Stefen's Sicht
Ich überprüfe gerade ein weiteres Mal meine Tasche, ob ich auch wirklich alles habe. In drei Stunden geht mein Flug, somit beginnt in zwei Stunden der Lifestream. Ich will diesen Stream eigentlich gar nicht anschauen, doch irgendetwas drängt mich dazu. Arthur hupt ein weiteres mal. Er steht schon seit circa 15 Minuten vor meinem Haus und wartet darauf, dass ich endlich komme und wir zu dem Flughafen fahren können, der eine drei Viertel Stunde von hier entfernt ist. Seine Begründung für dieses frühe Losfahren ist 'Es könnte immer etwas dazwischen kommen, also besser zu früh als zu spät!'.
Wir sind nun am Flughafen und diese wenigen Minuten bis zu Isabella's Hochzeit bringen mich um. Ich starre auf den Bildschirm meines Handys, auf welchem sich noch Werbung abspielt, bevor der Stream startet.
Ich will endlich mein Mädchen sehen, auch wenn es eher schlecht für mich ist sie mit einem Anderen zu sehen.
Als es endlich anfängt wünsche ich mir jedoch ich hätte es nicht getan. Das emotionslose Gesicht von ihr ist schlimmer als jeder Schlag, weil es ein Zeichen dafür ist, dass sie wieder in ihr Loch gerutscht ist. Ich lasse sie für keine Sekunde aus den Augen und sehe ihr zu wie sie ihren Blick durch die Menge gleiten lässt.
Als sie dran ist mit reden höre ich ihr fasziniert zu.
Ich liebe ihr Stimme.
Doch als ich realisiere was sie da gerade sagt und, dass sie nicht über Nick redet sondern über mich, würde ich am Liebsten zu ihr laufen- nein rennen, ok nein am Liebsten würde ich zu ihr sprinten. Und als ich sehe wie sie aus dieser Kirche raus rennt hätte ich fast vor Freude jubeln können, doch Arthur reißt mich wieder zurück in die Realität. “Komm, steh auf, der Flieger startet gleich!“ Ich nicke nur stumm und folge ihm. Mein Handy lasse ich in meine Hosentasche gleiten, bevor ich ihm etwas schneller folge.
Ich wollte gerade durch die Tür treten, die nach draußen führt, als plötzlich hinter mir mich jemand mit verzweifelter Stimme ruft. Ich drehe mich ruckartig um und sehe in das Tränen überströmte Gesicht von meinem Mädchen. Ich verlasse meinen Platz in der Schlange und will sie gerade nur noch halten, ihr die Tränen wegstreichen und ihre zarten Lippen auf meinen spüren. Doch ich bleibe prompt stehen als ich Arthur hinter ihr ausmache und ihre Augen erst verwundert auf mir ruhen, aber als Arthur das kalte Metal seiner Schusswaffe an ihre Hüfte drückt, die versteckt hinter seiner Jacke ist, weiten sich ihre Augen merklich. Arthur brüllt fast “Steig in den fucking Flieger oder ich erschieß deine kleine Schlampe!“ Ich schlucke hart, doch im Prinzip blieb mir keine andere Wahl. Isabella schüttelt wild den Kopf und haucht ein “Nein.“ Ich muss geschockt zusehen wie Arthur ihr die Waffe in den Magen rammt, sie daraufhin kurz aufkeucht und sich leicht krümmt. Doch sie richtet sich fast gleich wieder gerade auf und zischt erneut “Nein!“ Arthur zieht ihr an den Haaren und ich fühle mich einfach nur hilflos und unnütz. Er flüstert ihr etwas zu, weswegen sie ihren Kopf leicht zu ihm dreht, doch als er verstummt schnellt ihr Kopf zu mir. “Und jetzt kommt mit, Beide!“ Er zieht sie in eine Kammer und ich folge stumm.
Ich fühle mich wie ein dummer Köter, der seinem Herrchen auf Schritt und Tritt folgt und niemals auf den Gedanken kommt sich zu widersetzen.
Es ist ein größerer Raum, als es von außen wirkt. Werkzeugkästen stapeln sich, Putzsachen stehen in Mengen an den Wänden und Notfall-Zubehör in einer unbeschreiblichen Menge. “Jetzt sieh zu und lerne!“ ertönt Arthurs Stimme an mich gerichtet, weshalb mein Blick auf ihn und Isabella wieder gleitet. “Was hast du vor?“ frage ich ihn gereizt. Er grinst. Ein Schuss erklingt, ich weite die Augen, Isabella's Kehle entflieht ein Schrei als sie zusammenknickt. “Ein Schuss an den Oberschenkel, damit dein Opfer nicht wegrennen kann!“ Ich sehe zu Isabella, die ihre Zähne aufeinander presst und versucht sich wieder aufzurichten. Doch die Schmerzen sah man ihr stark an, weswegen ich mich erschlagen gab “Ok ich steig in dieses Flugzeug, doch bring sie nicht um!“ Ein zufriedenes Lächeln ziert seine Lippen und er nickt, bevor er sagt “Hilf ihr halt, ihr habt 5 Minuten, okay ich hab heute meinen sozialen Tag 10 Minuten, wenn du dann nicht draußen bist, weißt du wie es endet!“ Ich schlucke doch erwiedere nichts. Als ich höre wie die Tür ins Schloss fliegt, stürze ich sofort auf Isabella zu und setze mich zu ihr auf den Boden. Ich streiche ihr Tränen weg und sage versucht ruhig “Shhh Honey, alles wird wieder gut! Alles wird gut.“ Doch sie erwidert nichts darauf, wendet nur den Blick von mir ab. Ich suche schnell einen Erste-Hilfe-Kasten, was nicht wirklich lang dauert zum Glück. Ich krame den Verband raus und sage ich ruhig “Du musst deine Kleid etwas hochziehen, damit ich an dein Bein dran komme...“ Ich höre wie sie schluckt doch dann nickt und ich ihr helfe ihr Tüllrock zu ihrer Hüfte zu ziehen. Doch da fällt mir ein das die Kugel noch in ihrem Bein ist. Ich hole eine abgerundete Zange aus Metal, aus dem Kasten und versuche so vorsichtig wie möglich die scheiß Kugel aus dem Bein zu holen. Kurz zischt sie auf, weswegen mein Blick zu ihr hoch schnellt, doch sie vermeidet meinen Blick immer noch und schaut starr auf ihre Wunde. Als ich die Kugel endlich draußen habe lege ich schnellst möglich den Verband an, um die Blutung zu stoppen. Ich stehe auf, als ich fertig war. “Geh zu einem Arzt oder besser gleich ins Krankenhaus.“ sage ich fürsorglich. Und dreh mich schon um, um zu gehen, doch sie hält mich abrupt an meinem Arm fest. “Ich werde dich da raus holen, egal in welcher Scheiße du da steckst!“ sagt sie entschlossen. Ich schüttel schnell den Kopf. “Wenn du mir folgst wird so etwas wie heute keine einmalige Sache gewesen sein!“ Ich drehe mich zu ihr um und blicke in ihre vor Entschlossenheit funkelten Augen. “Ist mir scheiß egal, ich werde nicht aufgeben, nicht aufhören zu kämpfen!“
Das ist das Mädchen, dass ich liebe nicht das gebrochene, brave. Gott, wie sehr ich sie doch liebe!
Ich lege meine Lippen auf ihre aber löse mich gleich wieder. Ich sage ruhig “Nein, du bleibst hier! Ich kann nicht leben, wenn ich dich in Gefahr weiß!“ Sie schnaubt empört “Aber ich soll damit leben können, oder was?“ darauf wusste ich jetzt keine Antwort, was mir auch erspart bleibt denn sie spricht weiter “Lieber sterbe ich und habe gekämpft, als zu wissen, dass du sterben könntest und aufzugeben!“ Ich bin fasziniert von ihrer immer noch währenden Hoffnung, die ich leider zu Nichte machen muss “Gib auf, es gibt kein Happy End für uns...“ und mit diesen Worten verlasse ich den Raum. Trete für immer in ein neues Leben...
Hey Guys,
ich weiß ihr hasst mich aber ich konnte nicht widerstehen😇 es war einfach zu verlockend. Soll ich das als 'The End' stehen lassen oder weiter schreiben?
Bin unentschlossen... würde denen beiden gerne noch ne Zukunft schreiben aber i don't know...
Feedback wäre nice, so wie immer😇 aber jetzt ist es echt WICHTIG und noch an alle die bis hier hin gelesen haben, Respekt 👌 und thank you🙏 ihr seid echt nice!
Oh und sorry nochmal wegen dem jetzigen Ende...
Vielleicht endet es auch noch nicht... i don't know... vielleicht endet es auch erst in Barcelona🎉schreibt einfach in die Kommentare was ihr wollt
DU LIEST GERADE
played love
TienerfictieDer zweite Teil von playing icecold. Man muss nicht unbedingt den ersten Teil lesen, doch zum Verständnis wäre es einfacher. Nach Isabellas Selbstmord Versuch, kam sie wieder zurück in ihr altes Haus und wurde von ihren Eltern zu ewigen Hausarest...
