Als er aus einem Wagen stieg und auf mich zukam, konnte ich diese Gefühl gar nicht einordnen. Ich zog scharf die Luft ein und unterdrückte mir das Lippen beißen. Es war alles genau wie im Film.
Alles war stehen geblieben, Kyle kam auf mich zu und das in Zeitlupe. Mein Herzschlag war nun auch kaum überhörbar, alles war so krass und nicht real. Es fühlte sich so an, als würde mir jemand etwas in meinen Drink gemixt haben und ich auf Droge wär.
Je näher er mir kam, desto krasser wurde dieses unglaublich starke Gefühl. Seine Haare die perfekt, aber auch wirklich Perfekt lagen, seine hohen Wangen Knochen die zu seinem schmalem Gesicht perfekt passten. Und seine Augen, seine Augen die Romane schrieben und mich immer wieder aufs neue verzauberten. Alles war einfach nur Perfekt. Ich zog alles in mich hinein und versuchte diesen Moment für immer zu behalten.
Schließlich kam er nach einer Ewigkeit an und gab mir ein Kuss auf meine Stirn. Und wie sollte es auch anders sein, fing an dieses stelle zu brennen, Prickeln und Kribbeln.
,,Können wir los, meine Schönheit?'', fragte er mich mit seinem Berühmtem Lächeln. Meine Beine wurden zu Pudding und ich versuchte mich zusammen zu reißen.
,,Nichts lieber als das.'', murmelte ich vor mich hin. Ich stütze mich bei ihm ein und ging hinüber zum Auto. Kaum waren wir drinne, schon hatte ich so viele fragen.
,,Wohin fahren wir? Und wo sind eigentlich Lena und Austin? Gehen wir Essen?'', bombardierte ich ihn mit fragen.
,,Lou, ganz langsam. Also erstes, es ist eine Überraschung, dass heißt ich werde dir Garnichts verraten. Und zweites, Lena und Austin sind schon in Italien. Wir fliegen morgen nach.'', ich nickte nur still und rutschte ungeduldig auf meinem Sitzt herum. Ich wollte einfach wissen wohin wir gingen und was wir taten.
Nach einer halben Stunde waren wir immer noch nicht angekommen und das machte mich noch neugieriger. Ich meine, so lange fuhr man doch nicht zum Essen oder was wir auch taten. Aber ich tippte wir aßen irgendwo im schicken Restaurant.
Schließlich kamen wir an, kaum war ich ausgestiegen, schon sah ich die ganze Skyline von Wien. Der Atem wurde mich förmlich aus meiner Lunge gerissen und ich war in Trance.
Ich musste mich darauf konzentrieren das meine Kinnlade oben blieb und nicht schon am Boden hing. Denn diese Aussicht, sie war einfach nur wunderschön. Wo fand Kyle diese Orte immer?
Ich spürte wie er seine beiden Arme um mich legte und sein Kinn auf meine Schulter legte. Ich fing an zu lächeln und atmete seinen vertrauten Duft ein. Wenn ich so nachdachte, war das alles hier so komisch.
Ich meine, vor Monaten hatte ich Kyle noch als Arschloch abgestempelt und jetzt stand ich hier und genoss mit ihm die Aussicht. Ich wusste nicht wie lange Kyle und ich schon zusammen waren, denn ich hatte jegliches Zeitgefühl verloren, aber alles ging zu schnell. Es war so, als würde uns die Zeit weglaufen, als würde sie uns fehlen.
Oder ich war es einfach die viel zu sehr Angst hatte, dass wir nur eine begrenzte Zeit hatten. Denn mit meinen 18 Jahren, hatte ich schon viele Beziehungen gesehen die den Bach runter gegangen waren und wieso sollte unsere ausgerechnet eine Ausnahme sein?
Ich hatte Angst, Angst das bald der Tag kommen würde, wo Kyle ein viel besseres Mädchen finden würde und mich einfach liegen ließ.
Denn ich war kein besonderes Mädchen, ich war das Mädchen, dass in der Ecke Bücher gelesen hatte und mit irgendwelchen Beleidigungen begrüßt wurde. Ich war das Mädchen das überhaupt kein Selbstbewusstsein hatte. Und doch hatte Kyle Gefühle aufgebaut und mir oft gezeigt was es hieß, was besonderes zu sein.
Er zeigte mir, was es hieß, sich zu streiten. Er zeigte mir, wie es war, wenn man liebte. Wenn diese Schmetterlinge im Bauch so heftig herumflattern, dass es schon unangenehm war. Wenn das Herz einmal aussetzte nur um danach in dreifacher Geschwindigkeit weiter zu schlagen.
Wenn jemand deinen kompletten Gedanken raubte, einfach so, ohne etwas zutun. Wenn man einfach merkte, dass diese eine Person dein Lebensinhalt war und man einfach ohne der Person nicht mehr konnte. Man war gebunden an die Person.
Ich wollte das eigentlich nicht, ich wollte nicht das jemand so einen Einfluss auf mich hatte, aber trotzdem war es passiert. Und mittlerweile war ich froh das es so passiert war, denn sonst hätte ich dieses bombastische Gefühl niemals gefühlt.
Langsam drehte ich mich zu Kyle um und schaute in seinen braunen Augen. Seine Augen waren wie der Walt im Winter, alles war so leer und trotzdem wunderschön.
Und jedes mal, wenn ich da rein schaute, verlor ich mich. Ich verlief mich in diesem Wald und wollte selber nie wieder raus. Denn dieser Wald gehörte nur mir, er war mein besitz.
,,Ich liebe dich so sehr'', flüsterte er.
,,Und ich liebe dich.'', erwiderte ich.
Wir schauten und für eine kleine Weile an, bis wir es beide nicht aushielten und unsere Lippen aufeinander legten. Dieses Gefühl, wenn ich seine Lippen schmeckte und sie berührte, es machte so süchtig. Ich würde niemals genug davon bekommen.
,,Komm, sonst werden die Leute ungeduldig.'', sagte Kyle als ich mich von ihm löste. Er Kreutze unsere Hände ineinander und lächelte mir nochmal zu.
Während wir denn Berg noch etwas hoch liefen, versuchte ich mein Herzschlag zu beruhigen. Natürlich war es mal wieder viel zu schnell, Gott, bald würde ich wegen Kyle noch ein Herzinfarkt bekommen.
Schließlich kamen wir an einem ganz hohem Berg an und als ich mich genau umschaute, entdeckte ich einen kleinen Tisch, mit zwei Stühlen. Sofort musste ich anfangen zu lächeln, er konnte so Romantisch sein.
Als wir uns dann hinsetzen, untersuchte ich diesen kleinen Tisch genau. Eine kleine Flasche Wein, Weintrauben und Käse. Ganz schön Klischee, aber trotzdem zum Hinschmelzen.
,,Ich weiß, dass es nicht das beste ist. Aber ich habe mir selber Gedanken gemacht, ich wollte keine Hilfe. Und wie du siehst ist das hier entstanden.'', er schaute mich etwas beschämt an, was mich zum kichern brachte.
,,Kyle, ich brauche nicht viel. Das alleine reicht schon und ich liebe es.'', sagte ich und sprach somit die Wahrheit aus.
Er fing an zu lächeln und griff nach der Flasche um sie zu öffnen, während er das tat schaute ich mich mal wieder um. Mitten auf einen Berg zu essen und der Skyline von Wien zuschauen, was gab's besseres? Mein Blick fiel nun auf mein volles Weinglas, was mir gerade Kyle voll gemacht hatte.
,,Auf uns, würde ich mal sagen.'', sagte er und hob das Glas. Mit einem lächeln, stieß ich an und trank einen kurzen Schluck. Ich verzog leicht das Gesicht, als sich der trockene Geschmack in meinem Mund auflöste. Kyle fing an zu lachen und ich schaute ihn nur böse an.
,,Musstest du so einen Wein kaufen? Der schmeckt grottenschlecht.'', sagte ich und schaute ihn fragend an. Er hob abwehrend die Hände.
,,Woher sollte ich wissen, das er dir nicht schmecken wird? Bin ich ein Hellseher?'', ich fing an zu lachen, ich mochte diese lustige Seite an Kyle.
,,Ich liebe es wenn du lachst, es ist so als würde du alles schlechte aus mir heraus holen.'', sofort hörte mein lachen auf. Hatte er das gerade wirklich gesagt? Das war nicht Kyle. Seine Worte hatten gerade zu stark mein Herz beeinflusst, dass war doch nicht mehr normal.
,,Sag das nicht.'', flüsterte ich.
,,Wieso nicht? Es ist die Wahrheit.''
,,Diese Worte machen mich Verrückt.''
Wir beide schwiegen und schauten uns wieder mal an. Ich hatte mich wieder in diesem dunklen und leeren Wald verloren, aber ich liebte es. Denn das war der einzige Ort, wo ich merkte das man mich liebte. Das ich gebraucht wurde.
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My first Badboy
Fiksi RemajaBAND 1 Die 17 Jährige Lou Jersey hatte es nicht immer leicht im Leben. Als dann auch noch die Gang von Kyle Tolison gegen sie spielt, weiß sie nicht mehr weiter. Doch wie es das Schicksal will, ist Kyle ein alter Bekannter von ihr. So schnell wie de...
