Plünderungszeit

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Nachdem alles besprochen wurde, was das in Terminus war und was der Governor von ihnen wollte, schliefen wir alle noch eine ganze Weile. Mich schüttelte es immer noch, dass ich Menschenfleisch gegessen hatte.

Ich wachte als erstes auf und beschloss nach oben zu gehen. Oben stieg ich über zerbrochene Teller und schaute aus dem Fenster. Mein Mustang stand dort, mein Baby, man wie hatte ich ihn vermisst!

„Schon wach?" Fragte eine raue Stimme dicht hinter mir. Ich spürte starke Arme die sich um mich legten und ich hielt sie vor mir fest. Ich nickte und legte mein Kopf zurück. Daryl küsste mich auf die Haare.

„Es gibt viel zu tun..." Sagte ich leise. „Hmmh." Kam es leise zurück.

„Wir brauchen Autos und Essen und..." Sprudelte es aus mir raus. Er aber drehte mich zu sich rum und schaute mir tief in die Augen. Zärtlich nahm er meinen Kopf in seine Hände und strich mir über die Wangen.

„Mach dir nicht so viele Sorgen! Wir packen das schon!" Munterte er mich auf. Sein Gesicht näherte sich ganz langsam meines, ich spürte seinen warmen Atem auf meinen Lippen, doch noch bevor es zu einer Berührung kommen konnte...

„Wusste ich es doch!" Drang Beth Stimme zu uns, sofort ging Daryl auf Abstand. Beschämt schaute ich zu Boden. Daryl winkte ab und drängte sich an Beth vorbei in den Keller. Ihr schien es deutlich besser zu gehen als Gestern Nacht.

„Beth..." Sagte ich leise. „Das war echt unpassend!" Sie kam zu mir rüber und umarmte mich.

„Pass gut auf ihn auf! Du tust ihm gut!" Schmeichelte sie und ging zurück in den Keller. Ich stöhnte etwas und wendete mich wieder dem Fenster zu.

Daryl, will er es den Anderen nicht zeigen was er fühlt? Ich wusste, dass ich ihm Zeit geben musste, für mich war es nur recht. Hauptsache war es, das er in meiner Nähe war...

Es war wieder Zeit hinunter zu gehen, ich hörte dass sie wach waren. Unten angekommen, teilte Carol die letzten zwei Dosen in den Schüsseln auf.

„Für mich nichts, Carol!" Sagte ich und setzte mich zu Judith, irgendwie war mir schlecht.

„Aber du musst doch etwas essen, Liebes..." Sagte sie Mütterlich. Ich schüttelte den Kopf.

„Ich gehe im Dorf nach was Essbaren für uns suchen... Es reicht nicht für uns alle..." Sagte ich leise und nahm den Revolver und ging nach draußen. Draußen warteten nur diese Schwarzen Pappkameraden auf mich, keine Beißer, nichts. Gleich das Haus gegenüber erschien mir als passend. Gelangweilt trat ich an die Tür, machte sie auf und wartete etwas. Ich pfiff einfach ein Lied und wartete auf das Typische stöhnen, aber auch hier war nichts. Also beschloss ich hinein zu gehen, es war hier genauso verwüstet wie in dem anderen Haus. Sicher war auch, dass es hier auch nicht all zu viel zu plündern gab. Mit entsicherter Waffe lauschte ich in jeden Raum bevor ich ihn betrat, aber alles blieb Still. Alle Schränke und Türen waren aufgerissen und Leer.

„Verdammt! Gibt es denn nichts mehr zu Essen hier?" Motzte ich und trat eine Plastikschüssel umher. Dieses Szenario spielte sich gleich fünfmal hintereinander ab, bis auf die Plastikschüssel, mal war es eine Tasse, mal ein Teller. Das Nächste Haus war ein etwas größeres Haus mit einer angebauten Garage. Wieder das gleiche Prozedere, klopfen, Tür öffnen, pfeifen und warten. Kein Stöhnen, man das wird echt langweilig!

Ich betrat das Haus, auch dies war verwüstet. Dieses Mal begab ich mich gleich in den Ersten Stock, oben waren alle Türen zu. Ich öffnete sie, nach dem gleichen Schema wie an den Haustüren nur ohne pfeifen. Alle Zimmer waren leer, bis auf das Letzte, hier lagen einige alte Matratzen und ein Rucksack, sofort erregte er meine Aufmerksamkeit und ich nahm ihn mir und untersuchte ihn sofort. Ich griff hinein und er war fast leer, eine Plastiktüte war darin und ich holte sie raus. Und öffnete sie.

The Walking Dead - JaneWo Geschichten leben. Entdecke jetzt