James Potter x Sam Dawson Part 2

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James beobachtete schweigend und in Gedanken, wie seine Freunde am Frühstückstisch Witze rissen und in schallendes Gelächter ausbrachen

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James beobachtete schweigend und in Gedanken, wie seine Freunde am Frühstückstisch Witze rissen und in schallendes Gelächter ausbrachen. Beide von ihnen ihren einst zum Bersten gefüllten Teller bereits zur Hälfte geleert. James' war noch voll. Er brachte keinen Bissen hinunter. Und in diesem kurzen Moment verabscheute er Sam dafür, dass er lachen, essen, schlafen und geniessen konnte, obwohl er doch der Grund war, weswegen James in dieser Nacht kein Auge hatte schliessen können.

"Averys Gesichtsausdruck, Tatze, erinnerst du dich?", lachte Sam auf, dabei sein Gesicht verziehend, um den älteren Slytherinschüler nachzuahmen. Imitationen lagen ihm und wäre James auch nur annähernd gut gelaunt, hätte er wahrscheinlich gesagt, dass es seine bisher beste Imitation war. Sirius schien dies ähnlich zu sehen, denn noch in diesem Augenblick brach er in ein gellendes Gelächter aus, dabei beinahe den Orangensaft ausspukend, welchen er eben noch zu sich genommen hatte.
Für eine ganze Weile noch beobachtete James, ehe es ihm allmählich zu viel wurde.

"Erzähl es ihm.", entkam es James, dabei Sam mitten im Satz unterbrechend. Seine Arme verschrenkt vor seiner Brust beobachtete er, wie Sams Lachen langsam erstarb. Und wie sich Sirius' Blick verwirrt auf ihn richtete. "Komm schon, erzähl ihm davon."

Sam liess seine Gabel sinken, auf einmal den Anschein machend, als hätte er keinen Hunger mehr. Aber James kümmerte sich nicht darum. Und auch nicht um den leicht bittenden Blick, welcher Sam ihm zuwarf. Er war wütend.

"Gestern Nacht hat Sam mir gesagt, dass er vorhat, die restlichen Ferien bei sich zuhause zu verbringen.", sprach er, weil Sam es nicht tat. Er konnte den verletzten Ausdruck auf Sams Gesicht erkennen, offensichtlich hatte dieser ihm seinen Plan im Vertrauen erzählt und nicht damit gerechnet, dass dieser ihn am Frühstückstisch offenbarte.
Der schockierte Blick, welcher Sirius ihm daraufhin zuwarf, reichten aus, dass Sam auf seinem Stuhl zusammensank.

"Ist das dein ernst?", entfuhr es Sirius ungläubig, von einem Moment auf den nächsten hatte er sein Grinsen verloren. "Scheisse, hast du nicht aus dem letzten Mal gelernt? Wieso zum Teufel würdest du das wollen?!"

Sam zuckte mit seinen Schultern. Der verletzte Gesichtsausdruck auf seinem Gesicht hatte sich durch einen sturen ersetzt.

"Scheisse, Tatze, ich hatte ein Leben vor euch. Und anders, als ihr vielleicht glaubt, war es nicht einfach nur... scheisse."

"Kann ich mir nur schwer vorstellen."

Und mit diesem Satz hatte James Potter es zu weit getrieben. Sam war verletzt. Verletzter den je, auch wenn er nicht genau wusste wieso. Letztendlich wusste er, dass die Geschichten, welche er seinen Freunden erzählt hatte, nicht gerade das Bild einer traumhaften Kindheit kreierten.
Er hatte ihnen erzählt, wie einer seiner ehemaligen besten Freunde kein rechtes Ohr mehr besass, weil dessen verrückter Vater dieses gegen den Herd gehalten hatte. Und wie der Freund seines Bruders Ricky Sam einmal fast mit einem Messer aufgeschlitzt hatte, weil er stolz und rücksichtslos war und Sam bereits damals eine zu grosse Klappe gehabt hatte. Er hatte James selbst davon erzählt, dass er einmal eine ganze Woche lang von der Schule verwiesen worden war, weil man ihm vorgeworfen hatte, Geld gestohlen zu haben. Niemand anderem hatte er es erzählt. Denn dieser Vorfall hatte ihn mehr getroffen als alles andere.
Er hatte das Geld gestohlen, das musste er zugeben. Aber einen Tag später hatte er es bereut und versucht zurückzugeben, noch ehe das Fehlen davon gross aufgefallen wäre. Wie es sich eine knappe Woche später herausgestellt hatte, hatte die Lehrperson, welcher er den Diebstahl gestanden und welcher er das Geld zurückgegeben hatte, es schlichtweg behalten. Und er war dafür bestraft worden. (hehe kleine Referenz zu meinem Lieblingsfilm "Stand by me")
Nein, korrupte Lehrer, verrückte Väter, Messer und Knarren kreierte keine blumige Vergangenheit. Und dennoch hatten James' Worte ihn getroffen. Denn es hatte schöne Momente in seiner Kindheit gegeben. Es hatte gute Menschen in seiner Kindheit gegeben.

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