Einsamkeit

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Rick führte mich wieder rein und stützte mich, denn ich war sehr wackelig auf den Beinen. Vorher musste ich ihm versprechen, so etwas nie wieder zu tun.

Auch Alleingänge waren für mich komplett Tabu.

Er ließ mich in der Kantine nur kurz alleine. Und brachte mir eine Schüssel mit Erbsen Eintopf und legte einen Löffel daneben.

Ich setzte mich auf eine Bank und zog die Knie an. Rick setzte sich zu mir und schob die Schüssel weiter zu mir. Ich legte meinen Kopf weggedreht, auf die Knie.

„Du musst aber etwas essen!" Forderte er leise.

Ich reagierte nicht und musste weinen, Alice konnte sicher jetzt auch nichts essen. Ständig musste ich an Alice denken.

Wo war sie bloß? Ich fühlte mich so Leer und einsam, sie war immer an meiner Seite! Und nun war sie schon seit zwei Wochen alleine im Wald unterwegs.

An wem ist sie bloß geraten? Wurde sie vielleicht sogar entführt? Welches Kranke Hirn entführt in solcher Zeit Menschen?

Und dann drang mir Daryl in den Kopf. Warum küsste er mich? Wirklich nur zur Ablenkung? Aber warum schaute er so Traurig? Warum sagte er im Hotel, das er mich nicht gehen lässt? Auch als er mich fand, er wollte dass ich lebe... Nur wenige Erinnerungsfetzen fügten sich langsam zusammen.

„Daryl hatte dich wieder belebt, ich bin so froh dass du es geschafft hast..." Sagte Rick sanft und tätschelte mir meinen Kopf. Ich kniff die Augen zusammen und es liefen mir heiß die Tränen runter.

Und plötzlich kamen kleine Erinnerungen zurück.

Flashback

Ich sah Daryl über mir, er schaute mich liebevoll an und waren es Tränen in seinen Augen? Ich konnte es kaum erkennen. Ab und zu lächelte er mich an, nur unter großen Anstrengungen konnte ich sein lächeln erwidern. Er sprach zu mir, doch ich hörte nichts, ein Rauschen übertönte alle Geräusche.

„Daryl..." Brachte ich heraus, doch der Schmerz war einfach zu groß gewesen und ich war unendlich müde. Seine Lippen bewegten sich, aber ich verstand ihn nicht. Er strich mir eine Strähne aus meinem Gesicht.

„Es tut so weh..." Flüsterte ich wieder. Ich sah wie er zärtlich lächelte und mir wurde kalt und schloss die Augen. Eine überragende Wärme umhüllte mich plötzlich und ich sah Daryl über mir.

„Hey! Jetzt schlaf nicht wieder ein!" Sagte er Sanft und ich fühlten mich gleich viel wohler. Ich schüttelte leicht den Kopf und lächelte zurück.

Die ganze Fahrt schaute er mit seinen kühlen Augen in meine.

Flashback ende

Mein Magen krümmte sich.

„Rick..." Sagte ich leise. Er rutschte dichter zu mir und nahm mich in den Arm.

„Du musst stark sein!" Sagte er. Ich stand auf und ging in meine Zelle, ich setze mich auf die Pritsche und ließ alles noch einmal Revue passieren. Doch mir fiel einfach keine einzige Antwort auf meine Fragen ein.

The Walking Dead - JaneWo Geschichten leben. Entdecke jetzt