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Als James am nächsten Morgen in seinem Bett aufwachte, hatte er alles von der Nacht zuvor vergessen. Es war eine freiwillige Entscheidung gewesen, nachdem Severus ihn davon überzeugt hatte, dass es das Beste war, dass die Wahrscheinlichkeit ansonsten unglaublich gross wäre, dass er alles davon, vom Gespräch mit Severus bis zu seiner Zeit mir Raine den Todessern erzählen würde. Also hatte er zugelassen, dass Severus ihm diese Erinnerungen nahm und ihn erneut unwissend zurückliess.
Als er also aufwachte, glaubte er, die ganze Nacht hindurch in seinem Zimmer geschlafen zu haben, er erinnerte sich nicht daran, wie er aus seinem Zimmer gegangen war, wie er Raine seine Gefühle gestanden hatte und wie sie letztendlich miteinander geschlafen hatte, er erinnerte sich nicht daran, wie er mit Severus gesprochen hatte und wie sie gemeinsam schliesslich in Raines Zimmer gegangen waren, um mit ihr nach einer Lösung für alles zu suchen. Das Fragezeichen in seinem Kopf war stärker und grösser als je zuvor, doch genauso war es versteckt. Versteckt hinter einem durch den Imperiusfluch heraufbeschworene Nebel in seinen Gedanken, der alles fragwürdige verbarg und in ihm die Illusion hervorrief, dass absolut alles seine Richtigkeit hatte, dass alles, was man ihm befahl zu tun, das Richtige war und auch das, was er selbst wollte. Natürlich fragte er sich, als er von seinem Bett aufstand, wieso er so unglaublich erschöpft war und noch wichtiger: Wo genau sein Zauberstab sich befand, doch erschöpft zu sein trotz ausreichendem Schlaf konnte normal sein und dass er seinen Zauberstab verlegte, war auch keine wirkliche Seltenheit. So gab er sich damit zufrieden, ihn später zu suchen, seine Probleme später in Angriff zu nehmen, denn von diesen zwei Dingen abgesehen war sein Morgen fantastisch. Aus irgendeinem Grund fühlte er sich trotz Müdigkeit grossartig, hatte ständig das Bedürfnis zu grinsen und zu lächeln und war so glücklich, wie er es bereits lange nicht mehr gewesen war. Und das war wahrscheinlich auch der Grund, wieso er auf dem Gang stehen blieb, als er ihr Zimmer passierte.
"Wieso lässt ihr sie nicht einfach in ihrem Zimmer? Ich kann mir kaum vorstellen, dass sie uns sonderlich von Nutzen ist, wenn ihr sie immer an unsere Treffen mitnehmt.", gab er von sich, als er Rodolphus musterte, der vor ihrer Tür stand und so aussah, als würde er bereits seit einer Weile dort stehen.
"Das geht dich kaum etwas an, Potter.", sprach dieser gleichgültig, doch James ging es etwas an. Und so war seine gute Laune innerhalb von Sekunden wieder verschwunden.
"Sie ist ein Legilimens, wenn ihr sie also die ganze Zeit mit euch mitschleppt, ist es ein leichtes für sie, geheime Informationen an den Orden zu verraten und ob du es glaubst oder nicht, ich habe wirklich keine Lust darauf, dass der Orden weiss, was wir vorhaben, uns somit in Fallen locken können und uns nach Azkaban verfrachten können, bloss weil ihr euren Spass dabei habt, sie an eurer Seite zu haben. Also doch, ich denke, es geht mich etwas an.", knurrte er und trat drohend einen Schritt näher auf Rodolphus zu, welcher für einen Moment so wirkte, als würde er gleich seinen Zauberstab ziehen, dann allerdings beeindruckt seine Augenbrauen anhob und pfiff.
"Was für ein Vorzeige-Todesser du doch bist, Potter. Wer hätte das jemals geglaubt.., aber sorg dich nicht um unser Vorhaben, wir holen sie nicht aus dem Zimmer.", schmunzelte Rodolphus, ehe ein Schrei erklang und James leicht zusammenzucken liess. Ruckartig wandte er sich der geschlossenen Tür zu, hinter welcher der Schrei erklungen war und welcher zweifelslos ihr gehört hatte. Rodolphus, der ihn dabei beobachtet hatte, begann breiter zu grinsen und zuckte auf James' fragenden Blick hin unschuldig mit seinen Schultern. "Wir haben bloss ein wenig unseren Spass."