Endlos, Los!

633 66 11
                                        

Daryl Pos.

Auf den Straßen war Totenstille und hunderte Reifenspuren waren auf den Wegen, jede Einzelne verfolgte ich und Conners. Aber wir fanden keine Spur von Jane oder Michonne, oder anderen Überlebenden, immer nur diese verfickten Hurensöhne von Beißern.

Conners wollte nach drei Tagen wieder zurück und den Anderen Bescheid geben und mit dem Helikopter suchen, aber ich wollte nicht Aufgeben, alleine wegen Carol, sie haben sie einfach abgeknallt!

Immer wieder schloss ich Autos kurz und fuhr mit denen einfach weiter. Die Munition ging uns langsam aus, selbst unsere Messer, waren extrem ramponiert, viele Beißer töteten wir unterwegs.

Wieder versuchte ich gerade ein Auto zu knacken als mich ein merkwürdiges Geräusch aufblicken ließ, ich richtete mich schnell auf und starrte Conners an, er blickte nach oben, ich schaute auch hoch.

„Sie kommen, sie suchen nach uns!" Sagte Conners, und dann konnte ich ihn sehen, einen Helikopter.

„Mal hoffen, dass es auch unsere Leute sind..." Murrte ich und fing an mit den Armen zu fuchteln, Conners tat es mir gleich und wir konnten mit zu sehen, wie sie auf die Kreuzung steuerten und darauf landeten. Wir zielten mit unseren Waffen auf die Tür, nahmen sie aber sofort runter, als wir Rick erkannten der Ausstieg.

„Rick..." Hauchte ich und schulterte meine Armbrust wieder, er kam dichter auf uns zu, er sah nicht erfreut aus.

„Euch geht es gut..." Stellte er fest. „Wo sind die Anderen?" Fragte er und begutachtete mich und Conners.

„Carol ist Tod." Brachte ich raus und biss den Kiefer zusammen.

„Was?" Schnaufte er und kam dichter auf mich zu.

„Irgendwelche Kerle haben sie erschossen und Jane und Michonne mitgenommen." Erklärte Conners.

„Wir suchen sie und verfolgen ihre Spuren." Fügte ich hinzu. Rick fuhr sich durch die Haare und stöhnte laut. Hinter ihm sah ich dass Aiden, Steve, Mira, Alice und Merle ausstiegen.

„Scheiße!" Schrie Rick und ballte die Fäuste.

„Was? Was ist passiert?" Alice kam auf uns zu gelaufen und hatte schon Tränen in den Augen. Conners erzählte es nochmal kurz, auf einer Art war sie erleichtert, das Jane noch lebte und >nur< Carol Tod war, aber sie war bestürzt darüber und schlug sich ihre Hand vor den Mund.

„Und jetzt? Wisst ihr wo sie sind?" Fragte Alice leise und verschränkte die Arme vor sich.

„Keine Ahnung... Wir fahren jetzt bis in die Nächste Stadt und suchen dort nach Anzeichen, irgendwo müssen sie ja sein, und ich glaube nicht das sie so weit gefahren sind." Erklärte ich so ruhig wie möglich, und versuchte meine Anspannung zu überspielen.

Aiden füllte den Benzin Tank voll, Aiden, Conners, Merle und ich sollten auf dem Boden weiter fahren und die Anderen würden vom Helikopter aus suchen. Alice verteilte noch die Walkie-Talkies und die Fahrt ging los.

Immer wieder stieg ich aus und suchte nach Spuren, fand aber nur wenige, die von Menschen stammen könnten. Immer wieder stürmten wir in Häusern, in denen ich dachte, dass dort Überlebende waren, aber es war niemand dort. Einfach nichts zu finden, es war wie verflucht! Wir fuhren in die nächste Stadt und entdeckten ein paar Autos, in Reih und Glied geparkt. Darunter auch den Van! Wir waren knapp 4 Tage unterwegs und fanden endlich Spuren von Lebenden.

Sofort gab ich unsere Position an Rick weiter, wir vereinbarten einen Treffpunkt knapp drei Straßen weiter. Sie sind auf einem Haus gelandet und kamen nun runter, wir stiegen von unten ein und säuberten ein kleines Lager von ein paar Beißern.

„Habt ihr sie gesehen?" Fragte Rick nach, als er uns dort zwischen einigen Kisten und Paletten stehen sah.

„Nein, aber Autos und vor allem, das Auto in dem sie Michonne gesteckt hatten, die wurden sicher erst vor kurzen Gefahren." Sagte ich leise, am liebsten wäre ich sofort in die Häuser gestürmt und hätte sie dort raus geholt.

„Wir müssen sicher gehen, dass sie dort drinnen sind, bevor wir alle abknallen..." Sagte Alice leise, ich biss meinen Kiefer zusammen und nickte.

„Sie hat Recht, wenn wir sie Aufmischen und Jane und Michonne sind nicht dort drinnen, dann werden Unschuldige sterben!" Fügte Conners hinzu.

„Meine Fresse, dann lasst uns nicht blöd quatschen, sondern einfach mal Klopfen gehen!" Maulte Merle und lud sein Gewehr durch.

„Ganz ruhig!" Sagte Aiden und hob seine Hände etwas an.

„Nein, aber wieso? Wie wäre es, wenn wir in friedlicher Absicht dort hin gehen! Und nach Asyl fragen!?" Sagte Alice etwas sanfter.

„Es bleibt uns nichts anderes übrig... Gut wir schicken eine Gruppe vor, ihr lasst die Funkgeräte an, wenn irgendwas ist, greifen die Restlichen, hier draußen ein und stürmen!" Schlug Rick nun vor.

„Keine Sorge, wir haben vor gesorgt!" Aiden überraschte mich etwas als er seinen Rucksack vom Rücken nahm und die Schusswesten raus holte. Jeder zog sich eine unter die Klamotten.

„Ich gehe auf jeden Fall mit!" Alice war fest entschlossen, ich nickte. Das hieß denn also, Alice, Rick und ich. Die Anderen sollten draußen warten und stürmen, wenn es soweit wäre.

Mit Herzklopfen gingen wir die Straße runter, ich konnte die Autos schon sehen und biss meinen Kiefer noch fester zusammen. Ich beschleunigte meinen Schritt und rannte schon fast. Es war ein Eingemauertes Gebäude, die Mauern waren hoch und wenige Bäume ragten darüber.

Wir erreichten einen Eisenzaun, in der Mitte war ein halb rundes Tor, zwei Beißer standen davor und wollten hinein. Ich schoss einem in den Kopf und Alice machte den anderen Kalt.

Ich zog den Pfeil wieder aus seinem Kopf und es schmatzte widerlich. Danach versuchte ich das Tor zu öffnen, doch ich erblickte ein Schild an der Hauswand. „Harrison Midler Therapie Klinik." Las ich vor.

„Eine Irren Anstalt? Naja, sieht aber sicher aus." Stellte Alice fest.

„He, schaut mal... Soll ich Klingeln?" Rick fragte zögernd und deutete auf einen grauen Knopf, ich zog die Augenbrauen hoch und zuckte mit den Schultern. Rick drückte den Knopf und wir warteten ab. Ich zitterte mit meinem Fuß und konnte es kaum abwarten.

Doch dann öffnete sich die Tür einen Spalt, eine junge Frau schaute raus, lächelte aber.

Jane Pos.

„Ich bin Katy, ich bin Krank, ich bin Katy, ich bin Krank..." Ich wippte immer hin und her und starrte aus dem Fenster in den Innenhof.

The Walking Dead - JaneWo Geschichten leben. Entdecke jetzt