Was in der Zwischenzeit im Hotel geschah

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Alice PoV.

Ich war nun mittlerweile bestens in der Gruppe integriert. Beth und ich hatten die Aufgabe uns um Judith zu kümmern, außerdem musste ich mich um die Hühner kümmern. Ja, Hühner!

Maggie und Glenn haben auf einer Wiese Hühner gehört, es war ein Spektakel als sie versuchten sie einzufangen! Man hatten wir gelacht!

Schlussendlich haben sie fünf Stück gefangen. Rick baute auf dem Außengelände einen Stall für die Viecher. Die Hühner lockten zwar ab und an ein paar Beißer an, doch es war mir eine Willkomme Abwechslung, von unserem 'Bauernhof'. Ich mochte diese Arbeit überhaupt nicht, aber jeden zweiten Tag ein frisches Ei, da lohnte sich es doch!

Jeden Tag kontrollierte ich in Carls Zimmer, ob Ricks Aufnahme im Fernsehen noch lief, jedes Mal überkam mich ein beklemmendes Gefühl. Aber Andererseits, war ich froh darüber, dass sie noch lief. Keine Ahnung ob sie es hörten oder sahen, ob sie noch lebten, dass war es eher was mich beschäftigte.

Abends nahm ich das Walkie-Talkie in mein Zimmer und sprach hinein, vielleicht waren sie in der Nähe, und könnten mich hören...

Die Hoffnung in mir starb nie wirklich, manchmal wachte ich im Schlaf auf, weil ich Janes Stimme hörte...

Es wurde immer kälter und von den Bergen zogen dunkle Wolken runter. Es schneite hier nicht allzu oft, doch der Wind blies immer stark, er war sehr kalt, das mir manchmal das Blut gefrieren wollte.

„Wenn Jane und Daryl, da draußen sind...bei dem Wetter..." Flüsterte ich leise, als ich auf dem Dach stand und die Schnee, bedeckten Berge anstarrte.

„Daryl kennt sich da draußen aus, ihnen wird es sicher gut gehen..." Beruhigte mich Maggie oft.

Genug zu Essen für den Winter hatten wir, Wasser hatten wir auch die Leitungen voll. Wir haben das örtliche Wasserwerk besucht, es war nicht weit weg und wir konnten Kanister weise das Wasser in den Tank im Keller, des Hotels füllen.

Für alles war gesorgt, selbst Benzin und Diesel fanden wir genug, auch weil wir nochmals nach Virginia Beach gefahren waren. Man glaubt gar nicht wie viel Zeug die da gelassen hatten! Maschinengewehre, ein Haufen Munition, Hunderte Konserven, eingeschweißtes Fleisch, Klamotten und das wichtigste, Medizin und Benzin!

Wir packten alles in den Keller, bis unters Dach, alles voll! Der Winter konnte kommen.

Carol fand auf einer Farm noch zwei Säcke Mais, wer weiß ob die noch aufkeimen, Rick will es nächstes Jahr im Frühjahr ausprobieren... Auch noch andere Gemüsesamen fanden wir mit der Zeit, ich hoffte nur dass sie aufgehen werden.

Die Tage wurden immer kürzer und ich hatte keine Lust mehr draußen mit Michonne zu trainieren, es war mir einfach zu kalt. Ich sah ihr meistens von drinnen zu, sie hatte immer nur ein T-Shirt an und nicht wirklich eine dicke Hose.

Unsere ehemaligen Gefangenen ließen wir auch, mehr oder weniger Frei.

Jenny half mit Jason in der Küche, sie kochten wunderbare Dinge, naja, was man sich so als wunderbar, in dieser Zeit vorstellen kann: alles was besser schmeckt als Wasser!

Der andere Kerl, Mike, war sehr sparsam mit seinen Worten, auch suchte er kaum Kontakt zu uns, meistens saß er auf dem Dach und hielt Wache.

Bald war Weihnachten, und Jane und Daryl waren immer noch nicht hier.

Michonne und Rick haben sogar einen Tannenbaum besorgt! Beth und ich bastelten Papierschmuck und Judith malte ihn bunt an und aß die Hälfte...

An diesem Abend war es schon fast Harmonisch, keiner dachte an die Kranke Welt da draußen, wir sangen Lieder und tranken Wodka anstatt Punsch, der war nirgends zu finden, leider. Rick erlaubte mir und Carl immer nur ein Glas, doch an Weihnachten durften wir zwei trinken, echt Nett....

Manchmal war mir danach eine ganze Flasche auf einmal auszutrinken, immer dann, wenn ich an Jane dachte. Doch immer erwischte mich Rick und nahm sie mir weg. Spielverderber...

Silvester verlief ähnlich, nur das wir nicht ein neues Jahr feierten, wir feierten ein Jahr in dem wir überlebten, dem entsprechend fiel die Feier traurig aus, wir dachten an alle die wir verloren hatten...

Die dunklen Wolken über den Appalachen verzogen sich allmählich, und die Sonne gewann an Kraft, der Wind wehte langsam wieder wärmere Luft in unsere Gefilde. Die ersten Knospen bildeten sich an den Bäumen und noch immer war Jane verschwunden...

The Walking Dead - JaneWo Geschichten leben. Entdecke jetzt