Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, dass die Beißer vorbeizogen, als ich aufwachte schlief Daryl hinter mir und Rick auf seinem Sitz. Ich versuchte nach vorne zu schauen und sah, dass es schon Dämmerte. Bedacht lehnte ich mich nach vorne und weckte Rick vorsichtig.
„Rick... Es wird dunkel... Sollen wir hier bleiben?" Flüsterte ich leise. Er drehte seinen Kopf zu mir und blinzelte mich an.
„Es ist wohl das Beste, die Horde ist noch nicht weit genug weg, versuche es dir bequem zu machen und schlafe wieder." Flüsterte er zurück. Ich nickte und machte mir es wieder in Daryls Armen bequem, naja, so bequem wie es ging. Ein sanftes streicheln in meinem Gesicht weckte mich. Und ich öffnete leicht die Augen, über mir grinste Daryl mich an.
„Morgen kleine Löwin." Sagte er, na toll nun hatte ich doch noch einen Spitznamen bekommen... Warum jetzt darüber aufregen, wenn mich doch ein so süßes Lächeln weckte.
„Morgen!" Sagte ich, er drückte mich leicht weg und versuchte auszusteigen.
„Was ist?" Wollte ich wissen. Wieder grinste er.
„Ich muss derbe Pissen..." Sagte er und stieg aus. Na toll... echt super. Ich fühlte mich deutlich besser und beschloss auszusteigen.
Nun sah ich, dass wir mitten in einem Industrie Gebiet waren, hohe graue Gebäude ragten in den Himmel. Ich sah die Anderen hinter dem Pickup stehen.
„Morgen Jane!" Sagte Glenn erfreut. „Du siehst besser aus!"
Ich nickte ihm zu. „Morgen, ja es geht schon wieder." Auch die Anderen begrüßten mich herzlich. Selbst Michonne konnte sich ein, „Guten Morgen..." Abgewinnen.
Mir fiel Beth ins Auge, die noch immer geschwächt am Honda saß.
„Hey Beth, geht's dir besser?" Ich lehnte mich neben sie.
„Muss ja..." Antwortete sie. Maggie kam zu uns rüber und reichte uns nochmal solch einen Becher mit der Elektrolytlösung darin.
„Hier! Schön austrinken, es wird helfen!" Sagte sie und grinste. Ich zog einen Mundwinkel nach unten. „Danke Doktor Maggie!"
Ich nahm ihr den Becher aus der Hand und trank ihn in einem Zug aus.
„Bah!" Sagte ich danach.
„Ihr müsst nun viel mehr trinken, als normal. Es ist wichtig!" Drängte sie. Ich und Beth nickten.
„Warum hat Daryl nichts bekommen? Er hat doch auch was gegessen..." Wollte Beth wissen. Passend in dem Moment trat er zu uns ran.
„Ich habe schon schlimmere Sachen gegessen, da haben irgendwelche Bakterien keine Chance!" Sagte er lächelnd und gab mir einen Kuss auf die Stirn.
„Du nun wieder!" Carol kam zu uns und gab uns jeder eine Schüssel, darin war Mischgemüse.
„Ein Dixon ist nun mal zäh..." Sagte er und schaufelte sich die Erbsen mit Möhren in den Mund. Beth und ich schauten uns an, Hunger hatten wir beide nicht wirklich. Aus Höflichkeit aß ich ein wenig und stocherte mehr als alles andere.
„Kann ich..." Fragte Daryl und deutete auf meine Schüssel. Ich gab sie ihm, er nahm sie sich und ein paar Löffel später, war auch die Schüssel leer.
„Wollen wir weiter?" Fragte Maggie in die Runde. Alle nickten und verteilten sich wieder in die Autos.
Jetzt fuhr Daryl wieder und ich setzte mich auf den Beifahrersitz. Rick und Judith setzten sich nach hinten. Schnell schlief Rick mit Judith im Arm wieder ein. Ich rutschte so dicht ich konnte zu Daryl rüber und legte meine Hand auf seinen Schoß. Er legte seine freie Hand auf meine und schaute immer wieder zu mir.
„Konzentriere dich auf die Straße..." Lächelte ich ihn an.
„Sehr schwer, wenn du mich so reizt." Sagte er und lächelte schief. Ich nahm meine Hand weg und zog die Knie an.
„Ich meinte das doch nicht so..." Wollte er erklären. Ich winkte ab.
„Ach das ist es nicht... Ich mache mir nur wieder Sorgen..." Sagte ich leise. Er ergriff meine Hand und zog sie leicht zu sich.
„Sie ist stark und Merle ist bei ihr!" Sagte er beruhigend. Ich nickte nur und schaute nach vorn auf die Straße, ich bemerkte ein Schild. Hickory. Ich nahm mir die Funke von der Armatur.
„He Glenn, Maggie. Sollen wir gleich nach Winston-Salem durchfahren?" Fragte ich.
„Warum nicht, kennst du dich dort aus?" Maggie klang müde.
„Etwas... Ich glaube dort könnten wir uns für eine Nacht ein ganzes Hotel buchen." Sagte ich etwas belustigt. Daryl sah mich fragend an.
„In dem letzten Jahr, als meine Mom noch lebte haben wir uns etwas gegönnt, wir sind in das Hotel Holiday Inn gefahren, es wird euch gefallen... Doppelbetten, einen Pool... Eine Bar..." Sprach ich zu Daryl und in die Funke.
„Klingt gut!" Schnarrte es daraus, es schien Michonne zu sein.
„Ok, wo liegt es genau?" Wollte Daryl wissen. Ich erklärte so gut wie möglich den Weg. Es dauerte ungefähr drei Stunden bis wir ankamen, denn einige male mussten wir den Auto Wracks ausweichen, oder anhalten, wenn zu viele Beißer unterwegs waren. Und dann riefen mir Erinnerungen in den Kopf.
„Hier sind wir richtig!" Sagte ich erfreut. Direkt neben der Straße lag ein eingezäuntes Hotel mit einem großen Vordach, wir fuhren in das Gelände und Daryl parkte direkt vor dem Eingang.
„Habt ihr die Streuner gesehen?" Fragte Glenn durch die Funke.
„Ja ein paar, aber die sind leichtes Spiel." Erwiderte Michonne. Daryl nahm mir das Gerät aus der Hand. „Warte ich komme mit." Sagte er gewillt zu handeln.
„Verschließe du das Tor." Sagte er und ging mit seiner gespannten Armbrust raus, ich drehte mich schnell zu Rick.
„Bleibst du hier?" Fragte ich leise, denn Rick schien noch zu schlafen.
„Hmmh!" Grummelte er und ich ging nach draußen, dieses Mal achtete ich darauf, meine Messer mitzuhaben. Ich lief zum Tor und zog es zu, es war ein Schiebetor, es konnten soviele Beißer kommen wie sie wollen, öffnen werden sie es nicht können. Ich drehte mich um und gleich zwei dieser Biester torkelten auf mich zu. Schnell zückte ich mein Messer und rammte es dem einen direkt in den Kopf, er sackte sofort zusammen und ich konnte das Messer nicht mehr rausziehen. Der Andere Beißer packte meinen Arm, doch kurz bevor er schnappen konnte, landete ein Pfeil in seinem matschigen Hirn. Erschrocken sah ich hinter dem zusammen sackenden Beißer, Daryl winkte mir zu.
Ich zog mein Messer aus dem Beißer und wischte es an ihm ab. Dann kam Daryl auf halbem Wege auf mich zu und packte mich an der Hüfte und drückte sich an mich.
„Jedes mal, wenn ich dich aus den Augen lasse, wirst du fast gefressen!" Sagte er und schaute mir eindringlich in die Augen.
„Dann habe ich Glück, dass du mein Schutz Engel bist..." Sagte ich lächelnd und drückte ihn einen Kuss auf.
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The Walking Dead - Jane
FanfictionKlappentext: Was würdest du tun? Wenn die Welt, wie du sie kennst zu Ende ist... Jane und Alice machen diesen Horror durch, immer auf der suche nach Sicherheit. Zwischen Liebe und Tod, getrieben und verfolgt von Lebenden, sowie Untoten verschwindet...
