach Hause.", sagte meine Mutter.
"Sollen wir dich nach Hause fahren?", fragte meine Mutter Henri, nachdem sie in der Apotheke war. "Nein danke, aber sie können mich da vorne raus lassen. Von hier ist es nicht mehr weit bis zu mir.", antwortete er und meine Mutter stoppte das Auto.
Henri bedankte sich und öffnete die Tür. Ich griff nach seiner Hand und er drehte sich überrascht zu mir um. "Danke.", sagte ich. "Kein Problem.", antwortete er lächelnd und stieg aus.
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Shut up and kiss me
RomansaKatherine ist liebevoll, verrückt und in der ganzen Schule als "die Hübsche" bekannt. Einen Freund will sie nicht. Sie denkt, dass Jungs sowieso nur Probleme machen. Katherine verbringt ihre Winterferien mit ihrer Familie in der Ferienhütte ihrer El...
