Die Kugel platzt

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Ich wurde von allen rund um versorgt, alles was ich mir wünschte, wurde mir gebracht. Maggie und Beth haben zusammen zwei Krippen gebaut, sie waren weiß und wunderschön mit Blumen bemalt. Sie hatten bunte Decken hinein gelegt und alles war bereit, für meine Beiden, Babyfutter, Windeln einfach alles war schon da!

Ein wenig Zeit hatten sie ja noch.

Judi hatte mir endlich verziehen, was ich damals mit dem kleinen Jungen machen musste, sie wurde älter und sie begann zu verstehen, dass es sein musste.

Wir lebten wieder friedlich und es kam nur noch selten vor, dass jemand von uns auf das Festland musste. Aiden und die anderen Bewohner wussten was das für ein Risiko für uns war und stellten ihre Wünsche zurück. Sie wurden auf einer Liste zusammen gefasst und nur das Nötigste wurde rot unterstrichen und dann, wenn genug zusammen gekommen ist, sind sie los gezogen.

Sie sahen ein, dass der Verlust von Carol ein großes Opfer für uns war, und sie verstanden auch, dass wir nicht noch so ein Opfer geben würden.

Daryl, er ging nicht mehr mit, auch Rick wollte das nicht, die Kinder sollten einen Vater haben. Er kümmerte sich um die Tiere und um das Holz hacken, es powerte ihn aus, und er verlor seine Kondition nicht, falls doch irgendwann mal ein Vorfall mit Beißern sein könnte.

Das konnte ich von mir nicht mehr behaupten, mein Bauch wuchs ohne Ende und wurde rasant größer, irgendwann konnte ich nicht mehr lange sitzen, stehen oder laufen, selbst liegen wurde zu einem Problem. Michonne half mir, etwas die Schmerzen auszublenden, sie kannte das ja alles schon, sie schaute mich auch nicht mehr böse an, nein. Sie war eine gute Freundin geworden, die mir immer half.

Sie richtete mir die Kissen am Rücken und so konnte ich wenigsten ein paar Stunden schlaf finden. Ich schlief oft, und war völlig fertig, die kleinen Würmer in meinem Bauch machten mich fertig, immer wenn ich schlafen wollte, traten sie von innen oder bewegten sich heftig.

Wieder war es Nacht und ich glaube sie stritten in meinem Bauch, ich schnaufte und richtete mich auf, nur schwer konnte ich mich erheben. Endlich schaffte ich es und saß auf der knarrenden Bettkante.

„Kannst du nicht schlafen?" Säuselte Daryl, ich drehte mich leicht zu ihm, er lag auf dem Bauch und schaute mich an, ich lächelte kurz.

„Nicht wirklich, sie nerven schon wieder. Ich gehe runter etwas trinken." Sagte ich leise, er stemmte sich auf und setzte sich auf das Bett.

„Du kannst ruhig hier bleiben, ich will nur etwas trinken!" Maulte ich ihn leicht an, er ließ sich wieder auf den Rücken fallen und schnarchte schon wieder, er machte sich auch fertig, ständig machte er sich sorgen, selbst wenn ich nur etwas lauter atmete stand er Gewehr bei Fuß.

Unten in der Küche brannte noch Licht, als ich den Raum betrat sah ich das Judi und Alice hier saßen und malten. Ich setzte mich zu ihnen und nahm mir den Wasserkrug und schüttete mir etwas in ein Glas und trank es genüsslich.

„Ich habe ein Grund wach zu sein und ihr?" Fragte ich nach einer Weile, Alice blickte von ihrem Bild auf und machte große Augen, immer wenn sie malte, vertiefte sie sich so sehr darin, dass sie nichts um sich herum mitbekam.

„Ich male." Sagte Judi einfach, und ließ sich nicht beirren.

„Wieder so schlimm?" Fragte Alice nach, ich verzog etwas den Mund.

„Ja, sie scheinen Aufgeregt zu sein, es wird wohl nicht mehr lange dauern." Sagte ich leise und strich über meinem riesigen Bauch. Alice schaute schwelgend auf meine Kugel und grinste breit.

„Nicht mehr lange und du Platzt!" Lachte sie, plötzlich zog es irgendwie in meinem Bauch und ich dachte ich müsste auf die Toilette und stand langsam auf, stöhnend gelang es mir dann auch.

The Walking Dead - JaneWo Geschichten leben. Entdecke jetzt