Kapitel 97
~Katherine's Sicht~
Ich wachte auf und guckte direkt in das grelle Licht über mir. Ich kniff die Augen zusammen und sah mich um. Der Raum erinnerte mich direkt an ein Krankenhaus. Links neben mir stand eins dieser typischen Krankenhausbetten, auf dem Sky und Jayden aneinandergekuschelt lagen und schliefen. Als ich hinter ihnen aus dem Fenster guckte, sah ich, dass es draußen dunkel war.
Eine kleine Bewegung an meiner Hand ließ meinen Kopf nach rechts schnellen. Henri saß neben meinem Bett auf einem Stuhl und lag mit dem Oberkörper auf meinem Bett. Er schlief und hielt währenddessen meine Hand. Als ich den Blick auf das Ende meines Bettes schweifen ließ, sah ich meine Mutter zusammengesackt und schlafend auf einem Stuhl sitzen. Das hieß wohl, dass alle wegen mir hier waren. Aber wieso? Schließlich hatte ich keine Schmerzen und fühlte mich schön ausgeschlafen.
"Henri?", flüsterte ich und drückte leicht seine Hand. Er schreckte sofort hoch und guckte mich einen Moment verwirrt und verschlafen an, bevor er realisierte, dass ich ihn angesprochen hatte. "Oh mein Gott, Baby! Gott sei dank bist du wach.", erwiderte er, ebenfalls flüsternd. "Was ist passiert? Warum bin ich überhaupt hier? Mir geht es doch gut.", fragte ich, wobei ich mich wahrscheinlich alles andere als gut anhörte, da mein Hals ganz trocken war. "Das erzählen dir bestimmt die Ärzte gleich. Ich wecke jetzt erstmal deine Mutter und dann hole ich eine Krankenschwester oder so.", meinte er und stand auf. Er gab mir noch einen sanften Kuss auf die Stirn und flüsterte: "Ich liebe Dich, Baby", bevor er zu meiner Mutter ging, um sie zu wecken. Henri redete leise mit ihr und verschwand kurz darauf aus dem Raum.
"Schätzchen, was machst du denn für Sachen?", fragte sie und nahm meine Hand. Erst jetzt bemerkte ich, dass ich eine Kanüle gesetzt bekommen hatte. "Mom, ich habe absolut keine Ahnung, warum ich überhaupt hier bin. Mir geht es doch gut.", sagte ich. Sie deutete mir, etwas leiser zu sein und zeigte auf Sky und Jayden.
"Du bist in der Bar bewusstlos geworden. Die Ärzte haben einen Verdacht auf K.O. Tropfen und haben dir Blut abgenommen.", sagte meine Mutter. Im gleichen Moment ging die Tür auf und Henri kam mit ein paar Ärzten im Schlepptau an mein Bett.
"Hallo Ms. Moore. Wie geht es ihnen.", fragte einer der Ärzte und trat nach vorne. "Gut.", antwortete ich. "Ihre Bluttests sind vor wenigen Minuten gekommen. Wir lagen mit unserer Vermutung auf K.O. Tropfen richtig.", sagte der Arzt an meine Mutter gewandt. "Und was bedeutet das jetzt?", fragte meine Mutter besorgt. "Die Schwester kommt gleich und wird mit ihnen die Entlassungspapiere fertig machen. Wenn sie wollen könnte jedoch auch erst ein Psychologe kommen.", bot der Arzt an. "Nein, danke. Es ist ja nichts passiert. Mir geht es gut.", widersprach ich und stand auf. "Könnten Sie das Ding hier entfernen?", fragte ich und zeigte auf die Nadel in meiner Hand.
Eine halbe Stunde später liefen wir zu dem Auto meiner Mutter. Ich ließ mich auf die Rückbank neben Henri sinken und schloss die Augen. Ein Blick auf die Uhr sagte mir, dass es erst sechs Uhr war. "Darf ich in die Schule gehen?", fragte ich meine Mutter, die über meine Frage anscheinend genau so überrascht war, wie ich selbst. "Also mir wäre es lieber, wenn du zu Hause bleiben würdest.", erwiderte sie. "Aber ich möchte wirklich in die Schule. Ich hab keine Lust den ganzen Mist nachzuarbeiten.", sagte ich und legte meinen Kopf an Henris Schulter. "Na gut. Aber wenn es dir nicht gut geht rufst du sofort an und ich hole dich ab! Und trink viel! Henri du hast bitte ein Auge auf sie.", gab meine Mutter widerwillig nach.
Zu Hause machten wir uns schnell fertig und frühstückten zusammen, bevor meine Mutter uns in die Schule fuhr. Gerade als ich aussteigen wollte, zog meine Mutter mich zurück auf den Sitz. "Kat? Übertreibs heute nicht. Mir ist wirklich nicht so wohl bei dem Gedanken, dich jetzt in die Schule zu lassen.", sagte sie. "Mach ich.", erwiderte ich. "Bis heute Mittag.", verabschiedete ich mich und stieg aus. "Tschüss. Viel Spaß.", rief meine Mutter noch, bevor ich die Autotür zu machte und zu den anderen ging, die auf mich gewartet hatten.
"Oh mein Gott, Kat! Wie geht's dir? Alles okay?", fragte Lissy, die sofort auf mich zu gerannt kam. "Ja. Es ist ja nichts passiert.", erwiderte ich. Lissy ließ mich los und begrüßte Sky und Jayden. Anschließend gingen wir kurz zu den anderen, bevor es zum Unterricht klingelte und wir uns auf den Weg zur Klasse machten.
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Shut up and kiss me
RomanceKatherine ist liebevoll, verrückt und in der ganzen Schule als "die Hübsche" bekannt. Einen Freund will sie nicht. Sie denkt, dass Jungs sowieso nur Probleme machen. Katherine verbringt ihre Winterferien mit ihrer Familie in der Ferienhütte ihrer El...
