Meine Hände zitterten an meinem Kopf und ich starrte das verdunkelte Holz an, das Wasser schwippte immer wieder rüber und die Gift grünen Algen wippten hin und her.
Irgendwie fraß mich die Erinnerung, an den kleinen Jungen auf, so jung und schon Tod, auch die Anderen Kinder machten mir Sorgen. Langsam verdrängte Wut meine Trauer und ich machte der Frau, Leila, Vorwürfe. Man konnte doch eine Hand voll Kinder, nicht einfach alleine lassen!
„Alles gut?" Verwirrt sah ich auf und Alice stand über mir und sah mich fragend an.
„Muss ja..." Sagte ich leise und versuchte den schwankenden Horizont zu fixieren.
„Das war das Selbstloseste was du je gemacht hast." Sagte sie leise und setzte sich neben mich. Ein Sarkastischer Lacher entfuhr mir und schüttelte nur den Kopf.
„Du hättest sie auch ihrem Schicksal überlassen können, aber du hast es nicht getan." Sagte sie weiter und lehnte ihren Kopf an meine Schulter.
„Alice... Es sind Kinder..." Sagte ich Lustlos.
„Schon, aber du warst immer auf deinen Vorteil bedacht und irgendwie Egoistisch, was ist passiert, dass du jetzt so handelst?" Sie klang erwachsen, zu erwachsen für meinen Geschmack, auch sie war noch ein Kind.
„Es gibt nicht mehr viele Menschen auf der Erde, jeder Einzelne ist wichtig." Versuchte ich abzulenken.
„Das glaube ich dir nicht! Was ist Los?" Hakte sie nach, sie kannte mich einfach zu gut.
„Vielleicht sind es Muttergefühle!" Spaßte ich und lächelte ein wenig, sie lehnte sich weg und verzog das Gesicht.
„Muttergefühle?! Was ist denn mit dir?" Sie klang verwirrt und belustigt gleichzeitig.
„Sag nicht, du bist Schwanger!" Fügte sie hinzu, schnell schüttelte ich mit dem Kopf.
„Nein, keine Sorge, aber es hat damit zu tun!" Sagte ich und schaute wieder weg, Alice nahm meine Hand und hielt sie fest.
„Erzähl es mir, wir haben doch sonst nie Geheimnisse gehabt!" Sanft strich sie über meinen Handrücken.
„Nur mein Kind, wird der Schlüssel zur Heilung sein, ich selbst bin mehr oder weniger Unbrauchbar für die Wissenschaftler, doch keiner von denen weiß es. Aber wegen der Kinder, ich hatte ein Gefühl, ich müsste es tun. Ich wäre froh wenn uns damals jemand gerettet hätte. Oder wenn ich an Judi denke, wenn sie in der Klemme steckt... Ich weiß nicht wie ich das sagen soll, es musste einfach sein." Versuchte ich zu erklären, ich konnte mir es selbst kaum erklären. Sie nickte und legte wieder ihren Kopf an meine Schulter. Nach einer Weile richtete ich mich auf und streckte mich etwas.
„Wo sind die Kinder jetzt?" Fragte ich und schaute auf das Steuerhaus.
„Sie sind im Esszimmer, Daryl passt auf sie auf." Erzählte sie.
„Und Glenn, geht es ihm besser?" Fragte ich nach.
„Ja, er ist in einem der Zimmer und schläft wahrscheinlich." Sie zuckte mit den Schultern, ich ging jetzt das erste Mal hinein und suchte das Esszimmer, fand es aber auch gleich, es war direkt hinter der ersten Tür unter der Treppe zum Steuerhaus.
Wie Alice sagte, hier war genug Platz für alle, Tische standen zu einer U Tafel und Stühle standen davor, Servietten waren gefaltet und lagen kreuz und quer auf den Tischen, zwei der Mädchen spielten damit und bauten sich aus Besteck kleine Zelte. Nur der Junge, Luca, saß in einer Ecke und verschränkte die Arme vor sich und hatte ganz rote Wangen und schaute mürrisch auf den Tisch.
Daryl saß in einer anderen Ecke und beobachtete die Kinder, ein Mädchen saß neben Daryl und schaute auf den Boden und hielt ihre Puppe fest im Arm.
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The Walking Dead - Jane
FanficKlappentext: Was würdest du tun? Wenn die Welt, wie du sie kennst zu Ende ist... Jane und Alice machen diesen Horror durch, immer auf der suche nach Sicherheit. Zwischen Liebe und Tod, getrieben und verfolgt von Lebenden, sowie Untoten verschwindet...
