Mom brach in Ricks Armen fast zusammen und schluchzte tief, sie konnte es kaum fassen, dass er es wirklich ist. Rick hielt sie fest und starrte gerade aus, war er verwirrt? Erschrocken? Sein Gesicht zeigte keine Regung, bis er es begriff, wen er dort wirklich im Arm hielt.
Ich lächelte, als er mich ansah und er formte mit seinen Lippen ein Wort, Danke. Nun wurden seine Augen glänzend und er vergrub sein Gesicht in ihren Haaren, keiner wollte sie unterbrechen, doch ich musste es.
„Wir sollten hier verschwinden, die Beißer kommen sonst zurück!" Sagte ich leise und wuschelte im vorbei gehen in Ricks Haaren. Er bat mich zu fahren, er war nicht in der Lage dazu. Daryl, Merle und Conners und seine Anhängsel stiegen auf die Ladefläche, Mom und Rick quetschten sich auf den Beifahrersitz.
Mom und Rick hielten sich an den Händen, sie konnten es sicher kaum glauben, genauso wenig wie ich es konnte. Es war einfach unwirklich, sie hatte uns verlassen, ich dachte sie wäre Tod, selbst Rick dachte das, doch nun saß sie neben mir und war real.
Ich kannte die Strecke nur zu gut, zurück zum Hotel vom weiten erkannte ich es schon, es hatte sich nichts verändert. Die Wagen standen in der Einfahrt und der Zaun versperrte die Einfahrt. Das Fenster, was Daryl damals eingeschlagen hatte, war mit Holzbrettern verbarrikadiert. Dahinter war unsere Waffenkammer, die eigentlich reichlich bestückt war und nun werden noch so einige hübsche Spielzeuge dazu kommen.
Ich hielt vor der Mauer und man konnte hinüber spähen, ich sah wie David von oben hinunter schaute und ein breites grinsen aufsetzte. Rick und Mom stiegen aus und gingen zum Tor, ich machte die Tür auf und nicht mal einen Meter weiter war die Mauer. Ich sprang drauf und knallte die Tür zu und stieg auf das dahinterliegende Podest.
Als ich zu dem Zaun sah, sah ich Alice und Maggie es öffnen und sie ließen die Andern hinein. Mit Skepsis ließen sie auch die Soldaten rein und Alice stand noch weiter da und schaute hinaus.
„Wo ist Jane? Ist sie..." Sie klang verzweifelt, doch ich musste grinsen und sprang vom Podest und ging auf sie zu.
„Ich bin hier!" Sagte ich laut und streckte die Arme weit auseinander, sie drehte sich zu mir und lief auf mich zu und riss mich fast um, nur mit mühe konnte ich stehen bleiben. Ich schloss meine Augen und war froh sie endlich wieder bei mir zu haben.
„Erschrick dich nicht, ich muss dir jemanden vorstellen..." Hauchte ich leise in ihr Ohr, sie drückte sich leicht von mir weg und schaute mir in meine Augen, sie schimmerten hell und waren kurz davor einen Damm los zu brechen.
„Wen, einer der Soldaten?" Sagte sie mit einem gehässigen grinsen.
„Besser!" Sagte ich und nahm sie an die Hand. Rick stand mit Mom im Arm da und sie lächelten uns an, ein Stück zog ich sie zu ihnen hin und blieb knapp 2meter vor ihnen stehen. Mom hatte Tränen in den Augen und lächelte verkrampft, ihre Hände zitterten und ihr Atem ging schnell. Ich spürte Alice Hand in meiner liegen, sie war ganz warm.
„Alice... das ist Mom..." Sagte ich leise und lehnte mich etwas zu ihr vor. Jetzt drückte sie meine Hand fester und sie verkrampfte sich, ruckartig starrte sie mich an und ihre Augen funkelten wild.
„Mom ist Tod!" Flüsterte sie schon fast, doch ich lächelte weiter.
„Ich werde es dir später erklären, aber sie ist es wirklich! Glaub mir!" Ich kniff schon die Augen zusammen und lächelte breit. Genauso musste ich ausgesehen haben, als ich Mom sah. Wieder ruckte Alice ihren Blick auf Mom, sie ging einen Schritt auf uns zu und wollte Alice in den Arm nehmen. Plötzlich sackte Alice zusammen, ich konnte sie gerade so noch halten, bevor sie mit ihren Kopf auf den Boden knallte. Rick und Mom stürmten zu uns rüber, ich hielt ihr meine Hand auf ihre Wange und klopfte sie leicht.
„Alice! Alice! Wach auf!" Sagte ich sanft, sie war in Ohnmacht gefallen und lag schwammig in meinem Arm.
„Ihr seid wirklich Geschwister!" Brummte es von der Seite, ich hatte gar nicht gemerkt, dass Daryl die ganze Zeit neben uns stand. Nur kurz blickte ich ihn an und dann wieder zu Alice. Ich fächelte ihr mit der flachen Hand Luft ins Gesicht. Ihre Augen rollten unter ihren Liedern wild hin und her. Sie atmete schwer und klimperte schließlich mit den Augen.
„Hey, alles OK?" Fragte ich sanft und sie machte große Augen und starrte danach Mom an, die ebenso über sie kniete. Sie richtete sich schnell auf und umarmte Mom hektisch und keuchte laut.
„Mom....du...ich..." Stammelte sie und hielt sie fest im Arm, sie lachte etwas und erwiderte die Umarmung. Ich stellte mich hin und sah Daryl an, er lächelte sanft, ich suchte nach seiner Hand und hielt sie fest.
„Ihr solltet erstmal Duschen gehen, wir können alles noch später besprechen!" Sagte Rick und deutete auf das Hotel. Mir war es eigentlich egal, wie ich aussah oder roch. Es war einfach Idyllisch, ich hatte nun wieder eine richtige Familie.
Doch Daryl überredete mich hinein zu gehen und uns frisch zu machen, vorher begrüßten wir noch alle anderen. Sie waren Skeptisch den Soldaten gegenüber, doch sie begrüßten sie und uns freundlich.
Wir versteckten uns vor Judi, sie sollte uns so nicht sehen, sie sollte solange vor dieser Welt beschützt sein, wie es nur ging.
Maggie brachte jeden frische Sachen auf das Zimmer, sie fand es schön dass ich meine Mom wieder gefunden hatte, ich glaube sie war traurig und dachte wieder an ihren Vater, ihr Blick verriet es.
Wir duschten einzeln, ich wollte zwar mit Daryl duschen gehen, aber er wollte die Sachen was im Reservat passiert mit Rick besprechen. Sie setzten sich auf unsere Couch und diskutierten etwas, Daryl erzählte mehr als Rick.
Das heiße Wasser war schön, wie es an meinem Körper den Dreck wegspülte. Ich trocknete mich hastig ab und zog mir ein paar frische Klamotten über, schwarze Hose und ein lila Top mit Spagetti Trägern. Ich ging zu den Männern und setzte mich auf die Couch neben Rick, er lächelte noch immer sanft. Daryl ging nun in das Badezimmer und das rauschen der Dusch ertönte.
„Willst du Heute noch was machen?" Fragte Rick und drehte sich zu mir.
„Klar, wieso nicht. Ich habe doch nur ein Hochhaus zu Einsturz gebracht und laufende Beißer erledigt." Sagte ich Schulter zuckend.
„Also war es nicht Daryls Einbildung, dass der Beißer gelaufen ist..." Sagte er leise und schaute aus dem Fenster.
„Ja, sie verändern sich, sie mutieren noch mehr... aber sie sagte doch, es dauert noch Jahre..." Wisperte ich leise und starrte Löcher in die Luft.
„Wer hat das gesagt?" Hakte er nach und schaute mich wieder an, ich schaute zu ihm rauf, ich dachte, ich hätte es nur gedacht.
„Die Stammesmutter in Kanada... sie sagte etwas davon, aber ich wollte das nicht glauben. Sie sagte, dass sie sich verändern. Aber doch nicht so!" Baute ich mich etwas auf.
„In wie fern?" Sagte er leise, doch ich stellte mich hin und schaute hektisch nach draußen. Ich wusste nicht im Geringsten, wie sie sich verändern, oder in was. Sicher war nur, sie wurden schneller!
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The Walking Dead - Jane
FanfictionKlappentext: Was würdest du tun? Wenn die Welt, wie du sie kennst zu Ende ist... Jane und Alice machen diesen Horror durch, immer auf der suche nach Sicherheit. Zwischen Liebe und Tod, getrieben und verfolgt von Lebenden, sowie Untoten verschwindet...
