Kapitel 23

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Nach einer Stunde zeigte Julia dann zusammeb mit Milan wieder einige Lektionen aus der Freiheitsdressur, während ich wieder die übliche Pause machte.
Danach gab es dann eine allgemeine Mittagspause, wo alle eine Stunde Zeit hatten etwas zu essen und wir uns ein wenig um die Pferde kümmern konnten.
Nach der Stunde ging es dann mit noch mehr Fohlen und der Springquadrillie von Emely und Lea weiter. Anschließend noch mehr Fohlen und zum Abschluss ritt ich als kleinen Höhepunkt noch meine kleine Vorstellung. Hierzu bauten Johannes und Tom ein Hindernis auf, während ich schnell meine Turnierklamotten über zog und mich auf den Rücken von Ginger schwang. Diese hatte Jenny bereits für mich warm geritten und so konnte es direkt los gehen. Och ritt nun also ein paar Runden im Trab und Galopp, wähtend ich ein bisschen etwas über meine Stute erzählte. Dann ging es los mit dem ersten Hindernis. Dieses war erst einmal nur etwa so groß wie ein Cavaletti und für Ginger eher eine Gymnastik Übung, als ein Sprung. Ich galoppierte nun eine Runde, während Johannes und Tom die Stange ein Loch höher legten. Wieder sprang ich hinü er und wieder war es für Ginger absolut langweilig.

So wurde das Hindernis immer höher, bis wir dann bei einer Höhe von 1,80 Meter angekommen waren. Auch dies übersprang Ginger spielend leicht als wäre es nicht höher, als ein Cavaletti. Nun ging es mit der richtigen Show los. Ich stieg nun ab und nahm der Stute ihren Sattel ab, um mich dann von Johannes wieder hoch schmeißen zu lassen. Ich galoppierte wieder eine Runde und übersprang das Hindernis dann ohne Sattel. Auch dies war kein Problem, denn das hatte icb mit ihr ja schon etliche Male gemacht. Dann ritt ich erneut zu Johannes und dieser nahm der Stute ihre Trense ab. Stattdessen legte er ihr einen Halsring um. Wieder übersprangen wir das Hindernis ohne Probleme und aus der Menge kam tosender Applaus. Nun kam der nächste Schritt. Ich nahm der Stute nun auch den Halsring ab und übergab ihn an Johannes. Wieder galoppierte ich eine Runde und übersprang das Hindernis dann völlig frei und trotzdem ohne jegliche Fehler. Die Zuschauer waren begeistert und jubelten uns zu. So etwas hatten sie garantiert noch nie gesehen. Und jetzt kam der Höhepunkt meiner kleinen Show.
"So. Jetzt brauche ich mal ein paar Freiwillig. Die losen wir jetzt auf. Und zwar habt ihr alle einen kleinen Flyer auf euren Plätzen. Auf der Rückseite davon steht eine Zahl. Die sucht ihr jetzt mal bitte raus.
Ich ritt nun langsam zu einem Mädchen, dass ich ungefähr auf sechs Jahre schätzte.
"So. Du bist heute meine Glücksfee. Du kannst doch bestimmt schon bis tausend zählen oder?", fragte ich sie.
"Ja. Sogar bis Millionen!", antwortete das Mädchen stolz.
"Sehr gut! Dann sagst du mir jetzt mal bitte eine Zahl zwischen eins und tausend.", sagte ich und hielt ihr das Mikro hin. Sie überlegte kurz und sagte dann: "50."
"Okay. Sehr gut. Ihr schaut jetzt bitte mal auf eure Zahl und derjenige, der die Zahl 50 hat, kommt hier her."
Es dauerte nun einen Moment, bis ein junger Mann zu mir kam.
"Super. Jetzt sagen sie mir bitte mal noch eine Zahl. Wieder zwischen eins und tausend.", sagte ich zu ihm.
"596", antwortete er.
"Okay. Die Nummer 596 kommt bitte auch zu mir.", sagte ich und eine Frau, etwa in meinem Alter, kam zu mir.
"Gut. Und jetzt bräuchte ich von ihnen noch eine Zahl.", sagte ich und sie sagte: "999"
"Okay. Die Nummer kommt bitte auch zu mir.", sagte ich und ein älterer Mann stellte sich zu den beiden.
"Okay. Auch von ihnen bräuchte ich eine Zahl.", sagte ich zu ihm.
"248", sagte der Mann.
"Okay. Auch die Nummer kommt bitte zu mir.", sagte ich und es folgte nun eine jüngere Frau.
"So. Ihr habt jetzt die besondere Ehre als die ersten hier von uns übersprungen zu werden.", erklärte ich.
"Bitte was?", fragte der jüngere Mann.
"Ihr stellt euch bitte jetzt einmal in einer Reihe hin. Einfach da, wo vorhin das Hindernis stand. Meine beiden Helfer zeigen euch das."
Sie stellten sich nun brav in eine Reihe, wie Tom und Johannes sie dirigierten. Von Jenny bekamen sie dann noch einen Helm auf, bevor ich mich dann wieder an die vier wandt.
"Okay. Das sieht schon mal gut aus. Ihr bewegt euch ab jetzt bitte nicht mehr und egal, was passiert, ihr schreit auf keinen Fall oder gebt irgendwelche Laute von euch.", wies ich sie an und ein paar panische Gesichter nickten.
"Gut. Dann kanns ja los gehen.", sagte ich und galoppierte die Stute unter mir an. Diese schritt sofort eifrig voran. So drehte ich nuneine Runde im vollen Galopp, bevor ich dann in einem etwas regulierteren Tempo auf die Leute zu ritt. Innerlich hoffte ich, dass das auch gut ging, aber ich wusste, dass ich meiner Stute vertrauen konnte.
Wirfanden vor dem Hindernis den perfekten Absprung und flogen über vier Menschen hinweg.
Von dem Publikum, das angespannt die Luft angehlaten hatte, kam nun tosender Applaus. Alle waren absolut begeistert und somit hatte sich bestätigt, dass ich mal wieder die richtige Show geplant hatte. Genau so etwas war der Grund, weshalb meine kleinen Showeinlagen immer die waren, wo die Halle am gefülltesten war. Jedes Jahr wieder wollten die Zuschauer von mir irgend eine verrückte und teilweise auch recht gefährliche Aktion sehen.
"So. Das war es dann auch schon für heute. Vielen Dank, dass ihr auch dieses Jahr wieder so zahlreich erschienen seid und den neuen Besitzern unserer Fohlen wünsche ich ganz viel Glück und Freude mit ihren neuen Pferden. Einen besonderen Dank an die vier, mehr oder weniger, Freiwilligen, die so toll mitgemacht haben und natürlich an meine kleine Glücksfee. Ich wünsche euch noch einen schönen Tag und ich hoffe ich sehe einige von euch morgen wieder.", sagte ich noch und verließ die Reithalle dann wieder.
Draußen angekommen, stieg ich nun ab und rief nach Lotta. Diese hatte brav vor der Reithalle gewartet und dem Treiben rund herum zugeschaut. Für sie war das alles noch ganz neu. So viele fremde Menschen, die in ihrem Zuhause rum liefen. Das war alles noch ganz neu. Sie hatte sich allerdings relativ gut damit abgefunden und sich mittlerweile daran gewöhnt, dass es momentan nun mal so ist und das das alles nichts schlimmes ist.
Mit den Beiden ging ich nun zum Stall, wo ich der Stute erst einmal eine Decke über warf. Mittlerweile war es schon ziemlich kalt und da Ginger als Sportpferd geschoren wurde, fror sie dann schon recht schnell. Daher achtete ich immer darauf, dass sie immer, wenn sie draußen war, eine Decke drauf hatte und nicht fror.
Nun nahm ich ihr noch die Gamaschen ab und legte ihr ein Halfter an.
Langsam im Schritt ging ich nun mit ihr und Lotta raus und begann damit einige Runden über den Hof zu laufen und sie so trocken zu führen.
Dabei gab ich den Zuschauern, die noch da waren, noch Autogramme und machte Fotos mit ihnen. Daraus entwickelte sich auch die Idee von Julia und ich machte kurzerhand ein bisschen Pony reiten. Jeder, der wollte, durfte sich also auf Ginger setzen und ich führte ihn eine Runde über den Hof. Meine Stute hatte daran, erstaunlicher Weise, jede Menge Spaß und gerade bei den jüngeren Kindern war sie sehr vorsichtig und passte gut auf sie auf. Das war also die neuste Attraktion.
Nach etwa einer halben Stunde war allerdings auch das vorbei und alle, die wollten, hatten einen kurzen Ritt bekommen. Der Hof war mittlerweile schon deutlich leerer geworden und es waren nur noch wenige Zuschauer dort. Ginger hatte nun frei und kam wieder in ihre Box.

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