Kpitel 71

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Es war schon wieder früh am Morgen, als ich endlich fertig war. So machte ich mich nur schnell etwas frisch und ging dann runter, um den Rest zu wecken, der noch immer auf der Couch saß und schlief.
"Guten Morgen ihr drei!", sagte ich lächelnd. Der Rest schlug nun nach für nach die Augen auf und schaute mich nur verschlafen an.
"Ihr seid ja echt süß!", sagte ich noch immer lächelnd, doch von dem Rest kam keine Reaktion.
"Jetzt muss ich aber mal böse sein. Es ist schon spät. Ihr müsst aufstehen.", sagte ich nun und ging dann in die Küche, um das Frühstück schon einmal vor zu bereiten. Als dann auch die anderen kamen, fütterten wir dann draußen die Pferde und trafen ins dann schließlich in der Sattelkammer.
"So. Wegen dem tollen Wetter momentan machen wir ausnahmsweise eine zweite Winterpause. Die Pferde bleiben drinnen und ich hab hier einen kleinen Plan, wo steht was mit welchen Pferden gemacht werden muss. Ansonsten könnt ihr mehr oder weniger machen, was ihr wollt. Der Plan gilt erstmal für die nächsten Tage, bis das Wetter wieder besser wird. Die Distanzrennen in den nächsten Wochen hab ich alle abgesagt. Das ist viel zu riskant.", gab ich nun bekannt. Von den anderen kam nur ein Nicken, bevor dann alle irgendwo hin verschwanden.
"Fällt unser Training dann auch aus?", fragte Paul nun.
"Nein. Ganz im Gegenteil. Ich hab jetzt jede Menge Zeit. Wir wechseln jetzt jeden Tag durch. Heute ist Dressur und morgen wieder Springen.", erklärte ich.
"Kann ich da auch mit reiten?", fragte Emely nun.
"Ja klar. Auch du musst wieder mit dem Training anfangen. Du reitest aber heute Nachmittag mit Lea zusammen. Springtraining ist bei dir erstmal der bessere Einstieg.", meinte ich.
"Okay. Was mach ich in der Zeit mit Laura?"
"Um die kümmern wir uns in der Zeit. Das kriegen wir schon hin."
"Kriegt ihr das von der Zeit her wirklich hin?"
"Ja klar. Wir haben doch sowieso nichts zu tun. Ich reite Ginger und der Rest besteht aus Training mit euch."
"Gut. Wenn es dir nicht passt, musst du was sagen!"
"Alles ist gut. Ich hab dir versprochen, dass wir dich unterstützen und das werden wir auch. Das ist gar kein Problem! Wie kommst du überhaupt darauf, dass ich keine Zeit habe?"
"Es ist nun wirklich nicht schwer zu erkennen, dass du nie so wirklich viel Zeit hast. Du bist so schon den ganzen Tag am routiren. Da kann ich nicht noch erwarten, dass du immer, wenn es mir gerade nicht passt, auf Laura aufpasst."
Total perplex schaute ich Ben an. Das war doch nie im Leben meine Emely! Die würde nie so etwas sagen!
"Ich glaube unsere Kleine ist erwachsen geworden.", sagte Ben stolz und legte einen Arm um mich.
"Ich weiß nicht, ob ich das so gut finde.", meinte ich. Mit der Situation musste ich jetzt erstmal klar kommen. Noch vor einem Jahr konnte man sie keinen Moment aus den Augen lassen ohne, dass sie nur Mist machte und jetzt gab sie plötzlich so etwas von sich. Irgendwie war das ja wirklich toll, dass diese Zeit vorbei war, aber andererseits vermisste ich meine kleine Emely auch irgendwie. Es war gar nicht mal so einfach zu akzeptieren, dass die Kinder auch irgendwann erwachsen wurden. Vor allen Dingen nicht, wenn das so auf einen Schlag ging, wie bei Emely.
"Was machen wir denn jetzt?", fragte Johannes nun.
"Unsere Lieblings Beschäftigung. Parcours umbauen.", meinte ich und sagte dann: "Schmeißt schonmal alles in die Mitte. Ich hol nur schnell meinen Plan."
Dann ging ich ins Büro, wo ich in der Nacht zwei Parcourse gezeichnet hatte. Einen für mich und einen für Lea und Emely. Beide schnappte ich mir nun und hatte eigentlich vor direkt wieder raus zu gehen, doch das Klingeln des Telefones hielt mich auf.
"Gestüt Michalów, Lisa Michalów. Wie kann ich Ihnen helfen?", meldete ich mich.
"Hallo! Hier die Mutter von Lea. Wir haben da ein kleines Problem.", kam es von der anderen Seite der Leitung.
"Und das wäre?"
"Lea hat sich bei ihrem Sturz gestern den Arm gebrochen."
"Oh. Wie geht's ihr?"
"So weit relativ gut. Sie kann nur erstmal nicht reiten und auch sonst nichts mit den Pferden machen. Gibt es da irgend eine Möglichkeit, dass die trotzdem bewegt werden und das sich jemand in der Zeit um sie kümmert? Wir würden das natürlich bezahlen."
"Ja klar. Gar kein Problem. Aber extra Bezahlung gibt es nicht! Ihr bezahlt normal die Stallmiete und gut ist. Alles andere gibt es für umsonst. Dafür, dass Lea immer bei uns aushilft."
"Das geht nicht!"
"Natürlich geht das. Für uns ist das kein Problem. Ob ich jetzt daneben stehe und Tipps gebe oder ob ich mich selber aufs Pferd setze ist vom Aufwand her genauso."
"Und was ist mit dem Misten? Das müsst ihr dann doch auch extra machen. Können wir das wenigstens bezahlen?"
"Das sind zwei Boxen. Das ist ruck zuck erledigt. Ihr bezahlt dafür gar nichts!"
"Na gut. Wenn du da so drauf bestehst."
"Ja das tue ich! Jetzt muss ich aber erstmal weiter. Wünschen Sie Lea gute Besserung von mir! Ich Kummer mich schon um ihre Beiden."
"Mach ich. Tschüss!"
"Ja. Tschüss!"
Ich legte nun auf und ging raus, wo die anderen bereits alle Stangen in der Mitte liegen hatten.
"So. Kleine Plan Änderung. Lea hat sich gestern bei dem Sturz den Arm gebrochen und kommt erstmal nicht. Emely reitet doch Dressur mit. Ich reite dann später noch Scarlett und kümmer mich um Capricio.", verkündete ich. Die anderen schwiegen nur und Paul meinte: "Ich geh dann mal Emely Bescheid sagen.", bevor er verschwand.
"Also wie ist der Ablauf jetzt?", fragte Johannes nun.
"Wir bauen den Parcours auf, ich trainieren mit Ginger, wir bauen den Parcours wieder ab, du trainiert mit Emely und Paul, du reitest deine eigenen Pferde, wir bauen den anderen Parcours auf, ich reite Scarlett, wir bauen den Parcours wieder ab und das wars.", erklärte ich. Das war alles ein bisschen viel auf und ab bauen, aber momentan ging es leider nicht anders. Die anderen Hallen brauchten wir eben, um die Pferde laufen zu lassen.
"Was sollen wir denn aufbauen?", fragte Ben nun.
"Das geb ich euch jetzt durch. Ich sag euch was wohin kommt und ihr schmeißt alles erstmal nur auf den Boden. Ich Bau das dann so, dass es passt.", sagte ich und gab den beiden dann durch, was wo hin kam. Es war schon praktisch, wenn man zwei Helfer hatte.

Sprung ins ChaosGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt