Kapitel 96

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Kapitel 96
~Katherine's Sicht~

Der Sonntag Morgen begann wie am vorherigen Tag und nachdem wir gegessen hatten, machten wir uns für das Einkaufszentrum fertig. Meine Mutter hatte uns erzählt, dass verkaufsoffenes Wochenende war und so hatten wir kurzfristig beschlossen, den Tag im Einkaufszentrum zu verbringen.

Ein paar Stunden später holte uns Henris Mutter wieder ab. Wir legten die ganzen Tüten in den Kofferraum und quetschten uns dann ins das kleine Auto. Sarah brachte uns zur Eissporthalle, da uns Henris Trainer am vorherigen Tag zu dem Spiel, das diesen Abend war, eingeladen hatte. "Ich bringe eure Sachen zu dir, Kat. Bis demnächst", verabschiedete sich Sarah, als Henri die Trikots und Schals aus dem Kofferraum geholt hatte. Ich bedankte mich und nachdem wir uns ebenfalls verabschiedet hatten, gingen wir zum Eingang der Eissporthalle.

"Hier, Baby.", sagte Henri und gab mir sein Trikot. Ich schenkte ihm ein strahlendes Lächeln und zog es über meine Jacke. Henri band sich ein Trikot von irgendeinem Spieler aus North Vancouver um und gab uns allen einen Schal.

Anschließend holte er unsere Eintrittskarten, die wir wahrscheinlich nicht einmal gebraucht hätten, wenn Sky und Jayden nicht dabei gewesen wären. "Hey.", begrüßte der Typ am Eingang Henri und gab ihm einen Handschlag. "Hi, Kat.", begrüßte er auch mich und hielt mir die Hand hin. Ich schlug ein und gab ihm anschließend noch eine Faust, da Henri es eben so gemacht hatte. Woher kannte Dieser Typ bitte meinen Namen?

"Wollt ihr was trinken?", fragte Henri, da noch etwas Zeit war, bis das Spiel begann. "Bier?", fragte Jayden und Henri nickte. Sky und ich wollten eine Cola. Zusammen holten wir die Getränke und gingen anschließend zu Henris Kumpels, die mich aus irgendeinem Grund alle beim Namen kannten. Ich unterhielt mich mit Sky, da Henri sich mit Jayden und seinen Freunden über irgendwas unterhielt, von dem wir sowieso nichts verstanden.

Als der Stadionsprecher kam, zog Henri mich eine Stufe nach unten, sodass ich direkte am Geländer stand. Unter mir kam ein Ausgang der Katakomben raus, wo nach und nach die ersten Spieler her kamen. Sofort fing die Menge an zu jubeln und der Stadionsprecher begann die Namen der Spieler aufzuzählen, die währenddessen unter Lichtblitzen aufs Eis fuhren und sich in eine Reihe aufstellten.

Wenige Minuten mach dem Spektakel pfiff der Schiedsrichter das Spiel an und sofort begannen die Spieler auf dem Eis hin und her zu flitzen. Es war gar nicht mal so einfach dem Puck zu folgen.

Zur ersten Pause stand es 1:4 für die gegnerische Mannschaft. "Das war ja nicht so ein erfolgreiches Drittel.", stellte ich fest. "Das ist die übliche Taktik. Im ersten Drittel hagelt es Tore für die Gegner, im zweiten drängen wir auf Ausgleich und im letzten Drittel machen wir die Gegner fertig. So läuft das eigentlich immer. Während die anderen zum Ende hin immer schwächer werden, geben wir nochmal richtig Gas und holen nochmal alles raus.", erklärte Henri. Es war so süß wie er sich in die ganze Sache reinsteigerte und immer 'wir' sagte. Man merkte wirklich, wie viel ihm Eishockey und sein Team am Herzen lagen.

"Du bist so süß, wenn du vom Eishockey sprichst.", meinte ich und sah ihm in die Augen. Ich stand eine Stufe höher, als Henri und war deshalb ausnahmsweise mal fast so groß, wie er. "Nur dann?", schmollte er. "Natürlich nicht. Aber dann besonders.", erwiderte ich lächelnd und lehnt mih gegen ihn, während ich meine Lippen auf seine legte. Die Welt um uns herum hatte ich bereits vergessen, als Henris Augen meine gefangen genommen hatten.

Plötzlich ließ mich ein sirenenartiges Geräusch aufschrecken. "Henri hat ja wirklich Geschmack, was die Frauen betrifft. Das muss man ihm echt lassen.", hörte ich einen Typ hinter uns zu seinem Kumpel sagen. "Da haben die beiden absolut Recht.", murmelte Henri in mein Ohr und gab mir einen Kuss auf die Schläfe.

Wie Henri es vorhergesagt hatte, holte das Team im zweiten Drittel auf und ließ die Gegner im letzten Drittel kaum noch an den Puck. Schlussendlich gewannen sie 8:5, weshalb Henris Freunde beschlossen, noch etwas trinken zu gehen. "Kommt ihr mit?", fragte uns einer von ihnen. Henri warf mir einen fragenden Blick zu. Ich guckte zu Lissy und Jayden, die mit den Schultern zuckten und nickten.

Wir gingen zur U-Bahn Station und fuhren zu einer kleinen Bar.

Wir bestellen unsere Getränken und ließen uns auf den Barhockern nieder. Es waren alle Tische besetzt und die zwei Bedienungen rannten dauerhaft hin und her. "Ich komme gleich wieder, Schatz.", sagte Henri und verschwand zur Toilette. Ich redete, auf die Theke gestützt, mit Sky.

Plötzlich wurde ich von hinten angerempelt. "Sorry.", murmelte der Typ und lehnte sich über die Theke, um sich etwas zu bestellen. Ich wendete mich Sky wieder zu und redete weiter mit ihr, während ich hinter mich Griff und meine Cola nahm.

Shut up and kiss meGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt