Es wurde dunkel und ich lief einfach nur, ich musste die Intestate finden, oder den High Way. Kein Beißer interessierte mich und lief einfach stur an ihnen vorbei. Ich musste nach Appling! Ich musste zu Beth! Und lief und lief.
Es wurde wieder hell und so um die Mittagszeit, am nächsten Tag, kam ich an dem Hotel an. Ich keuchte und stöhnte, total außer Atem lief ich hinein.
„BETH!" Schrie ich.
„Verdammt! Beth! Wo bist du?" Schrie ich und durchsuchte wieder jedes Zimmer. Ich keuchte und hustete als ich in der Küche ankam, meine Lunge brannte und meine Beine schmerzten. Sie war nirgends zu finden. Hätte sie sich verfahren können? Wusste sie überhaupt welches Hotel ich meinte? Es gab ja eigentlich nur das hier in der Umgebung...
Ich rannte wieder raus und suchte nach meinem Mustang. Doch auch er war nirgends zu sehen. Nun war Beth weg, mit meinem Auto, und noch schlimmer, wiedermal hatte ich alle meine zusammen gesuchten Sachen verloren! Meine Nahrung, meine Waffen! Einfach alles! Vielleicht hatte sie sich verfahren, dass musste es sein! Ich beschloss einfach zu warten. Ich ging hinein, die Eimer mit Wasser standen ja noch in den Zimmern! Schnell joggte ich hoch und nahm eine kalte Dusche und spülte den Schmutz und den Staub von mir, und zog die Alten Klamotten wieder an. Ich ging zurück in das Zimmer, hier schliefen ich und Alice immer...
Die Erinnerung stach in mein Herz, hier konnte ich nicht schlafen. Es tat noch zu sehr weh. Ich schnappte mir die Decke von meinem ehemaligen Bett und ging in das Gegenüberliegende Zimmer, in das ich Daryl damals geschickt hatte.
Ich öffnete die Tür und trat ein.
Daryls alte Weste mit den Engelsflügeln, hing an der Badezimmertür. Ich legte mich auf das Bett und schmiss die Decke über mich. Ich musste wohl sofort eingeschlafen sein. Denn als ich aufwachte war es finsterste Nacht.
Beth kam wohl nicht mehr. Was war wohl passiert? Hatte sie einen Unfall? Oder fand sie das Hotel einfach nicht.
Ich beschloss im Morgengrauen den High Way entlang zu joggen. Wenn sie einen Unfall gehabt hätte, würde ich sie finden. Es dauerte nicht lange und die Sonne begann aufzugehen.
Noch kurz bevor ich das Hotel verließ sah ich nochmal zu Daryls Weste. Ich schnappte sie mir und zog sie einfach über, ich würde sie ihm zurück geben.
Sie passte ganz gut und sie roch nach Daryl. Dieser Duft umschwärmte mein Herz und ich fühlte mich wieder wohler.
Aber dies war jetzt egal, ich ging aus dem Hotel und joggte den High Way entlang. Nichts war zu sehen, ca. 1Meile bevor ich die Abzweigung zum Gefängnis erreicht hatte gab ich auf.
„Scheiße!" Fluchte ich leise. Was nun? Sie ist wohl in die andere Richtung gefahren. Vielleicht sollte ich nochmal zurück zum Gefängnis gehen, es gab sicherlich einiges zu plündern, ich hatte schon seit zwei Tagen nichts mehr gegessen und mein Magen knurrte laut.
Ich schlug einen Bogen und lief durch den Wald zum Gefängnis.
Doch als ich kurz davor stand, sah ich die vielen Beißer dort umher wandeln. Ich ging nur einen Schritt weiter und wurde geblendet, meine Hand schnellte vor meinem Gesicht und ich versuchte zu erkennen was es war. Ich sah vor den Trümern die Chopper von Daryl.
„Er würde sie doch nie hier lassen?" Sagte ich betrübt, es war sein Baby! Na gut, ich konnte erstmal nichts ändern, Tränen flossen bei mir schon lange nicht mehr, sie waren versiegt, zu viel war geschehen.
Ja ich war betrübt, aber das brachte jetzt rein Garnichts! Sollte ich jetzt heulen? Nein, dass kam nicht in Frage! Ich wollte die Chopper, um jeden Preis! Mit ihr wäre ich mobile und würde Beth schneller finden. Ich atmete noch einmal tief durch und schleichte mich schnell vor, an den Trümern vorbei und zum Panzer. Ich fand eine Decke, die ich festhielt. Hier und da noch zwei Konserven, zwar konnte ich nicht erkennen was drin war, denn das Etikett war weg und die Dosen eingebeult, aber es war mir egal. Essen ist Essen. Ich legte sie so leise wie möglich in die Decke und nahm Kurs auf die Chopper, eines dieser Dinger erspähte mich, doch bevor es die anderen Beißer auf mich aufmerksam machen konnte, rannte ich vor und stach ihn mein Messer in den Kopf, schnell lief ich zur Chopper rüber.
Ich hatte kaum Erfahrung, aber ich wusste wie das Ding ansprang.
Schlüssel umdrehen und an kicken. Es ratterte laut, na toll jetzt haben alle Beißer mitbekommen, dass ich hier war. Und nochmal! Und wie ein Wunder, sie sprang an!
Ich setzte mich schnell und gab Gas, ich manövrierte um die Beißer herum, sie streckten ihre faulenden Arme aus. Doch ich entkam und ich war überglücklich, denn keinen der Beißer erkannte ich wieder, also war keiner dort gestorben, hoffte ich zumindest, denn einige lagen tot auf dem Boden und ich konnte sie nicht erkennen. Wieder zurück auf dem High Way sah ich nochmal in die Richtung in der das Hotel lag, fuhr aber dann in die andere Richtung. Beth musste hier doch irgendwo sein, oder die Anderen! Die Chopper ist laut genug, sie würden es doch hören, und dann auch auf die Straße laufen. Deshalb fuhr ich nicht allzu schnell und lausche auf die Umgebung. Doch ich hörte nichts.
Etwas später war kaum noch ein durchkommen möglich, Autos und umgestürzte Bäume versperrten den Weg. Eine Abfahrt davor bog ich ab und fuhr einfach nur gerade aus. Sie wurde zu einer schmalen Landstraße und man konnte den Horizont sehen.
Nur die Beißer zerstörten dieses Friedliche Bild, sie liefen auf den Feldern wirr umher, aber noch immer war kein Mustang zu sehen. Wo war sie bloß lang gefahren? Ungefähr drei bis vier Wochen fuhr ich einfach nur die Straßen entlang, ich zählte die Tage nicht mehr, ohne irgendwelche Lebenszeichen, kreuz und quer, ohne Ziel, immer auf der Suche, doch jetzt suchte ich nicht nur Alice, sondern auch alle anderen, falls sie noch lebten... Dann werde ich sie finden!
Ich fuhr über eine Brücke und einen leicht ansteigenden Berg hinauf, oben drauf führten Schienen quer über die Straße. Ein großes Schild war an einem Andreaskreuz befestigt. Ich bremste, stieg ab und sah mir das genauer an.
„Terminus, wer ankommt, überlebt." Las ich. „Hmm... Stimmt das?" Eine Wegbeschreibung war darunter in eine Karte gemalt. Es schien nicht weit weg zu sein, langsam kannte ich mich in Georgia gut aus, heute Abend könnte ich da sein, überlegte ich. Ich hatte keinen festen Punkt mehr vor Augen, also war es das Beste dort hinzu fahren und dort nach Rick und Alice zu suchen. Vielleicht fand ich auch meinen Mustang wieder.
Ich setzte mich auf die Chopper und fuhr weiter. Einige male kreuzten noch mal Schienen die Fahrbahn und an jeder stand wieder ein Schild. Bald würde ich da sein. Langsam wurde ich aufgeregter. Ein Schotterweg führte dort entlang, wo die Schilder standen, es kam mir vor, wie eine kleine Schnitzeljagd.
Und dann sah ich vom weiten schon Buchstaben, an einem kahlen Gebäude stehen, riesengroß in weißer Schrift...
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The Walking Dead - Jane
Fiksi PenggemarKlappentext: Was würdest du tun? Wenn die Welt, wie du sie kennst zu Ende ist... Jane und Alice machen diesen Horror durch, immer auf der suche nach Sicherheit. Zwischen Liebe und Tod, getrieben und verfolgt von Lebenden, sowie Untoten verschwindet...
