Kapitel 82
~Katherine's Sicht~
Nach einem überwältigendem Orgasmus trug mich Henri aus dem Wasser und stellte mich vor unserem Zelt ab. Er holte zwei Handtücher und wickelte sich eins der beiden um seine Hüften. Dann wickelte er mir das anderen um und legte seine Arme um meinen Körper. Mit wurde augenblicklich warm und ich kuschelte mich näher an Henris Brust.
"Wie spät ist es?", fragte ich. "Es ist gleich ein Uhr. Die anderen werden in spätestens einer Stunde kommen.", sagte Henri und ließ mich los. Augenblicklich verschwand die Wärme aus meinem Körper und ich begann zu zittern. Henri hob unsere Klamotten auf, die überall verteilt rumlagen und warf sie auf einen Haufen vor unser Zelt.
"Wollen wir auf die anderen warten, oder willst du lieber schon schlafen?", fragte er dann und sah mich an. "Okay, die Frage hat sich erübrigt. Ab ins Zelt mit dir.", beantwortete sich Henri seine Frage selbst, als er sah, dass ich am ganzen Körper zitterte.
Ich trocknete mich schnell ab und befolgte seine Anweisung. Dann kroch ich in unser Zelt, wo ich meine Unterwäsche, meine lange Jogginghose und einen von Henris Pullis anzog. Anschließend kuschelte ich mich in meine Decke. Kurz darauf schlüpfte auch Henri ins Zelt und zog sich an. Dann legte er sich neben mich unter die Decke und zog mich an sich. "Ich liebe dich, Baby.", sagte Henri. "Ich dich auch.", murmelte ich und drehte mich zu ihm, um ihm in die Augen zu gucken. Und so lagen wir da. Nur das sanfte Rauschen der Wellen war leise zu hören. Ich versank in seinen wunderschönen Augen und schlief irgendwann ein.
Ich wachte auf, als jemand den Reißverschluss zu unserem Zelt öffnete. Vom Schlaf benommen legte ich meinen Kopf zurück an Henris Brust und schlief direkt wieder ein.
Am nächsten Morgen wachte ich vor Henri auf und auch draußen war es noch still. Ich beschloss einfach zu warten, bis Henri aufwachte, doch nach fünf Minuten konnte ich nicht mehr still liegen.
Ich schälte mich vorsichtig aus Henris Armen und suchte meine kurze Sporthose, meinen Sport BH und ein T-Shirt zusammen. Ich zog mich schnell um und schlüpfte in meine Turnschuhe.
Nachdem ich das Zelt verlassen hatte, lief ich los. Ich joggte so nah am Wasser, dass ich auf dem feuchten Sand lief. Heute war unser letzter Tag in Spanien. In dieser einen Woche war so verdammt viel passiert. Es kam mir so vor, als wären wir schon vor einer Ewigkeit in Kanada losgeflogen.
Nach zwanzig Minuten, in denen ich ununterbrochen über die Zeit in Spanien nachgedacht hatte, beschloss ich umzudrehen, da ich den Weg ja auch noch zurück musste.
Als ich bei den Zelten ankam, waren die anderen immer noch nicht wach. Ich nahm mir den Wasserkanister, der neben dem Feuer stand und füllte mit eine Tasse, die ich auf den Minigasherd stellte, den Lucía mitgeschleppt hatte.
Nachdem ich mir einen Tee gekocht hatte, setzte ich mich in dem Sand und guckte der Sonne zu, die immer weiter am Himmel aufstieg.
Eine gefühlte Unendlichkeit später kamen Lissy und Lucía aus dem anderen Zelt. Sie setzten sich verschlafen neben mich in den Sand uns lehnten sich von beidem Seiten an meine Schulter.
"Wo warst du um diese Uhrzeit bitte schon? Sportklamotten? Du?", fragte Lissy und nahm mir meine Tasse ab, um festzustellen, dass sie leer war. Sie drückte mir sie wieder in die Hand. "Ich war joggen.", erwiderte ich ernst. "Joggen? Du? Um diese Uhrzeit?", fragte Lissy ungläubig. "Du gehst doch normalerweise nicht mal so joggen.", fügte sie dann lächelnd hinzu. "Tja. Ich hatte halt heute mal Lust darauf. Und da ihr sowieso alle geschlafen habt.", verteidigte ich mich.
Rúben, Alexa und Henri kamen wenige Minuten später auch aus den Zelten gekrochen. "Morgen.", brummten sie. "Guten Morgen. Ihr könnt euch direkt fertig machen, wie gehen jetzt frühstücken. Also hopphopp, wir haben Hunger.", scheuchte Lucía die Drei direkt los.
In der Bar, in der wir zuvor auch schon gefrühstückt hatten, setzten wir uns an den gleichen Tisch wie an den Tagen zuvor. Nachdem wir unser Essen von Buffet geholt hatten und wieder am Tisch saßen begann Lissy zu reden. "Kat, kannst du dich eigentlich daran erinnern, was du heute Nacht geredet hast?", fragte sie amüsiert. Ich schüttelte fragend den Kopf und war mir gar nicht so sicher, ob ich es überhaupt wissen wollte. Ich wusste, dass ich mal wach war und dass jemand in unserem Zelt war, doch ich konnte mich an kein Gespräch erinnern.
"Zuerst hast du gesagt, dass ich bitte bei den anderen schlafen sollte, weil du das Zelt mit Henri allein haben willst und dann hast du irgendwas unverständliches gesagt. Und dann-", "Okay, es reicht. Was auch immer ich gesagt habe, ich kann mich nicht erinnern. Falls es etwas gemeines war, tut es mit Leid.", unterbrach ich Lissy, bevor sie noch irgendwas peinliches erzählen konnte und lenkte mit einem Gespräch über unsere Abreise ab.
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Shut up and kiss me
RomanceKatherine ist liebevoll, verrückt und in der ganzen Schule als "die Hübsche" bekannt. Einen Freund will sie nicht. Sie denkt, dass Jungs sowieso nur Probleme machen. Katherine verbringt ihre Winterferien mit ihrer Familie in der Ferienhütte ihrer El...
