Stefen's Sicht
Schon seit Isabella und ich heute aufgewacht sind herrscht eine gewisse Spannung zwischen uns. Keiner hat bisher es gewagt auch nur ein Wort zu sagen. Doch ich halte es einfach nicht mehr aus.
Ich habe sie gerade wieder bekommen, und jetzt soll ich sie wieder verlieren? Es könnte heute soweit sein oder auch morgen. Wir wissen nicht wann sie kommen und uns hier raus holen, doch was wir wissen ist, dass sie kommen. Aber sollten wir nicht genau dann jede einzelne Sekunde genießen und nicht in Schweigen gehüllt sein?
“Isabella.“ unterbreche ich die Stille und ihr nervöses hin und her Gelaufe. Sie hebt ihren Kopf, der bis gerade eben noch stets auf den Boden gerichtet war. Ihre Augen treffen auf meine. Ich gehe auf sie zu, ihr verwirrter Blick folgt jeder meiner Bewegung. Und ich genieße es. Bei ihr angekommen lege ich meine Arme um ihre Hüfte. Plötzlich legt sich ein schiefes Lächeln auf ihre Lippen, was mich ebenfalls zum Grinsen bringt. “Was?“ hake ich belustigt nach. “Du willst aber nicht wieder mit mir tanzen, oder?“ fragt sie und ich weiß nach kurzem Nachdenken auch was sie damit anspielt. “Nein sonst wäre dieser Tag im Internat ja nichts besonderes mehr!“ beantworte ich ihr ihre Frage. Doch bevor sie was erwidern kann lege ich meine Lippen auf ihre und ziehe sie näher an mich heran. Fast sofort erwidert sie den Kuss, sodass sich unsere Lippen synchron zu einander bewegen. Ihren rechten Arm schlingt sie locker um meinen Hals, während sie ihre linke Hand in meinen Haaren vergräbt und dabei meinen Kopf leicht herunterdrückt. Es war für einen kurzen Moment perfekt, wohl ich zu gerne das Umfeld ausgetauscht hätte. Ich gehe langsam mit ihr zurück bis uns die Wand stoppt. Ich löse mich kurz von ihr, um wieder Luft zu holen. Federleicht beginne ich Küsse auf ihrem Hals zu verteilen, bis ich eine Stelle fand und anfange zu saugen. Sie stöhnt kurz auf und zog etwas stärker an meinen Haaren. Ich hebe wieder meinen Kopf und vereine wieder ihre zarten Lippen mit meinen. Ich streife leicht mit der Zunge über ihre Unterlippe, was sie dazu veranlässt ihren Mund etwas zu öffnen. Der Kuss intensiviert sich immer mehr, bis uns ein überdramatisches Klatschen auseinander fahren lässt. Isabella's und mein Blick gleiten zeitgleich zu dem Gitter. Carlo und zwei weitere Männer stehen davor. “Ich hab mir schon überlegt ob ich euch noch ein Jahr geben soll.“ sagt er lachend und fügt hinzu “So wie ihr euch noch letzten Monat in die Haare bekommen habt.“ Wütend erwidere ich an Carlo “Halt's Maul du Arschloch!“ Fin's Blick klebt an Isabella, was mich nicht gerade beruhig. Meine Hände sind zu Fäusten geballt, weshalb schon die Knöchel hervor treten.
Ich bringe sie um! Beide!
Carlo folgt belustigt meinem Blick. “Wenn du jetzt schon so wütend bist, wird das ein interessanter Kampf!“ spricht er. Fin sieht mich abschätzig an. Er ist Franzose und ich habe keine Ahnung was sein richtiger Name ist, aber ich hatte schon vorher mit im Kontakt. Er zählt zu dem inneren Kreis und ist bekannt als der beste Kämpfer von Carlo. Ich zählte früher auch einmal dazu und konnte diesen Idiot noch nie leiden. Ich spüre wie sich eine zarte Hand um meine Faust schließt und wende den Blick zu Isabella. Ruhig sagt sie “Alles wird gut.“ Doch ich konnte in ihren Augen erkennen, dass sie Angst hatte, aber nicht um ihr eingenes Wohlergehen sondern um meins. Mein Spannung fällt etwas ab und ich sehe sie weich an. Sanft streiche ich ihr eine wirre Haarsträhne zurück an ihren Platz und erwidere “Mach dir keine Sorgen.“ Stumm nickt sie. Ein letztes Mal wollte ich unsere Lippen vereinen, doch wurde durch ein Klicken von der Zellentür aus dem Konzept gebracht. “Kommt!“ befiehlt Carlo und achtet nicht darauf ob wir folgen sondern geht einfach vor, doch seine 'Wachhunde' warten am Eingang auf uns. Ihr Blick ist feindselig und vorbereitet. Eine Flucht wäre unmöglich. Ich halte Isabella's Hand in meiner und ziehe sie mit aus der Zelle. Als sie neben mir läuft hauche ich ihr zu “Wir schaffen das, wir haben schließlich bisher alles geschafft!“ Doch das scheint sie nicht zu beruhigen, denn sie umklammert meine Hand als wäre ich das Einzige was sie überwasser hält. Ihre Stimme ist unscheinbar, doch ich höre es noch gerade so als sie sagt “Bisher.“
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played love
Fiksi RemajaDer zweite Teil von playing icecold. Man muss nicht unbedingt den ersten Teil lesen, doch zum Verständnis wäre es einfacher. Nach Isabellas Selbstmord Versuch, kam sie wieder zurück in ihr altes Haus und wurde von ihren Eltern zu ewigen Hausarest...
