James Potter x Cordelia Black (Black blood) Part 9

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Cordelia Black realisierte zwei Tage danach, dass sie absolut aufgeschmissen war

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Cordelia Black realisierte zwei Tage danach, dass sie absolut aufgeschmissen war. Es war ein Sonntagmorgen, sie sass am Slytherintisch, sollte eigentlich frühstücken und etwas zum Gespräch ihrer Freunde beitragen, doch das Gespräch langweilte sie und der Gedanke zu Essen kam ihr nicht. 

"Fuck.", entkam es ihr leise, als sie sich durch ihre Locken fuhr und sich langsam ihre Schläfe rieb. Wie konnte es sein, dass sie an ihn dachte? An Potter. Wie konnte es sein, dass sie in der vergangenen Nacht von ihm geträumt hatte? Potter, Potter, Potter. Eine verdammte Nacht und sie brachte ihn nicht mehr aus ihrem Kopf. Eine Nacht und nun besass sie diese Stimme in ihrem Kopf, welche wieder und wieder seinen Namen flüsterte. Seit wann war sie denn so verzweifelt? Selbst in diesem Moment begannen ihre Augen Ausschau nach ihm zu halten, sie suchte den Gryffindortisch nach ihm ab und spürte ein kleines, ihr verhasstes Kribbeln in ihrem Körper, als sie ihn schliesslich entdeckte. Er sass mit ihrem Cousin. Ein Wunder, soweit sie wusste, stand ihr Cousin an einem Sonntag nie früher auf als zur Mittagszeit, doch irgendetwas musste Sirius an diesem Tag aus seinem Bett getrieben haben. War sie es vielleicht gewesen? Hatte James ihm von ihr erzählt? War ihr Cousin nun erfüllt mit Angst, dass er James für immer an sie verlieren würde? 

Es war eine berechtigte Angst. Jedermann wusste, dass Cordelia das bekam, was sie wollte. Und zu ihrem eigenen Bedauern schien diese eine Nacht ihr schlichtweg nicht gereicht zu haben. James Potter hatte etwas faszinierendes an sich. Er schaffte es, und sie wusste nicht wie, durch seine Gefühle so abhängig von ihr zu sein, dass es sie noch nicht einmal störte, dass es ihr sogar gefiel, ihm die Kontrolle zu geben, wenn es um Sex ging. Er liess sie mit einfachen Berührungen und Worten zerfallen, ohne dass er sie dabei zerstörte. Und er brachte sie dazu, sich ihm freiwillig zu ergeben, ohne dass er sie dabei auch nur im geringsten schwächte. Er war fähig, sie zu dominieren, ohne sie dabei minderwärtig oder untergestellt fühlen zu lassen, sondern begehrt. Sie hatte noch nie etwas wie das erlebt und vielleicht hatte er sie in dieser einen Nacht davon abhängig gemacht. Was auch immer er mit ihr tat, es war eine Droge. 

"Fuck."

Er war in Gedanken, stocherte mit der Gabel im Essen herum, starrte jedoch abwesend auf den Tisch vor ihm. Dachte er wohl an sie? Sirius versuchte angestrengt, ihn in ein Gespräch zu verwickeln, doch James ging kaum darauf ein, lebte stattdessen in seinen Gedanken. 

Cordelia schmunzelte. 

Er dachte an sie. Sie wusste es, ansonsten würde Sirius sich nicht die Mühe geben, James aus seinen Gedanken zu werfen. Vielleicht sollte sie ihrem Cousin zeigen, dass er nicht bloss am verlieren war, sondern bereits verloren hatte. Vielleicht, sollte sie sich das, was sie wollte, noch in diesem Moment holen.

Sie zwang ihr Lächeln dazu zu verschwinden und stand auf, verursachte damit, dass einige Blicke auf sie fielen, doch ignorierte alle davon.

"Potter!", sprach sie laut. Sein Kopf hob sich, sein Blick fiel auf sie. Seine hübschen, braunen Augen musterten sie neugierig und verliehen ihm für einen kurzen Moment das Aussehen eines jungen Rehkitz. Bambi. Erstaunlicherweise war es dieser Blick, der Cordelia Black dazu brachte, sich angestrengt auf die Lippen zu beissen, damit sie sich nicht zu einem amüsierten Grinsen verzog. Es war erstaunlich, dass er durch diesen Blick so unglaublich unschuldig wirkte, obwohl er sich doch noch in diesem Moment zurück an die weniger unschuldigen Dinge, welche er mit ihr getan hatte, erinnerte. Wundervolle Dinge.

Sie nickte in die Richtung der Tür, ohne dabei ihre Augen von ihm zu nehmen, und drehte sich dann um. Sie trat, keinen Blick zurückwerfend, um sicherzustellen, dass er ihr folgen würde, aus der grossen Halle hinaus. 

Er würde ihr folgen, bloss wenige Sekunden später. Er würde sie einholen, sich, sein Rücken an der Wand, von ihr küssen lassen und sich und sie schliesslich geschickt und schnell so drehen, dass sie die Position wechselten. 

Es war das, was sie in den nächsten Wochen noch unzählige Male tun würden. Cordelia würde seinen Namen rufen, bloss seinen Namen, nicht mehr, und er würde ihr in ein leeres Klassenzimmer oder selbst in eine Besenkammer folgen. Und nach einer Weile begann er das Selbe bei ihr zu tun, ihren Namen durch die Gänge, durch die Grosse Halle oder selbst in einem Klassenzimmer zu rufen, damit sie mit für eine Weile von der Bildfläche verschwand. Manchmal rief er noch nicht einmal ihren Namen, zog sie schlichtweg mit sich oder warf sie sich über seine Schulter. Sie beide waren in absolut allem verschieden, in allem, bis auf die Tatsache, dass sie beide nicht genug voneinander bekommen konnten. 

Jeder Schüler wusste davon. Natürlich taten sie es, James und Cordelia gaben sich auch nicht wirklich viel Mühe, es zu verheimlichen. Die Meisten davon hatten sich bereits daran gewöhnt. Bloss noch einige Slytherins beobachteten das Schauspiel mit wütenden Blicken, doch sagen taten sie nichts. Niemand hinterfragte Cordelia, Cordelia liess sich nicht von irgendjemandem hinterfragen. 

Sie war schliesslich die Spielerin, keine Schachfigur. Sie musste sich nicht erklären und wenn sie ehrlich war, konnte sie sich auch nicht erklären. 

Dinge änderten sich so schnell, dass sie selbst nicht verstand, wie es dazu kommen konnte. James Potter war nicht einfach bloss noch ein Spiel für sie. Sie liebte ihn nicht, doch sie konnte nicht bestreiten, dass sie ihn zu mögen begonnen hatte. Sie mochte seinen Humor, mochte die Tatsache, dass er sie davor und danach immer fragte, wie es ihr ging, dass er auf die Geräusche, welche sie von sich gab, reagierte. Ob nun mit Sorge und Fragen oder Küssen. Sie mochte, wie er sie davor, dabei und danach anblickte und sie mochte, wie er sie für eine kurze Weile so fühlen liess, als wäre sie weder eine Black noch eine Slytherin oder ein Monster, sondern schlichtweg Cordelia. Und sie liebte, dass er sie in diesen Momenten so schätzte, wie sie nun einmal war. 

Er war gut. Ein guter Liebhaber, ein guter Freund, ein guter Mann und sogar ein guter Mensch. Sie hatte früher immer aus vollstem Herzen bezweifelt, dass diese tatsächlich existierten, doch James Potter hatte sie vom Gegenteil überzeugt. Und das hatte zur Auswirkung, dass sie ihn nicht verletzt sehen wollte. Weder verletzt von ihr noch von irgendjemand anderem. Cordelia Black entwickelte zu ihrer eigenen Überraschung einen Beschützerinstinkt. Sie wollte nicht mehr hören, wie Slytherins angewidert über ihn sprachen, wollte ihre Verwünschungen nicht hören, wollte ihre Drohungen ihm gegenüber nicht hören. Doch sie tat nichts dagegen, wusste sie schliesslich, was für ein Chaos ausgelöst werden würde, würde sie James' Seite gegenüber der ihres Hauses wählen. 

Das Problem war bloss, dass ihr Beschützerinstinkt über die Wochen hinweg so stark wurde, dass der Tag kommen musste, an welchem sie explodierte. Der Tag, an dem sie das erste Mal tatsächlich ihn wählen würde und sich für ihn sogar gegen ihr Haus stellen würde.

Es war der Tag eines Quidditchspiels gewesen, Slytherin gegen Gryffindor. Er war dafür bestimmt gewesen, im Chaos zu enden. 


Vielen Dank für eure Meinung im letzten Kapitel! Ihr habt gewählt und "Black blood" ist es geworden. Für alle, die etwas anderes kommentiert haben, keine Angst, ich werde auch diese fortführen.

:)


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