Kapitel 89
~Katherine's Sicht~
"Jetzt erzählt mal. Was habt ihr so gemacht?", fragte meine Mutter, nachdem alle fertig gegessen hatten und satt und zufrieden waren. Sofort brach Gemurmel am Tisch aus und alle stimmten meiner Mutter zu und beschwerten sich, dass wir noch nichts erzählt hatten.
"Also wir haben Ausflüge nach Málaga in die Stadt gemacht und waren auch an irgendwelchen langweiligen Sehenswürdigkeiten.", begann Henri und ich fügte hinzu: "Manche Sachen waren aber wirklich interessant." "Mhm, total.", brummte Henri neben mir und ich musste schmunzeln. Für mich war allein jede Sehenswürdigkeit, wo ich tolle Fotos machen konnte ein Volltreffer. "Wo ich gerade an meine Kamera denke. Ich hab total viele Bilder gemacht, also wie wäre es, wenn wir die Kamera an den Fernseher anschließen würden und wir euch dann zu den Bildern erzählen, was wir gemacht haben.", schlug ich vor und stand schon auf, um meine Kamera holen zu gehen.
Nachdem mein Vater meine Kamera mit dem Fernseher verbunden hatte, ging ich Bild für Bild durch und erzählte von den verschiedenen Ausflügen, wobei Henri mich hin und wieder anstupste, da ich zu sehr ins Detail ging oder abdriftete.
"Und das ist das Boot von Lucías und Rúbens Eltern. Mit dem waren wir eigentlich fast jeden Tag unterwegs und sind dann draußen im Meer geschwommen.", erzählte ich und klickte zu dem nächsten Bild, wo man das Boot nochmal besser sehen konnte. "Was für ein nobles Teil.", schwärmte Henris Mutter, der sofort alle zustimmten.
Nach ein paar weiteren Bilder kamen die ersten Videos und Fotos von unserem Campingwochenende am Strand. "Das war total cool. Wir haben einfach unsere Zelte dahin gestellt und haben da gezeltet.", sagte ich und klickte weiter. "Gegessen haben wir meistens in dieser Bar hier.", sagte ich und zeigte die Bilder, die ich bei unserem Mittagessen gemacht hatte. "Da haben wir auch ein bisschen Party gemacht.", fügte Henri hinzu.
Als wir nach zwei Stunden schließlich alle Bilder angeguckt hatten, füllten sich unsere Eltern die Weingläser nach und machten es sich auf der Couch bequem, wo sie ruck zuck so tief in ihren Gesprächen vertieft waren, dass sie nicht einmal merkten, dass wir nach oben in unsere Zimmer verschwanden. Ashton checkte sofort, dass Henri und ich unsere Ruhe haben wollten und fragte Steve, ob er Lust auf eine Runde Fifa hatte. So verschwanden die beiden in Ash's Zimmer und Henri und ich hatten noch ein bisschen Zeit für uns.
"Jetzt bin ich echt fertig. Eigentlich will ich nur noch schlafen.", gähnte ich, als wir in meinem Zimmer waren. In Spanien wäre es schon Mitten in der Nacht. "Ich geh mich schnell umziehen.", sagte ich und verschwand im Bad. Ich zog mich schnell um, putzte mir die Zähne und wusch mir das Gesicht, bevor ich zurück in mein Zimmer ging, wo Henri auf meinem Bett saß.
Ich schmiss mich auf die gemütliche Matratze, die ich ein kleines bisschen vermisst hatte und atmete den bekannten Duft nach Waschmittel ein. Meine Mutter hatte mein Bettzeug gewaschen, während ich weg war. "Leg dich zu mir.", murmelte ich und krabbelte unter meine Decke. Henri tat, um was ich ihn gebeten hatte und nahm sich die Fernbedienung, die neben meinem Bett lag.
"Ich darf jetzt nicht einschlafen.", flüsterte Henri und schaltete den Fernseher an. Er stellte die Lautstärke runter und zeppte durch die Kanäle, während ich mich in seine Arme kuschelte und von jetzt auf hier eingeschlafen war.
"Henri. Komm, wir gehen.", hörte ich eine bekannte Stimme flüstern. Sarah? "Hm?", erwiderte Henri und ich merkte wie er hochschreckte. "Es ist halb zwölf und ihr habt morgen Schule. Auch wenn ihr später Unterrichtsbeginn habt als sonst musst du immer noch früh genug aufstehen und dein Zeug packen. Also los jetzt.", sagte Sarah und ich spürte, wie Henri sich neben mir bewegte. Ich war zwar im Halbschlaf, doch ich wusste, dass ich, wenn Henri jetzt gehen würde, nicht mehr richtig schlafen konnte. Also schlang ich meine Arme fester um ihn, damit er nicht gehen konnte. "Baby, ich muss nach Hause.", flüsterte Henri. "Nein, geh nicht.", jammerte ich und wurde langsam wacher. "Ich muss.", erwiderte er. Ich hörte, wie schwer es ihm fiel das zu sagen, denn er wollte ebenso wenig gehen.
"Henri. Komm jetzt.", meinte Sarah. Henri beugte sich zu mir runter und gab mir noch einen Kuss, bevor er sich erhob, meinen Fernseher ausschaltete und mein Zimmer verließ. Sofort verschwand die wohlige Wärme um mich herum, als hätte Henri sie einfach mitgenommen. Ich setzte mich leicht auf und guckte ihm mit zusammengekniffenen Augen hinterher.
Als er die Tür hinter sich schloss sank ich zurück ins Kissen. Jetzt lag ich, immer noch todmüde in meinem Bett, konnte jedoch nicht schlafen.
Nach einiger Zeit, in der ich mich in meinem Bett rumgewälzt hatte, fiel ich schließlich doch noch in einen unruhigen Schlaf.
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Shut up and kiss me
RomansaKatherine ist liebevoll, verrückt und in der ganzen Schule als "die Hübsche" bekannt. Einen Freund will sie nicht. Sie denkt, dass Jungs sowieso nur Probleme machen. Katherine verbringt ihre Winterferien mit ihrer Familie in der Ferienhütte ihrer El...
