Isabella's Sicht
Einige Tage sind vergangen und ich kann es immer noch nicht fassen, dass morgen schon die Feier ist. Demotiviert steige ich aus meinem kuschligen Bett und trotte in mein Ankleidezimmer. Ich nehme mir frische Unterwäsche und Klamotten, besser gesagt irgendein Kleid, dass ich halt gerade zwischen die Finger bekommen habe. Im Bad dann angekommen lege ich meine frischen Sachen auf eine Erhöhung an der Wand die durchgehend ist. Ich ziehe mein Schlafkleid und Unterwäsche aus. Danach trete ich langsam in meine Dusche und mache das Wasser an. Erst ist es eisig, doch wird nach und nach immer wärmer. Als es endlich warm war ließ ich es über meine nackte Haut fließen.
Nach der Dusche, ziehe ich meine frischen Klamotten an, putze mir die Zähne, schminke mich und zu letzt mache ich noch eine schnelle Frisur.
"Wieso so deprimiert?" fragt mich Sebastian als ich die Küche betrete. Er hat gesagt ich soll ihn nicht Mr.Clark nennen, sondern beim Vornamen und aufhören in zu siezen, da er ja nun nicht mehr mein Lehrer ist. Ich hatte nicht wirklich was dagegen. "Morgen ist die Verlobungsfeier..." sage ich demotiviert. Er sieht mich lächelnd an. "Ach komm so schlimm wird es schon nicht, die Verlobte sollte eigentlich glücklich sein an ihrer großen Feier!" Sagt er motivierend. Ich sehe ihn an und sage nur ironisch "Natürlich!" Er lacht kurz auf aber sagt dann ernst "Hey, ich werde heute Stunden lang in der Küche stehen um Essen zu kochen, ein bisschen Respekt bitte!" Ich lächle und sage "Deine Arbeit respektiere ich ja und bin dir echt dankbar, aber ich will Nick nicht heiraten!" Er steht mit dem Rücken zu mir da er mir gerade Pancakes zubereitet und mit der Pfanne beschäftigt ist. "Was sagt dein Vater dazu?" fragt er nachdenklich. Ich lache spöttisch auf. "Er wartet nur zu auf den Tag mit der Hochzeit, er hat es ja sogar vorgeschoben!" Nun dreht sich Sebastian doch zu mir um und sieht mich überrascht an, aber versucht beiläufig zu klingen als er fragt "Ach echt?" Ich nicke, wohl er sich schon wieder abgewendet hat, weshalb ich noch antworte "Ja, typisch für ihn!" "Ja" gibt er mir in Gedanken versunken recht.
Eine Weile geht jeder seinen Gedanken nach und niemand sagt etwas. Ich bedanke mich nur kurz, als er die Pancakes vor mich stellt, woraufhin er lächelnd erwidert "Lass es dir schmecken, ich hab noch was zu erledigen!" Ich nicke ebenfalls lächelnd und verabschiede mich noch mit einem kurzen "ciao." weshalb ich nun allein mit meinen geliebten Pancakes hier sitze...
Als ich fertig bin, laufe ich in mein Zimmer auf dem Weg gehe ich wie immer am Arbeitszimmer meines Vaters vorbei. Ich höre ihn mit einer Person streiten. "Wieso nimmst du sie immer noch so in Schutz?" fragt die Person.
Zu wem gehört diese Stimme? Ich hab sie schon einmal gehört, doch die dazu gehörende Person will mir einfach nicht einfallen.
"Woher soll ich das wissen? Und außerdem bringt es eh nichts mehr etwas gegen sie zu unternehmen!" spricht mein Vater mit fester Stimme.
Reden die etwa über mich? Oder wer ist mit 'sie' gemeint?
Ich höre wie jemand seine flache Hand auf etwas schlägt, vermutlich den Schreibtisch. Die Stimme der Person erklingt wieder "Du musst es ihr sagen! Sonst verlierst du sie!"
Ich bin verwirrt! Um wenn geht es denn jetzt? War er denn nicht gerade noch gegen diese Frau/Mädchen?
Ich höre ein kraftloses Schnaufen von meinem Vater "Hab ich das nicht schon?" fragt er bedrückt.
Über was reden die denn? Mein Vater und bedrückt? Das kann ich mir im besten Willen nicht vorstellen und dabei höre ich es gerade selbst!
Die Person seufzt und sagt "Du hast dich eindeutig für die falsche Seite entschieden, doch sie hat ein größeres Herz als man manchmal denkt... irgendwann wird sie dir vergeben, doch wahrscheinlich nie vergessen!" Ich höre Schritte die immer lauter werden, doch dann wieder verstummen und die Stimme meines Vaters zu hören ist "Danke, du bist wirklich ein guter Freund!" plötzlich geht die Tür vor mir auf.
Oh shit! Ich bin am Arsch!
Ich stolpere ein paar Schritte zurück und kann nicht fassen wen ich da vor mir sehe. "Sebastian?" gebe ich überrascht von mir. "Isabella?" erwidert er mindestens genau so überrascht. Doch sein Gesicht wurde sofort ernst "Hast du gelauscht?" ertappt schaue ich auf den Boden, aber gebe keine Antwort. Er seufzt, aber fragt dann nach "Was hast du mitbekommen?" Plötzlich erklingt die Stimme meines Vaters "Würdest du bitte die Türe schließen? Danke!" Sebastian tritt komplett raus und schließt hinter sich die Tür. Er blickt mich auffordernd an. Was mir ein kleines Lächeln auf die Lippen zaubert, da er kleiner war als ich und er einfach irgendwie süß aussah. "Nicht viel!" antworte ich sicher.
Es war die Wahrheit! Das was ich gehört habe verstand ich entweder nicht oder verwirrte mich nur noch mehr...
Er nickt nur und sagt "Zerbrich dir darüber nicht dein kleines Köpfchen, ich seh ja schon förmlich wie die Rädchen da drinnen anfangen zu arbeiten!" Ich nicke nur als Antwort, er lächelt mich an und sagt liebevoll "Ok wenn du was brauchst du weißt ja wo ich bin!" Ich nicke erneut und drehe mich dann um, um zu gehen.
Was war das bitte schön für ein Gespräch?
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Über wen glaubt ihr ging es bei dem Gespräch?
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played love
Teen FictionDer zweite Teil von playing icecold. Man muss nicht unbedingt den ersten Teil lesen, doch zum Verständnis wäre es einfacher. Nach Isabellas Selbstmord Versuch, kam sie wieder zurück in ihr altes Haus und wurde von ihren Eltern zu ewigen Hausarest...
