Home sweet Home

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Ich parkte etwas neben dem Hotel, Alice stieg ohne etwas zu sagen aus und ging in die Lobby. Sofort wusste ich, dass sie wieder weinte. Sie weinte viel in letzter Zeit. Kann ich verstehen, am liebsten würde ich mich in meinem Bett verkriechen, meine Bettdecke zusammen knüllen und los heulen. Doch ich musste stark sein, für meine Schwester. Ich musste ihr ein Vorbild sein. Ich ging ihr hinterher und schloss die Tür, nach draußen ab.

„Alice, komm wir gehen hoch, es wird schon spät. Morgen fahren wir zurück und suchen dann nach überlebenden, OK?"

Sie nickte mir traurig zu und ging in den Ersten Stock und in die dritte Tür von links. Sie öffnete die Tür, ließ ihren Rucksack einfach fallen und ging in das Badezimmer. Auch ich legte meinen Rucksack ab und verschloss die Tür. Danach ging ich zu den riesigen Fenstern und zog die dicken roten Gardinen weg, um die letzten Sonnenstrahlen hinein zulassen. Ich Öffnete das Fenster weit und lehnte mich hinaus und schaute in den Horizont. Alice trat zu mir, sie hatte sich umgezogen und trug ihre Haare wieder offen. Sie umarmte mich und schaute mit mir raus.

„Alice, schau!" Ich zeigte mit dem Finger an den dichten Waldrand, dort standen im Schatten, zwei hellbraune Rehe.

„Sie sind so wunderschön..." Sagte sie leise. Ich wusste nicht ob diese schnappenden Dinger auch Tiere fressen, ich hoffte, dass sie es nicht taten. Ein lautes brummen kam plötzlich unaufhörlich näher.

„Was ist das?" Fragte Alice mich verwirrt. Sie lehnte sich weiter aus dem Fenster und schaute auf die Strasse, ich tat es ihr gleich. Und das sahen wir Es. Zwei Autos fuhren schnell die Strasse entlang. Alice quietschte vor Freude und rannte aus dem Zimmer, ich winkte mit den Armen, um auf mich aufmerksam zu machen. Sie kamen schnell näher.

„Los Alice! Schneller!" Sagte ich leise, in der Hoffnung dass sie es rechtzeitig auf die Strasse schaffte und fuchtelte weiter mit den Armen.

Sie fuhren schnell, zu schnell, sie würde es nicht schaffen. Sie werden nicht anhalten, war mein erster Gedanke und ein paar Sekunden später, war dieser Gedanke Realität. Sie fuhren einfach weiter, hinter den Autos kam noch eine schwarze Chopper mit einem Mann darauf, ich habe ganz genau gesehen, dass er mich angeschaut hatte.

„HEEYYY!!! HALTET AN!!!" Schrie ich aus Leibes Kräften, sodass mein Hals brannte, wieder drehte sich der Motorrad Fahrer um, doch er fuhr einfach weiter.

„Verdammte Scheiße!" Rief ich. In dem Moment lief Alice auf die Strasse und ruderte mit ihren Armen und rief ihnen nach. Doch vergeblich, sie fuhren einfach weiter.

„Alice.... Komm wieder rein!" Rief ich ihr runter, sie tat es auch.

Als sie wieder oben war, war sie total betrübt. Sie setzte sich auf ihr großes Bett, zog sich ihr Kissen ran und weinte wieder. Ich setzte mich zu ihr und nahm sie in den Arm.

„Warum haben sie nicht angehalten, Jane?" Ich konnte ihr nicht antworten, ich wusste es nicht.

„Jane! Warum?" Krächzte sie.

„Ich...ich glaube sie haben Angst..." Sagte ich leise.

„Angst? Angst wovor, vor uns?" Stammelte sie.

„Glaubst du wirklich, dass alle Überlebenden freundlich sind, vieleicht hatten sie schon Kontakt zu echt fiesen Leuten! Sie wollen auch nur überleben." Versuchte ich zu erklären.

„Wir fahren trotzdem Morgen wieder in die Stadt. Und suchen nach Überlebenden. OK?" Ich versuchte sie immer noch zu beruhigen und aufzumuntern.

Sie wollte unbedingt mit anderen Leuten in Kontakt treten. Warum auch immer, ich war einfach nur Froh, dass wir beide überleben konnten.

The Walking Dead - JaneWo Geschichten leben. Entdecke jetzt